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Im Anschluss an eine Matinee „Völkermorde erinnern, Kriege verhindern“ am 15. April 2018 in Köln haben die Initiative „Völkermord erinnern“ und Besucherinnen und Besucher ein Mahnmal enthüllt. Es erinnert nicht nur an den Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915-1918, sondern auch an die deutsche Beteiligung daran und fordert grundsätzlich dazu auf, Rassismus und Nationalismus als Ursachen von Völkermorden zu ächten.

Das Mahnmal ist an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke errichtet worden, gegenüber dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II., Verantwortlicher für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904 und Unterstützer des Genozids an den Armeniern.

Das Genozid-Mahnmal wurde von der Stadt Köln am 19. April 2018 abgerissen. Es habe an einer Genehmigung gefehlt. Die Stadt hat in ihrem Schriftsatz gegenüber dem Verwaltungsgericht Köln, das wir angerufen hatten, außerdem argumentiert, das Mahnmal müsse noch vor dem 24. April, dem internationalen Gedenktag an den Genozid, beseitigt werden, weil sonst die Gefahr bestehe, dass sich „zahlreiche Gegendemonstranten einfinden“ und „die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs an dieser Stelle zeitnah stark beeinträchtigt“ sei. „Angesichts der Vielzahl türkischer Mitbürger in Köln“ sei auch schon 2017, bei der Erlaubnis für den Kreuzstein der armenischen Gemeinde „auf eine Aufstellung im öffentlichen Straßenland aufgrund des hohen Konfliktpotentials bewusst verzichtet worden“. Das Verwaltungsgericht Köln hat die sofortige Entfernung des Genozidmahnmals an der Hohenzollernbrücke nicht beanstandet.

In unserer Antwort beim Verwaltungsgericht hielten wir fest, dass wir diese Argumentation für ein erinnerungspolitisches Armutszeugnis und ein Ausweichen vor Genozidleugnern halten. Sie widerspricht diametral der Aufforderung des Bundestags, der in seiner Resolution vom 2. Juni 2016 die Zivilgesellschaft auffordert, das Gedenken an den armenischen Genozid zu thematisieren.

Zahlreiche Organisationen und Prominente haben sich mittlerweile als PatInnen und UnterstützerInnen für das Mahnmal und für seine Wiedererrichtung ausgesprochen.

Wir richten unsere Anstrengungen weiterhin darauf, möglichst viele zivilgesellschaftliche Kräfte in dem Bemühen zu vereinen, die Stadt Köln solle das Genozid-Mahnmal wieder aufstellen.

Das Mahnmal muss an seinen Platz zurück!

L’initiative « Rappeler le Génocide » ainsi que les visiteurs ont inauguré le 15 avril 2018 à Cologne un monument à la suite d’une matinée sur le thème « Rappeler le génocide, Empêcher les guerres ». Il rappelle non seulement le génocide commis dans les années 1915 – 1918 aux Arméniens mais également la participation allemande et exige de proscrire le racisme et le nationalisme comme la cause des génocides.

Le monument a été érigé sur le bord gauche du pont sur le Rhin, le« Hohenzollernbrücke » en face de la statue du Kaiser Wilhelm II, responsable du génocide des OvaroHerero et Nama en 1904 et soutien du génocide des Arméniens.

Le Monument a été enlevé par la ville de Cologne le 19 avril 2018, pour manque d’autorisation préalable. La ville de Cologne a également argumenté, dans le cadre d’une procédure devant le tribunal administratif de Cologne entamée par nous, que le monument devrait être enlevé avant le 24 avril 2018, jour de la commémoration internationale du génocide aux Arméniens, afin d’éviter « le rassemblement de nombreux contre-manifestants » présentant un fort risque pour « la sécurité et la facilité du trafic à cet endroit ». Au vu de la présence de nombreux citoyens turcs à Cologne, la ville aurait déjà en 2017, lors de la mise en place du « Kreuzstein » de la communauté arménienne, refusé expressément une permission de la mise en place dans le domaine public à cause du potentiel de conflit élevé.

Le tribunal administratif de Cologne n’a pas contesté l’enlèvement immédiat du monument du génocide près de la «Hohenzollernbrücke».

Dans notre réponse au tribunal administratif nous avons souligné que nous jugeons cette argumentation comme insulte à une politique de mémorisation et un recul devant ceux qui nient le génocide. Elle contredit diamétralement la demande du Bundestag qui dans sa résolution du 2 juin 2016 demande à la société civile de thématiser la mémoire du génocide aux Arméniens.

Un grand nombre d’organisations et de personnes importantes de la vie culturelle et intellectuelle se sont déclarées parrain ou soutien pour le monument et sa réinstallation.

Nos efforts continuent afin qu’un grand nombre de personnes de la vie civile se réunisse pour exiger de la ville de Cologne la réinstallation du monument du génocide.

LE MONUMENT DOIT RETOURNER A SA PLACE!

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Bischof Serovpé Isakhanyan: Rede auf der Protestveranstaltung am 24. Mai 2023

Armenier, die armenische Kirche und die armenische Gemeinde stehen hinter dieser Initiative

Rede von Bischof Serovpé Isakhanyan, Primas der Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland, auf der Protestveranstaltung am 24. Mai 2023 an der Hohenzollernbrücke:

„Guten Abend zusammen! Wir Christen sagen, das Gebet verbindet uns, verbindet uns in der Liebe, verbindet uns im Kampf für die Gerechtigkeit. Es erinnert uns an eine alte Dame aus dem neuen Testament, eine Witwe, die hartnäckig gekämpft hat. Wir Armenier kämpfen seit über 100 Jahren und wir kämpfen weiter. Ich danke Ihnen, dass Sie gemeinsam mit uns kämpfen. Liebe Initiative, Gott segne sie! Und alle anderen Anwesenden auch.

Gemeinsam sprechen wir das „Vaterunser“, jeder in seiner oder ihrer eigenen Sprache. (Das geschieht auch.)

Bevor ich das Wort an meinem Bruder weitergebe, Radu Constantin Miron, den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland, möchte ich gerne betonen, diese Initiative ist keine armenische Initiative, aber die Armenier und die armenische Kirche und die armenische Gemeinde stehen hinter dieser Initiative und wo wir helfen können, tun wir das. Selbstverständlich sind wir mit dabei. Gott segne sie.“

Rede von Bischof Serovpé Isakhanyan auf der Protestveranstaltung am 24. Mai 2023 an der Hohenzollernbrücke

„Guten Abend zusammen! Wir Christen sagen, das Gebet verbindet uns, verbindet uns in der Liebe, verbindet uns im Kampf für die Gerechtigkeit. Es erinnert uns an eine alte Dame aus dem neuen Testament, eine Witwe, die hartnäckig gekämpft hat. Wir Armenier kämpfen seit über 100 Jahren und wir kämpfen weiter. Ich danke Ihnen, dass Sie gemeinsam mit uns kämpfen. Liebe Initiative, Gott segne sie! Und alle anderen Anwesenden auch.

Gemeinsam sprechen wir das „Vaterunser“, jeder in seiner oder ihrer eigenen Sprache. (Das geschieht auch.)

Bevor ich das Wort an meinem Bruder weitergebe, Radu Constantin Miron, den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland, möchte ich gerne betonen, diese Initiative ist keine armenische Initiative, aber die Armenier und die armenische Kirche und die armenische Gemeinde stehen hinter dieser Initiative und wo wir helfen können, tun wir das. Selbstverständlich sind wir mit dabei. Gott segne sie.“

24. Mai 2023|

Über 150 Menschen demonstrieren gegen Abbau von Genozid-Mahnmal

Über 150 Menschen demonstrieren gegen Abbau von Genozid-Mahnmal

Am 24. Mai haben sich über 150 Menschen am Mahnmal versammelt, um gegen den von der Stadt verlangten Abriss des Mahnmals zu protestieren. Die Redner*innen (s. Rubrik „Reden“) kamen aus unterschiedlichsten Kontexten, wie die Teilnehmenden auch.

Sie alle verwahrten sich gegen die würdelose Haltung der Verwaltung, die ständig neue absurde „Argumente“ bemüht, um ihren Widerstand gegen das öffentliche Gedenken an diesem zentralen Ort in der Stadt zu begründen. Die aktuelle Bosheit: ein in ferner Zukunft möglicherweise errichteter Fahrradweg auf einer irgendwann verbreiteren Hohenzollernbrücke. Dem stehe das Mahnmal jetzt schon im Weg. Gleichzeitig hat dieselbe Verwaltung auf der anderen Rheinseite eine dreimal so große Installation angebracht: ein Sitzmöbel.

Als „Deadline“ für den Abbau des Mahnmals hatte die Stadtverwaltung den 24.5., 22 Uhr bestimmt. Dagegen hat die Initiative Völkermord Erinnern einen Eilantrag und eine Klage beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht. Bis das Gericht darüber entschieden hat – vermutlich in der Woche nach Pfingsten – bleibt das Mahnmal stehen.

Wir informieren umgehend über die Entscheidung des Gerichts und die Konsequenzen. Bitte bleibt aufmerksam und verteidigt diesen Ort des Gedenkens, der Trauer und der Mahnung!

Über 150 Menschen demonstrieren gegen Abbau von Genozid-Mahnmal

Am 24. Mai haben sich über 150 Menschen am Mahnmal versammelt, um gegen den von der Stadt verlangten Abriss des Mahnmals zu protestieren. Die Redner*innen (s. Rubrik „Reden“) kamen aus unterschiedlichsten Kontexten, wie die Teilnehmenden auch.

Sie alle verwahrten sich gegen die würdelose Haltung der Verwaltung, die ständig neue absurde „Argumente“ bemüht, um ihren Widerstand gegen das öffentliche Gedenken an diesem zentralen Ort in der Stadt zu begründen. Die aktuelle Bosheit: ein in ferner Zukunft möglicherweise errichteter Fahrradweg auf einer irgendwann verbreiteren Hohenzollernbrücke. Dem stehe das Mahnmal jetzt schon im Weg. Gleichzeitig hat dieselbe Verwaltung auf der anderen Rheinseite eine dreimal so große Installation angebracht: ein Sitzmöbel.

Als „Deadline“ für den Abbau des Mahnmals hatte die Stadtverwaltung den 24.5., 22 Uhr bestimmt. Dagegen hat die Initiative Völkermord Erinnern einen Eilantrag und eine Klage beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht. Bis das Gericht darüber entschieden hat – vermutlich in der Woche nach Pfingsten – bleibt das Mahnmal stehen.

Wir informieren umgehend über die Entscheidung des Gerichts und die Konsequenzen. Bitte bleibt aufmerksam und verteidigt diesen Ort des Gedenkens, der Trauer und der Mahnung!

24. Mai 2023|

Verein der Völkermordgegner e.V. Frankfurt / Main: Für uns als Türkeistämmige, ist das Mahnmal von enormer Bedeutung

„Für uns als Türkeistämmige, ist das Mahnmal von enormer Bedeutung“

Verein der Völkermordgegner e.V. Frankfurt / Main
Soykırım Karşıtları Derneği (SKD)

Die Stadtverwaltung der Stadt Köln hat mitgeteilt, dass sie das Sondernutzungsrecht für das Mahnmal zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern ab dem 24.05.2023 nicht mehr verlängern will. Dies bedeutet zumindest das vorläufige Aus für diesen Gedenkort.
Das Mahnmal, das zugleich auch als eine Erinnerung an die deutsche Beteilung am Völkermord an den Armeniern gedacht ist, wurde in einer der größten deutschen Städte unter schwersten Bedingungen erstritten. Nun soll das Mahnmal mit dem Namen „Dieser Schmerz betrifft und alle“ einem geplanten Fahrradweg auf der Hohenzollernbrücke weichen. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass in einer deutschen Großstadt wie Köln scheinbar kein Platz für ein Mahnmal zu finden ist, das an den im Osmanischen Reich unter Beteiligung des Deutschen Kaiserreichs ermordeten Armeniern gedenkt. Zudem wirkt es geradezu grotesk, dass die historischen Tatsachen, die Gegenstand des Mahnmals sind, dem Bau eines Fahrradwegs untergeordnet werden. Anders wäre die jetzige Entscheidung der Stadtverwaltung aufgenommen worden, hätte sie im gleichen Atemzug einen alternativen und dauerhaften Standort für dieses Mahnmal präsentiert. Dies ist bislang jedoch nicht geschehen.

Die Entscheidung der Stadt Köln berücksichtigt anscheinend nicht die Leitlinien der deutschen Gedenkkultur, die auf Verantwortung für die Vergangenheit und Mahnung für das Heute beruhen. Vom Gegenteil können wir nur überzeugt werden, wenn die Stadt Köln sich in der Lage zeigt, in kurzer Zeit einen dauerhaften – dem Sinn eines Mahnmals gebührenden – Platz für das Mahnmal des armenischen Genozids auszuweisen. Nur so kann die Stadtverwaltung unter Beweis stellen, dass sie eine aufrichtige Haltung in Bezug auf die Vergangenheitsarbeit hat.

Gerade für uns als Türkeistämmige, ist das Mahnmal von enormer Bedeutung, da seine pure Existenz eine Anerkennung der historischen Tatsachen und auch eine Stellungnahme gegen die türkische Verleugnungspolitik ist. Wir stehen solidarisch an der Seite der Initiative „Völkermord erinnern“ und unterstützen den Antrag der Kölner Grünen, dem Mahnmal einen dauerhaften Standort zuzuweisen.

Frankfurt am Main, 23.05.2023

Im Namen des Vorstands des Vereins der Völkermordgegner e.V.
Selay Ertem
Dr. Eran Gündüz

„Für uns als Türkeistämmige, ist das Mahnmal von enormer Bedeutung“

Verein der Völkermordgegner e.V. Frankfurt / Main
Soykırım Karşıtları Derneği (SKD)

Die Stadtverwaltung der Stadt Köln hat mitgeteilt, dass sie das Sondernutzungsrecht für das Mahnmal zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern ab dem 24.05.2023 nicht mehr verlängern will. Dies bedeutet zumindest das vorläufige Aus für diesen Gedenkort.
Das Mahnmal, das zugleich auch als eine Erinnerung an die deutsche Beteilung am Völkermord an den Armeniern gedacht ist, wurde in einer der größten deutschen Städte unter schwersten Bedingungen erstritten. Nun soll das Mahnmal mit dem Namen „Dieser Schmerz betrifft und alle“ einem geplanten Fahrradweg auf der Hohenzollernbrücke weichen. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass in einer deutschen Großstadt wie Köln scheinbar kein Platz für ein Mahnmal zu finden ist, das an den im Osmanischen Reich unter Beteiligung des Deutschen Kaiserreichs ermordeten Armeniern gedenkt. Zudem wirkt es geradezu grotesk, dass die historischen Tatsachen, die Gegenstand des Mahnmals sind, dem Bau eines Fahrradwegs untergeordnet werden. Anders wäre die jetzige Entscheidung der Stadtverwaltung aufgenommen worden, hätte sie im gleichen Atemzug einen alternativen und dauerhaften Standort für dieses Mahnmal präsentiert. Dies ist bislang jedoch nicht geschehen.

Die Entscheidung der Stadt Köln berücksichtigt anscheinend nicht die Leitlinien der deutschen Gedenkkultur, die auf Verantwortung für die Vergangenheit und Mahnung für das Heute beruhen. Vom Gegenteil können wir nur überzeugt werden, wenn die Stadt Köln sich in der Lage zeigt, in kurzer Zeit einen dauerhaften – dem Sinn eines Mahnmals gebührenden – Platz für das Mahnmal des armenischen Genozids auszuweisen. Nur so kann die Stadtverwaltung unter Beweis stellen, dass sie eine aufrichtige Haltung in Bezug auf die Vergangenheitsarbeit hat.

Gerade für uns als Türkeistämmige, ist das Mahnmal von enormer Bedeutung, da seine pure Existenz eine Anerkennung der historischen Tatsachen und auch eine Stellungnahme gegen die türkische Verleugnungspolitik ist. Wir stehen solidarisch an der Seite der Initiative „Völkermord erinnern“ und unterstützen den Antrag der Kölner Grünen, dem Mahnmal einen dauerhaften Standort zuzuweisen.

Frankfurt am Main, 23.05.2023

Im Namen des Vorstands des Vereins der Völkermordgegner e.V.
Selay Ertem
Dr. Eran Gündüz

24. Mai 2023|

Amadeu Antonio Stiftung: Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden sol

Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden sol

Über ihre Social Media Kanäle veröffentlichte die Amadeu Antonio Stiftung am 23. Mai 2023 folgendes Statement: „Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ muss einmal mehr gezwungenermaßen abgeräumt werden. Und das, obwohl es erst seit einem Monat steht. Offenbar weil es schlicht keinen Willen in der Stadtverwaltung und bei der Oberbürgermeisterin Reker für das Mahnmal, das an den Genozid an den Armenier*innen erinnert, gibt. Die Hohenzollernbrücke soll um einen elf Meter breiten Fuß- und Radweg erweitert werden. Da störe das Mahnmal. Und das, obwohl die Erweiterung des Fuß- und Radweg noch in der anfänglichen Prüfungsphase steht und noch nicht mal ein Bauantrag vorliegt. Soll das Mahnmal deswegen nicht weiter stehen bleiben dürfen? Noch am 27.04 hat dieselbe Verwaltung der zuständigen BV Innenstadt versichert, „Möglichkeiten einer rechtssicheren Form für eine weitere Ausstellung des Mahnmals zu erarbeiten“. Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden soll. Kommt morgen, am 24. Mai, um 18 Uhr zur Protestveranstaltung am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke!“

Statement lesen (Amadeu Antonio Stiftung)

Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden sol

Über ihre Social Media Kanäle veröffentlichte die Amadeu Antonio Stiftung am 23. Mai 2023 folgendes Statement: „Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ muss einmal mehr gezwungenermaßen abgeräumt werden. Und das, obwohl es erst seit einem Monat steht. Offenbar weil es schlicht keinen Willen in der Stadtverwaltung und bei der Oberbürgermeisterin Reker für das Mahnmal, das an den Genozid an den Armenier*innen erinnert, gibt. Die Hohenzollernbrücke soll um einen elf Meter breiten Fuß- und Radweg erweitert werden. Da störe das Mahnmal. Und das, obwohl die Erweiterung des Fuß- und Radweg noch in der anfänglichen Prüfungsphase steht und noch nicht mal ein Bauantrag vorliegt. Soll das Mahnmal deswegen nicht weiter stehen bleiben dürfen? Noch am 27.04 hat dieselbe Verwaltung der zuständigen BV Innenstadt versichert, „Möglichkeiten einer rechtssicheren Form für eine weitere Ausstellung des Mahnmals zu erarbeiten“. Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden soll. Kommt morgen, am 24. Mai, um 18 Uhr zur Protestveranstaltung am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke!“

Statement lesen (Amadeu Antonio Stiftung)
24. Mai 2023|

haGalil: Das armenische Mahnmal soll wieder abtransportiert werden

Das armenische Mahnmal soll wieder abtransportiert werden

Es war eine lange, würdelose Geschichte. Und doch waren sich am Ende nahezu alle zuständigen politischen Gremien und Fachleute in Köln darin einig, dass das armenische Mahnmal Dieser Schmerz betrifft uns alle endlich einen dauerhaften Platz im Zentrum Kölns erhalten sollte. Auch die zuständige Bezirksvertretung Innenstadt stimmte dem vor wenigen Wochen zu. Alle jahrelangen Pressionen und Drohungen türkischer Geschichtsleugner gegen das Mahnmal schienen vergeblich. Köln zeigte endlich Courage. Doch nun teilt die Stadtverwaltung mit mehr als fragwürdigen Begründungen mit, dass sie das armenische Mahnmal am 24.5. entfernen lassen möchte.

Es kann kein Zweifel mehr daran bestehen, dass sich die Kölner Verwaltungsspitze dem Ersuchen türkischer Geschichtsleugner sowohl aus der Türkei als auch aus Köln selbst gebeugt hat. Ein armenisches Mahnmal ist machtpolitisch bedeutungslos. Dass die vorgeblich liberale und weltoffene Millionenstadt einknickt ist mehr als beschämend für Köln wie auch für Kölns OB Reker. Dass diese nun sogar eindeutige Beschlüsse der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt unter Bezirksbürgermeister Andreas Hupke sowie zahlreicher geschichtspolitischer Kölner Institutionen – vom Verein EL DE Haus bis zum Zusammenschluss aller Kölner Kirchen – brüsk übergeht, könnte als schockierend beschrieben werden. Es ist Ausdruck eines vollständigen städtischen Versagens.

Artikel lesen (haGalil)

Das armenische Mahnmal soll wieder abtransportiert werden

Es war eine lange, würdelose Geschichte. Und doch waren sich am Ende nahezu alle zuständigen politischen Gremien und Fachleute in Köln darin einig, dass das armenische Mahnmal Dieser Schmerz betrifft uns alle endlich einen dauerhaften Platz im Zentrum Kölns erhalten sollte. Auch die zuständige Bezirksvertretung Innenstadt stimmte dem vor wenigen Wochen zu. Alle jahrelangen Pressionen und Drohungen türkischer Geschichtsleugner gegen das Mahnmal schienen vergeblich. Köln zeigte endlich Courage. Doch nun teilt die Stadtverwaltung mit mehr als fragwürdigen Begründungen mit, dass sie das armenische Mahnmal am 24.5. entfernen lassen möchte.

Es kann kein Zweifel mehr daran bestehen, dass sich die Kölner Verwaltungsspitze dem Ersuchen türkischer Geschichtsleugner sowohl aus der Türkei als auch aus Köln selbst gebeugt hat. Ein armenisches Mahnmal ist machtpolitisch bedeutungslos. Dass die vorgeblich liberale und weltoffene Millionenstadt einknickt ist mehr als beschämend für Köln wie auch für Kölns OB Reker. Dass diese nun sogar eindeutige Beschlüsse der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt unter Bezirksbürgermeister Andreas Hupke sowie zahlreicher geschichtspolitischer Kölner Institutionen – vom Verein EL DE Haus bis zum Zusammenschluss aller Kölner Kirchen – brüsk übergeht, könnte als schockierend beschrieben werden. Es ist Ausdruck eines vollständigen städtischen Versagens.

Artikel lesen (haGalil)
23. Mai 2023|

Initiative verklagt Stadtverwaltung

Initiative verklagt Stadtverwaltung

Die Initiative „Völkermord Erinnern“ hat Klage beim Verwaltungsgericht Köln gegen das Ordnungsamt Köln eingereicht.

Verlangt wird zum einen, auf die aktuelle behördliche Aufforderung zu verzichten, das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ solle am 24. Mai bis 22 Uhr vom Kurt-Rossa-Platz (Hohenzollernbrücke) entfernt werden. Zum anderen klagt die Initiative auf Verlängerung der Sondernutzungserlaubnis, das Mahnmals auf die bereits Anfang April beantragten drei Jahre, aber mindestens bis zum 24. April 2024 aufzustellen. So hatte es bereits die zuständige Bezirksvertretung Innenstadt am 27. April beschlossen.

Das Ordnungsamt war in seiner derzeit noch gültigen Sondernutzungserlaubnis mit keinem Wort auf den Antrag der Initiative eingegangen, das Mahnmal drei Jahre rechtssicher stehen zu lassen. Das sei „ermessensfehlerhaft“, wie es in der Klage heißt. Das Ordnungsamt hätte begründen müssen, warum es meint, das öffentliche Gedenken an den Genozid an den Armeniern müsse auf einen Monat begrenzt werden. Nach unserer Auffassung ist eine derartige Begrenzung absurd und weder erinnerungspolitisch begründbar noch rechtlich notwendig.

Für die Nachfahren der Opfer des Genozids ist das Beharren des Ordnungsamtes auf dem Abbau des Mahnmals ein Schlag ins Gesicht.

Rechtlich darf das Ordnungsamt eine Sondernutzungserlaubnis bis zu drei Jahren erteilen. Die nunmehr lediglich einmonatige Aufstellung der Stehle wird begründet mit einem geplanten Fahrradweg über die Hohenzollernbrücke. Dies erlaube keinen längeren Zeitraum.

Dieselbe Verwaltung hat allerdings noch vor wenigen Wochen auf der rechten Seite der Hohenzollernbrücke eine Sitz-Installation in der Flucht des geplanten Radweges fest im Boden verankert. Und das Mahnmal auf der linken Seite ist im Wege? Zumal es sogar kleiner ist als die Sitz-Installation der Stadt!?

Es fehlt anscheinend noch immer am politischen Willen der Stadtspitze, das von der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt gewollte Mahnmal nun endlich stehen zu lassen und diesen Ort der Trauer, des Gedenkens und der Erinnerung zu respektieren.

Wir rufen für den 24. Mai, um 18 Uhr, zu einer Protestkundgebung am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke auf.

Initiative verklagt Stadtverwaltung

Die Initiative „Völkermord Erinnern“ hat Klage beim Verwaltungsgericht Köln gegen das Ordnungsamt Köln eingereicht.

Verlangt wird zum einen, auf die aktuelle behördliche Aufforderung zu verzichten, das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ solle am 24. Mai bis 22 Uhr vom Kurt-Rossa-Platz (Hohenzollernbrücke) entfernt werden. Zum anderen klagt die Initiative auf Verlängerung der Sondernutzungserlaubnis, das Mahnmals auf die bereits Anfang April beantragten drei Jahre, aber mindestens bis zum 24. April 2024 aufzustellen. So hatte es bereits die zuständige Bezirksvertretung Innenstadt am 27. April beschlossen.

Das Ordnungsamt war in seiner derzeit noch gültigen Sondernutzungserlaubnis mit keinem Wort auf den Antrag der Initiative eingegangen, das Mahnmal drei Jahre rechtssicher stehen zu lassen. Das sei „ermessensfehlerhaft“, wie es in der Klage heißt. Das Ordnungsamt hätte begründen müssen, warum es meint, das öffentliche Gedenken an den Genozid an den Armeniern müsse auf einen Monat begrenzt werden. Nach unserer Auffassung ist eine derartige Begrenzung absurd und weder erinnerungspolitisch begründbar noch rechtlich notwendig.

Für die Nachfahren der Opfer des Genozids ist das Beharren des Ordnungsamtes auf dem Abbau des Mahnmals ein Schlag ins Gesicht.

Rechtlich darf das Ordnungsamt eine Sondernutzungserlaubnis bis zu drei Jahren erteilen. Die nunmehr lediglich einmonatige Aufstellung der Stehle wird begründet mit einem geplanten Fahrradweg über die Hohenzollernbrücke. Dies erlaube keinen längeren Zeitraum.

Dieselbe Verwaltung hat allerdings noch vor wenigen Wochen auf der rechten Seite der Hohenzollernbrücke eine Sitz-Installation in der Flucht des geplanten Radweges fest im Boden verankert. Und das Mahnmal auf der linken Seite ist im Wege? Zumal es sogar kleiner ist als die Sitz-Installation der Stadt!?

Es fehlt anscheinend noch immer am politischen Willen der Stadtspitze, das von der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt gewollte Mahnmal nun endlich stehen zu lassen und diesen Ort der Trauer, des Gedenkens und der Erinnerung zu respektieren.

Wir rufen für den 24. Mai, um 18 Uhr, zu einer Protestkundgebung am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke auf.

23. Mai 2023|

Einladung zur Protestkundgebung: Kölner Verwaltung will Abbau am 24. Mai!

Einladung zur Protestkundgebung: Kölner Verwaltung will Abbau am 24. Mai!

Die Stadt Köln will das Mahnmal weg haben. Seit dem 24. April 2023 steht das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ zum Genozid am armenischen Volk mit offizieller Erlaubnis an der Hohenzollernbrücke. Die Stadtverwaltung Köln hat eine Sondernutzungserlaubnis bis zum 24. Mai 2023 erteilt. Die Sondernutzung will sie jedoch nicht verlängern! Damit missachtet die Verwaltung den politischen Willen der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt, das Mahnmal bis zum 24. April nächsten Jahres stehen zu lassen. Dieser Forderung hat sich auch die Kreismitgliederversammlung der Kölner Grünen am 15. Mai einstimmig angeschlossen.

Frau Baum, Leiterin des Amtes für Integration und Vielfalt, teilte am 19. Mai mündlich mit, die Verwaltung bestehe auf der Entfernung des Mahnmals am 24. Mai und lehne den Antrag auf Verlängerung der Sondernutzungserlaubnis ab.

Die einzige, mündlich vorgetragene Begründung: Die Hohenzollernbrücke solle um einen elf Meter breiten Fuß- und Radweg erweitert werden. Da störe das Mahnmal. Mit Frau Oberbürgermeisterin Reker sei die Entscheidung abgestimmt worden.

Obwohl die Erweiterung des Fuß- und Radwegs noch in der anfänglichen Prüfungsphase steht und noch nicht mal ein Bauantrag vorliegt, soll das Mahnmal deswegen nicht weiter stehen bleiben dürfen! Noch am 27. April hat dieselbe Verwaltung der zuständigen BV Innenstadt versichert, „Möglichkeiten einer rechtssicheren Form für eine weitere Ausstellung des Mahnmals zu erarbeiten“.

Die Verwaltung konterkariert mit dieser Entscheidung nicht nur ihre eigenen Aussagen, sondern setzt sich über die demokratischen Beschlüsse der zuständigen BV Innenstadt hinweg.

Das ist bislang der Gipfel an absurden Begründungen einer unverständlichen und groteskem Blockadehaltung der Verwaltung.

Ein Fahrradweg über den Rhein in Planung muss nun also herhalten, um das Mahnmal aus dem Stadtbild zu entfernen. Es scheint, als hätte diese Verwaltung nichts von dem verstanden, was seit Jahren über die Verantwortung für Menschheitsverbrechen diskutiert wird, die in deutschem Namen begangen wurden. Die Haltung missachtet das Leid der armenischen Opfer des Genozids und ihrer Nachfahren.

Wir werden uns einer derartigen Anmaßung nicht beugen, sondern das Mahnmal, das seit dem 24. April 2023 friedlich an seinem Platz steht und bei vielen Menschen auf großes Interesse stößt und angenommen wird, als Ort des Gedenkens, der Mahnung und des Lernens erhalten.

Wir rufen auf zur Protestveranstaltung am 24. Mai um 18 Uhr am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke! Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden soll.

DAS MAHNMAL BLEIBT!
#DasMahnmalBleibt

Einladung zur Protestkundgebung: Kölner Verwaltung will Abbau am 24. Mai!

Die Stadt Köln will das Mahnmal weg haben. Seit dem 24. April 2023 steht das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ zum Genozid am armenischen Volk mit offizieller Erlaubnis an der Hohenzollernbrücke. Die Stadtverwaltung Köln hat eine Sondernutzungserlaubnis bis zum 24. Mai 2023 erteilt. Die Sondernutzung will sie jedoch nicht verlängern! Damit missachtet die Verwaltung den politischen Willen der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt, das Mahnmal bis zum 24. April nächsten Jahres stehen zu lassen. Dieser Forderung hat sich auch die Kreismitgliederversammlung der Kölner Grünen am 15. Mai einstimmig angeschlossen.

Frau Baum, Leiterin des Amtes für Integration und Vielfalt, teilte am 19. Mai mündlich mit, die Verwaltung bestehe auf der Entfernung des Mahnmals am 24. Mai und lehne den Antrag auf Verlängerung der Sondernutzungserlaubnis ab.

Die einzige, mündlich vorgetragene Begründung: Die Hohenzollernbrücke solle um einen elf Meter breiten Fuß- und Radweg erweitert werden. Da störe das Mahnmal. Mit Frau Oberbürgermeisterin Reker sei die Entscheidung abgestimmt worden.

Obwohl die Erweiterung des Fuß- und Radwegs noch in der anfänglichen Prüfungsphase steht und noch nicht mal ein Bauantrag vorliegt, soll das Mahnmal deswegen nicht weiter stehen bleiben dürfen! Noch am 27. April hat dieselbe Verwaltung der zuständigen BV Innenstadt versichert, „Möglichkeiten einer rechtssicheren Form für eine weitere Ausstellung des Mahnmals zu erarbeiten“.

Die Verwaltung konterkariert mit dieser Entscheidung nicht nur ihre eigenen Aussagen, sondern setzt sich über die demokratischen Beschlüsse der zuständigen BV Innenstadt hinweg.

Das ist bislang der Gipfel an absurden Begründungen einer unverständlichen und groteskem Blockadehaltung der Verwaltung.

Ein Fahrradweg über den Rhein in Planung muss nun also herhalten, um das Mahnmal aus dem Stadtbild zu entfernen. Es scheint, als hätte diese Verwaltung nichts von dem verstanden, was seit Jahren über die Verantwortung für Menschheitsverbrechen diskutiert wird, die in deutschem Namen begangen wurden. Die Haltung missachtet das Leid der armenischen Opfer des Genozids und ihrer Nachfahren.

Wir werden uns einer derartigen Anmaßung nicht beugen, sondern das Mahnmal, das seit dem 24. April 2023 friedlich an seinem Platz steht und bei vielen Menschen auf großes Interesse stößt und angenommen wird, als Ort des Gedenkens, der Mahnung und des Lernens erhalten.

Wir rufen auf zur Protestveranstaltung am 24. Mai um 18 Uhr am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke! Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden soll.

DAS MAHNMAL BLEIBT!
#DasMahnmalBleibt

20. Mai 2023|

Kreismitgliederversammlung (KMV) der Kölner GRÜNEN: Solidarität und Unterstützung für das Mahnmal im Gedenken an den Genozid an den Armeniern

Solidarität und Unterstützung für das Mahnmal im Gedenken an den Genozid an den Armeniern

Die Kreismitgliederversammlung (KMV) der Kölner GRÜNEN unterstützt ein dauerhaftes Mahnmal an einem prominenten Ort in der Stadt zur Erinnerung an den Genozid an den Armenier*innen in Köln, mit dem einem der ersten systematischen Genozide des 20 Jahrhunderts gedacht und zur Ächtung von Nationalismus und Rassismus aufgerufen wird. Wir bekennen uns damit zu unserer historischen Verantwortung, die Erinnerung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit über die Generationen hinweg wachzuhalten und Hass und Gewalt ein entschiedenes Nein entgegenzusetzen, gerade auch angesichts der dem Völkermord Vorschub leistenden Rolle des Deutschen Kaiserreiches. Wir betonen darüber hinaus unseren Einsatz für eine kritische Auseinandersetzung mit der Hohenzollernbrücke und dem Reiterstandbild für Wilhelm II..

Wir unterstützen das Anliegen der großen armenischen Gemeinde in Köln und darüber hinaus sowie der zahlreichen Akteur*innen und Organisationen aus der Kölner Zivilgesellschaft, temporär das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ in unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild Wilhelms II. aufzustellen, um bereits während des laufenden Diskussions- und Entscheidungsprozesses ein deutliches Zeichen zu setzen.

Vor diesem Hintergrund

  • begrüßt die KMV die Beschlüsse der Bezirksvertretung Innenstadt/Deutz (BV 1) vom 29.03. und 27.04.2023 mit dem die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Anliegens der Initiative „Völkermord Erinnern“ anerkannt und beschlossen wurde, dass für die Aufstellung des Mahnmals eine rechtssichere Form, z.B. über eine Sondernutzung, zu erarbeiten sei;
  • appelliert die KMV an die Verwaltung, den angestoßenen und durch die o.g. Beschlüsse flankierten Dialogprozess mit der Initiative „Völkermord Erinnern“ zügig fortzusetzen und zeitnah zu einer einvernehmlichen und dauerhaften Lösung zu bringen;
  • ruft die KMV alle Beteiligten dazu auf, der erforderlichen Sensibilität, die das Thema benötigt, in hohem Maße Rechnung zu tragen.
Antrag lesen (KMV Kölner GRÜNEN)

Solidarität und Unterstützung für das Mahnmal im Gedenken an den Genozid an den Armeniern

Die Kreismitgliederversammlung (KMV) der Kölner GRÜNEN unterstützt ein dauerhaftes Mahnmal an einem prominenten Ort in der Stadt zur Erinnerung an den Genozid an den Armenier*innen in Köln, mit dem einem der ersten systematischen Genozide des 20 Jahrhunderts gedacht und zur Ächtung von Nationalismus und Rassismus aufgerufen wird. Wir bekennen uns damit zu unserer historischen Verantwortung, die Erinnerung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit über die Generationen hinweg wachzuhalten und Hass und Gewalt ein entschiedenes Nein entgegenzusetzen, gerade auch angesichts der dem Völkermord Vorschub leistenden Rolle des Deutschen Kaiserreiches. Wir betonen darüber hinaus unseren Einsatz für eine kritische Auseinandersetzung mit der Hohenzollernbrücke und dem Reiterstandbild für Wilhelm II..

Wir unterstützen das Anliegen der großen armenischen Gemeinde in Köln und darüber hinaus sowie der zahlreichen Akteur*innen und Organisationen aus der Kölner Zivilgesellschaft, temporär das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ in unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild Wilhelms II. aufzustellen, um bereits während des laufenden Diskussions- und Entscheidungsprozesses ein deutliches Zeichen zu setzen.

Vor diesem Hintergrund

  • begrüßt die KMV die Beschlüsse der Bezirksvertretung Innenstadt/Deutz (BV 1) vom 29.03. und 27.04.2023 mit dem die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Anliegens der Initiative „Völkermord Erinnern“ anerkannt und beschlossen wurde, dass für die Aufstellung des Mahnmals eine rechtssichere Form, z.B. über eine Sondernutzung, zu erarbeiten sei;
  • appelliert die KMV an die Verwaltung, den angestoßenen und durch die o.g. Beschlüsse flankierten Dialogprozess mit der Initiative „Völkermord Erinnern“ zügig fortzusetzen und zeitnah zu einer einvernehmlichen und dauerhaften Lösung zu bringen;
  • ruft die KMV alle Beteiligten dazu auf, der erforderlichen Sensibilität, die das Thema benötigt, in hohem Maße Rechnung zu tragen.
Antrag lesen (KMV Kölner GRÜNEN)
16. Mai 2023|

taz: Jürgen Gottschlich über das Mahnmal für den Völkermord an Armeniern

Späte Einsicht

Das Mahnmal in Köln geht auf die langjährige Initiative mehrerer zivilgesellschaftlicher Gruppen zurück, die nun erstmals die Unterstützung der zuständigen Kölner Bezirksvertretung Innenstadt genießen. Während in den vergangenen Jahren das Mahnmal, das die Initiativen regelmäßig am 24. April, dem Jahrestag des Völkermordes, aufgestellt hatten, von der Verwaltung ebenso regelmäßig wieder abgerissen worden war, wird es in diesem Jahr stehen bleiben. Nach dem Willen der Bezirksvertretung, die einstimmig dafür votiert hatte, soll nun eine rechts­sichere dauerhafte Lösung gesucht werden. Warum dieses Mahnmal, und warum ist es so wichtig? Kaiser Wilhelm II. hatte zur Unterstützung der osmanischen Armee zahlreiche deutsche Offiziere in den Orient entsandt, von denen die allermeisten den Völkermord nicht nur billigten – weil die Armenier angeblich mit dem russischen Kriegsgegner kollaborierten –, sondern sich teilweise auch aktiv selbst daran beteiligten.

Artikel lesen (taz)

Späte Einsicht

Das Mahnmal in Köln geht auf die langjährige Initiative mehrerer zivilgesellschaftlicher Gruppen zurück, die nun erstmals die Unterstützung der zuständigen Kölner Bezirksvertretung Innenstadt genießen. Während in den vergangenen Jahren das Mahnmal, das die Initiativen regelmäßig am 24. April, dem Jahrestag des Völkermordes, aufgestellt hatten, von der Verwaltung ebenso regelmäßig wieder abgerissen worden war, wird es in diesem Jahr stehen bleiben. Nach dem Willen der Bezirksvertretung, die einstimmig dafür votiert hatte, soll nun eine rechts­sichere dauerhafte Lösung gesucht werden. Warum dieses Mahnmal, und warum ist es so wichtig? Kaiser Wilhelm II. hatte zur Unterstützung der osmanischen Armee zahlreiche deutsche Offiziere in den Orient entsandt, von denen die allermeisten den Völkermord nicht nur billigten – weil die Armenier angeblich mit dem russischen Kriegsgegner kollaborierten –, sondern sich teilweise auch aktiv selbst daran beteiligten.

Artikel lesen (taz)
25. April 2023|

Dr. Rainer Will: Rede am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ am 24. April 2023

Rede am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ am 24. April 2023 auf dem Brückenkopf der Hohenzollernbrücke in Sichtweite des Reiterstandbilds von Kaiser Wilhelm II.

gehalten von Dr. Rainer Will, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, am 24. April 2023

Es sind 40 Jahre her, dass ich zum ersten Mal von Armenien hörte. Ich hatte damals das große Glück, ein Jahr lang in Jerusalem studieren zu können im Rahmen eines ökumenischen Studienjahres, das der Benediktiner-Abtei auf dem Zion angeschlossen war.

Der Abt der Abtei war ein großer Freund der orthodoxen und altorientalischen Kirchen und ihrer Liturgien. Er lud uns Studenten und Studentinnen dazu ein, ihn zur armenischen Vesper in die armenische Jakobus-Kathedrale im armenischen Viertel, dem Sitz des armenischen Patriarchen von Jerusalem, zu begleiten.

Hier hörte und erlebte ich zum ersten Mal die großartigen Gesänge und Riten der armenischen Liturgie und erfuhr dann bei weiteren Besuchen im armenischen Viertel von der uralten Geschichte des armenischen Volkes, seiner Sprache, seiner Kultur, seiner Musik und Literatur und seiner Kirche.

In Armenien wurde bereits im Jahr 301 n. Chr. das Christentum als Staatsreligion ausgerufen, also 80 Jahre bevor dies im Römischen Reich offiziell geschah.

Im Armenischen Viertel sah ich dann auch zum ersten Mal Bilder von den Deportationen hunderttausender Armenier, die über die Höhen des Taurus und Amanos in die mesopotanische Wüste getrieben wurden, um dort zu sterben, wenn sie nicht schon vorher vom Hungertod dahingerafft worden sind.

Jerusalem wurde für jene Armenier/innen, die noch fliehen konnten, zum Zufluchtsort. Im armenischen Viertel, das aus allen Nähten platzte, wurden tausende von Geflüchteten untergebracht und ernährt. Ihnen wurde geholfen bei der Suche nach einem Ort, wo sie zunächst einmal nur überleben konnten.

Hier in Jerusalem, jene Stadt, die dann nur drei Jahrzehnte später Zufluchtsort insbesondere für Juden und Jüdinnen aus Deutschland wurde, jene Stadt, in der sich die bedeutendste Gedenkstätte befindet, die an die deutsche, nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert, wurde ich zum ersten Mal gewahr, dass Deutschland bzw. das Deutsche Reich auch am Genozid an den Armeniern beteiligt gewesen ist.

Die Massaker an den Armeniern bzw. die systematische Vernichtungspolitik der jung-türkischen Nationalisten fand unter Wissen und Schutz des Bündnisses mit dem Deutschen Reich im Ersten Weltkrieg statt. Die letzte Verantwortung für diese Mittäterschaft trug jene Person, auf deren Reiterstandbild wir hier unmittelbar schauen: Kaiser Wilhelm II.

Der deutsche Diplomat und Botschafter Hans Freiherr von Wangenheim unterrichtete Berlin über die sich 1915 ereignenden Gräueltaten telegrafisch wie folgt: „Dieser Umstand und die Art, wie die Umsiedlung durchgeführt wird, zeigen, dass die (jung-türkische; R.W.) Regierung tatsächlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im türkischen Reich zu vernichten.“ Appelle an den Reichskanzler Theobald von Bethmann-Hollweg fanden aus „realpolitischen“ Gründen kein Gehör; im Gegenteil. Der Reichskanzler wies die Diplomaten mit folgender Richtlinie in die Schranken: „Unser einziges Ziel ist es, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig, ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht.“ Das Osmanische Reich kämpfte ja an der Seite des deutschen Kaisers Wilhelm II. gegen England, Frankreich und Russland.

Wenn wir in Richtung Museum Ludwig rüber schauen, erblicken wir die Säule aus Granit und Eisen des Maalot Denkmals des israelischen Künstlers Dani Karavan. Vom Dom her kommend führt eine lange in den Boden eingelassene Eisenschiene, die an eine Bahnschiene erinnert, genau auf die Säule zu, in deren Mitte ein Schlitz den Blick weiterführt auf die Hohenzollernbrücke und noch weiter in Richtung des Deutzer Bahnhofes. Auch wenn das Maalot-Denkmal kein Holocaust-Mahnmal ist, weckt es Assoziationen, die daran erinnern, dass vom Bahnhof Deutz aus die Kölner Deportationen in die Konzentrationslager ihren Ausgang nahmen.

Im Gedenken an all die vergessenen „Opfer der Geschichte“ und wegen der unmittelbaren Nähe zum Reiterstandbild Kaiser Wilhelms II. gibt es in Köln keinen evidenteren Ort als diesen hier, um auch an den Völkermord an den Armeniern zu erinnern. Köln ist die deutsche Stadt, in der die meisten Armenier leben; hier befindet sich auch der Bischofssitz der Armenisch-Apostolischen Kirche.

Aus diesem Grund kann ich Ihnen auch als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, in der neben den beiden Großkirchen über ein Duzend weitere Kirchen zusammenarbeiten, mitteilen, dass bei der im Juni 2022 stattgefunden Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft einstimmig beschlossen wurde, den Aufruf der Initiative „Völkermord erinnern“ zu unterstützen.

Wir fordern somit die Fraktionen des Kölner Rates und die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln dazu auf, dem Genozid-Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ hier an dieser Stelle, an der Hohenzollernbrücke, einen permanenten Platz zu verschaffen, solange keine befriedigende Gesamtlösung des Umgangs mit dem kolonialen Erbe, an den dieses Reiterstandbild erinnert gefunden wurde.

Wie wir heute Morgen im Kölner Stadtanzeiger lesen konnten, gibt es von Seiten türkischer Institutionen Widerstände gegen dieses Vorhaben. Deshalb möchte ich Ihnen von folgender

Begebenheit berichten. Ich war dabei als am 19.10.2014 ein armenischer Kreuzstein zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern in Neuwied am Rhein auf einem öffentlichen Platz der Stadt im Beisein des Neuwieder Oberbürgermeisters und anderer Vertreter/innen der Stadt vom damaligen armenischen Bischof Karekin Bekdjian eingeweiht wurde.

Der Druck der dann von Seiten eines türkischen Verbandes aufgebaut wurde mit dem Ziel, den Kreuzstein von dieser Stelle zu verbannen, führte dazu, dass der Neuwieder Oberbürgermeister (Nikolaus Roth) die armenische Gemeinde in Neuwied dazu drängte, diese möge doch von sich aus einen anderen Platz für den Kreuzstein suchen, d.h. woanders aufzustellen.

Wie es scheint, hat erst das solidarische Eintreten der anderen Kirchen in Neuwied, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zusammenarbeiten, dazu geführt, dass der Oberbürgermeister dem Drängen der türkischen Institutionen dann doch nicht nachgegeben hat.

Aber zurück hierher nach Köln und der Forderung, dass hier an dieser Stelle das Genozid-Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ aufgestellt werden sollte. Dabei geht es sowohl um die Erinnerung an den Genozid an den Armenien und zugleich um einen blinden Fleck unserer deutschen Geschichte. Es geht um die Notwendigkeit, sich der eigenen Verantwortung zu stellen mit dem Ziel, sensibilisiert durch das Geschehene, nun mit wachen Augen all jenen Entwicklungen entgegenzutreten, wo politische Akteure bereit sind, die Geschichte zu verschleiern und die Wahrheit mit Gewalt zu unterdrücken.

Ich möchte abschließend daran erinnern, was Cem Özdemir an dieser Stelle vor fast einem Jahr hier bei einem Gedenken gesagt hat. Er kritisierte die Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts, die dazu führte, dass das hier vorläufig hingestellte Genozid -Mahnmal von der Stadt abtransportiert wurde. Cem Özdemir wortwörtlich: „Das Zurückweichen der liberalen Demokratien, aus Angst vor den großen & kleinen Diktatoren & und ihren hiesigen VertreterInnen, muss endlich ein Ende haben.“

Wenn wir wirklich bereit sind, aus der Geschichte zu lernen und Verantwortung zu übernehmen, dann dürfen wir den Herausforderungen eines Genozid-Mahnmals, dessen Schmerz uns alle betrifft, an diesem Ort nicht ausweichen.

Rede zur Wiedererrichtung des Denkmals „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ zum Gedenken an den Genozid am armenischen Volk

gehalten von Dr. Rainer Will, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, am 24. April 2023

Es sind 40 Jahre her, dass ich zum ersten Mal von Armenien hörte. Ich hatte damals das große Glück, ein Jahr lang in Jerusalem studieren zu können im Rahmen eines ökumenischen Studienjahres, das der Benediktiner-Abtei auf dem Zion angeschlossen war.

Der Abt der Abtei war ein großer Freund der orthodoxen und altorientalischen Kirchen und ihrer Liturgien. Er lud uns Studenten und Studentinnen dazu ein, ihn zur armenischen Vesper in die armenische Jakobus-Kathedrale im armenischen Viertel, dem Sitz des armenischen Patriarchen von Jerusalem, zu begleiten.

Hier hörte und erlebte ich zum ersten Mal die großartigen Gesänge und Riten der armenischen Liturgie und erfuhr dann bei weiteren Besuchen im armenischen Viertel von der uralten Geschichte des armenischen Volkes, seiner Sprache, seiner Kultur, seiner Musik und Literatur und seiner Kirche.

In Armenien wurde bereits im Jahr 301 n. Chr. das Christentum als Staatsreligion ausgerufen, also 80 Jahre bevor dies im Römischen Reich offiziell geschah.

Im Armenischen Viertel sah ich dann auch zum ersten Mal Bilder von den Deportationen hunderttausender Armenier, die über die Höhen des Taurus und Amanos in die mesopotanische Wüste getrieben wurden, um dort zu sterben, wenn sie nicht schon vorher vom Hungertod dahingerafft worden sind.

Jerusalem wurde für jene Armenier/innen, die noch fliehen konnten, zum Zufluchtsort. Im armenischen Viertel, das aus allen Nähten platzte, wurden tausende von Geflüchteten untergebracht und ernährt. Ihnen wurde geholfen bei der Suche nach einem Ort, wo sie zunächst einmal nur überleben konnten.

Hier in Jerusalem, jene Stadt, die dann nur drei Jahrzehnte später Zufluchtsort insbesondere für Juden und Jüdinnen aus Deutschland wurde, jene Stadt, in der sich die bedeutendste Gedenkstätte befindet, die an die deutsche, nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert, wurde ich zum ersten Mal gewahr, dass Deutschland bzw. das Deutsche Reich auch am Genozid an den Armeniern beteiligt gewesen ist.

Die Massaker an den Armeniern bzw. die systematische Vernichtungspolitik der jung-türkischen Nationalisten fand unter Wissen und Schutz des Bündnisses mit dem Deutschen Reich im Ersten Weltkrieg statt. Die letzte Verantwortung für diese Mittäterschaft trug jene Person, auf deren Reiterstandbild wir hier unmittelbar schauen: Kaiser Wilhelm II.

Der deutsche Diplomat und Botschafter Hans Freiherr von Wangenheim unterrichtete Berlin über die sich 1915 ereignenden Gräueltaten telegrafisch wie folgt: „Dieser Umstand und die Art, wie die Umsiedlung durchgeführt wird, zeigen, dass die (jung-türkische; R.W.) Regierung tatsächlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im türkischen Reich zu vernichten.“ Appelle an den Reichskanzler Theobald von Bethmann-Hollweg fanden aus „realpolitischen“ Gründen kein Gehör; im Gegenteil. Der Reichskanzler wies die Diplomaten mit folgender Richtlinie in die Schranken: „Unser einziges Ziel ist es, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig, ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht.“ Das Osmanische Reich kämpfte ja an der Seite des deutschen Kaisers Wilhelm II. gegen England, Frankreich und Russland.

Wenn wir in Richtung Museum Ludwig rüber schauen, erblicken wir die Säule aus Granit und Eisen des Maalot Denkmals des israelischen Künstlers Dani Karavan. Vom Dom her kommend führt eine lange in den Boden eingelassene Eisenschiene, die an eine Bahnschiene erinnert, genau auf die Säule zu, in deren Mitte ein Schlitz den Blick weiterführt auf die Hohenzollernbrücke und noch weiter in Richtung des Deutzer Bahnhofes. Auch wenn das Maalot-Denkmal kein Holocaust-Mahnmal ist, weckt es Assoziationen, die daran erinnern, dass vom Bahnhof Deutz aus die Kölner Deportationen in die Konzentrationslager ihren Ausgang nahmen.

Im Gedenken an all die vergessenen „Opfer der Geschichte“ und wegen der unmittelbaren Nähe zum Reiterstandbild Kaiser Wilhelms II. gibt es in Köln keinen evidenteren Ort als diesen hier, um auch an den Völkermord an den Armeniern zu erinnern. Köln ist die deutsche Stadt, in der die meisten Armenier leben; hier befindet sich auch der Bischofssitz der Armenisch-Apostolischen Kirche.

Aus diesem Grund kann ich Ihnen auch als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, in der neben den beiden Großkirchen über ein Duzend weitere Kirchen zusammenarbeiten, mitteilen, dass bei der im Juni 2022 stattgefunden Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft einstimmig beschlossen wurde, den Aufruf der Initiative „Völkermord erinnern“ zu unterstützen.

Wir fordern somit die Fraktionen des Kölner Rates und die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln dazu auf, dem Genozid-Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ hier an dieser Stelle, an der Hohenzollernbrücke, einen permanenten Platz zu verschaffen, solange keine befriedigende Gesamtlösung des Umgangs mit dem kolonialen Erbe, an den dieses Reiterstandbild erinnert gefunden wurde.

Wie wir heute Morgen im Kölner Stadtanzeiger lesen konnten, gibt es von Seiten türkischer Institutionen Widerstände gegen dieses Vorhaben. Deshalb möchte ich Ihnen von folgender

Begebenheit berichten. Ich war dabei als am 19.10.2014 ein armenischer Kreuzstein zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern in Neuwied am Rhein auf einem öffentlichen Platz der Stadt im Beisein des Neuwieder Oberbürgermeisters und anderer Vertreter/innen der Stadt vom damaligen armenischen Bischof Karekin Bekdjian eingeweiht wurde.

Der Druck der dann von Seiten eines türkischen Verbandes aufgebaut wurde mit dem Ziel, den Kreuzstein von dieser Stelle zu verbannen, führte dazu, dass der Neuwieder Oberbürgermeister (Nikolaus Roth) die armenische Gemeinde in Neuwied dazu drängte, diese möge doch von sich aus einen anderen Platz für den Kreuzstein suchen, d.h. woanders aufzustellen.

Wie es scheint, hat erst das solidarische Eintreten der anderen Kirchen in Neuwied, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zusammenarbeiten, dazu geführt, dass der Oberbürgermeister dem Drängen der türkischen Institutionen dann doch nicht nachgegeben hat.

Aber zurück hierher nach Köln und der Forderung, dass hier an dieser Stelle das Genozid-Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ aufgestellt werden sollte. Dabei geht es sowohl um die Erinnerung an den Genozid an den Armenien und zugleich um einen blinden Fleck unserer deutschen Geschichte. Es geht um die Notwendigkeit, sich der eigenen Verantwortung zu stellen mit dem Ziel, sensibilisiert durch das Geschehene, nun mit wachen Augen all jenen Entwicklungen entgegenzutreten, wo politische Akteure bereit sind, die Geschichte zu verschleiern und die Wahrheit mit Gewalt zu unterdrücken.

Ich möchte abschließend daran erinnern, was Cem Özdemir an dieser Stelle vor fast einem Jahr hier bei einem Gedenken gesagt hat. Er kritisierte die Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts, die dazu führte, dass das hier vorläufig hingestellte Genozid -Mahnmal von der Stadt abtransportiert wurde. Cem Özdemir wortwörtlich: „Das Zurückweichen der liberalen Demokratien, aus Angst vor den großen & kleinen Diktatoren & und ihren hiesigen VertreterInnen, muss endlich ein Ende haben.“

Wenn wir wirklich bereit sind, aus der Geschichte zu lernen und Verantwortung zu übernehmen, dann dürfen wir den Herausforderungen eines Genozid-Mahnmals, dessen Schmerz uns alle betrifft, an diesem Ort nicht ausweichen.

24. April 2023|

Einladung zur Gedenkfeier

Das Mahnmal steht!

Herzliche Einladung zur Gedenkfeier zum internationalen Gedenktag für die Opfer des Völkermordes an den Armeniern am 24. April um 18 Uhr am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke. Eine Blumenniederlegung ist gewünscht.

Das Mahnmal steht!

Herzliche Einladung zur Gedenkfeier zum internationalen Gedenktag für die Opfer des Völkermordes an den Armeniern am 24. April um 18 Uhr am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke. Eine Blumenniederlegung ist gewünscht.

12. April 2023|

Kölnische Rundschau: Klares Votum für Mahnmal in Köln

Klares Votum für Mahnmal in Köln

Über ein Mahnmal, das an den Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich mit Unterstützung der Truppen von Kaiser Wilhelm II. erinnern soll, wird in Köln seit 2018 diskutiert.

Artikel lesen (Kölnische Rundschau)

Klares Votum für Mahnmal in Köln

Über ein Mahnmal, das an den Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich mit Unterstützung der Truppen von Kaiser Wilhelm II. erinnern soll, wird in Köln seit 2018 diskutiert.

Artikel lesen (Kölnische Rundschau)
2. April 2023|

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser: Ja zum Mahnmal!

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser: Ja zum Mahnmal!

„Ja zum Mahnmal! Es ist höchste Zeit, dass öffentlich des Völkermords an den Armeniern gedacht wird, der deutscher Türkeipolitik für fast ein Jahrhundert das moralische Genick brach. Ein Deutschland, das demokratisch sein will, darf nicht mehr anders als ungeschminkt zu historischer Wahrheit und Verantwortung stehen.“

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser, Historiker und Titularprofessor für Geschichte der Neuzeit insbesondere der osmanischen und nachosmanischen Welt an der Universität Zürich

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser: Ja zum Mahnmal!

„Ja zum Mahnmal! Es ist höchste Zeit, dass öffentlich des Völkermords an den Armeniern gedacht wird, der deutscher Türkeipolitik für fast ein Jahrhundert das moralische Genick brach. Ein Deutschland, das demokratisch sein will, darf nicht mehr anders als ungeschminkt zu historischer Wahrheit und Verantwortung stehen.“

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser, Historiker und Titularprofessor für Geschichte der Neuzeit insbesondere der osmanischen und nachosmanischen Welt an der Universität Zürich

1. April 2023|

report-K.de: Genozid an Armeniern – BV Innenstadt zum Mahnmal

Genozid an Armeniern – BV Innenstadt zum Mahnmal

Köln | Es ist die Initiative „Völkermord Erinnern“ die den Impuls setzte an zentraler Stelle in der Kölner Innenstadt an den Genozid an den Armeniern mit einem Mahnmal zu erinnern. In ihrer gestrigen Sitzung am 30. März fasste die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt dazu einstimmig einen Beschluss.

Die BV Innenstadt erkennt die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Anliegens der Initiative an. Der Deutsche Bundestag beschloss bereits am 2. Juni 2016 an den Völkermord der Jahre 1915 und 1916 an den Armeniern und die Verantwortung Deutschlands zu erinnern.

Artikel lesen (report-K.de)

Genozid an Armeniern – BV Innenstadt zum Mahnmal

Köln | Es ist die Initiative „Völkermord Erinnern“ die den Impuls setzte an zentraler Stelle in der Kölner Innenstadt an den Genozid an den Armeniern mit einem Mahnmal zu erinnern. In ihrer gestrigen Sitzung am 30. März fasste die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt dazu einstimmig einen Beschluss.

Die BV Innenstadt erkennt die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Anliegens der Initiative an. Der Deutsche Bundestag beschloss bereits am 2. Juni 2016 an den Völkermord der Jahre 1915 und 1916 an den Armeniern und die Verantwortung Deutschlands zu erinnern.

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31. März 2023|

Presseerklärung: Kölner Bezirksparlament fasst wegweisenden Beschluss

Genozid an den Armeniern: Kölner Bezirksparlament fasst wegweisenden Beschluss

Am 30.3. hat die Bezirksvertretung Innenstadt in Köln einen einstimmigen Beschluss gefasst, in dem es heißt: „Die Bezirksvertretung Innenstadt erkennt die Wichtigkeit und Dringlichkeit des von der Initiative „Völkermord Erinnern“ vorgebrachten Anliegens an, in Zukunft an zentraler, prominenter Stelle der Stadt an die am 2. Juni 2016 vom Deutschen Bundestag anerkannten genozidalen Verbrechen an den Armeniern und die Verantwortung Deutschlands zu erinnern.“

In Anwesenheit von über hundert Kölnerinnen und Kölnern forderten Vertreter*innen des Vereins ELDE-Haus, der Armenischen Gemeinde Köln und der Initiative Völkermord Erinnern, sowie Professor Peter Busmann (Ma’alot) nun eine zeitnahe Entscheidung anzustreben, wie in Zukunft der genozidalen und der kolonialen Verbrechen des deutschen Kaiserreiches gedacht werden soll. In der von der Bezirksvertretung vorgeschlagenen Findungskommission aus Verwaltung, Stadtrat und Zivilgesellschaft soll darüber in einem ähnlichen Verfahren entschieden werden, wie es für das Mahnmal in Köln-Mülheim zur Erinnerung an den NSU-Anschlag in der Keupstraße gewählt wurde. Vorerst soll das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ am Aufgang der Hohenzollernbrücke aufgestellt werden. Die Bezirksvertretung hat Verwaltung und Initiative gebeten, für die Aufstellung „eine rechtssichere Form zu finden“.

Damit hat sich zum ersten Mal in Deutschland eine parlamentarische Vertretung dazu entschieden, im öffentlichen Raum des Völkermords an den Armeniern zu gedenken und die deutsche Mitverantwortung zu benennen. Dafür dankten die Unterstütz*innen des Mahnmals der Bezirksvertretung ausdrücklich.

Genozid an den Armeniern: Kölner Bezirksparlament fasst wegweisenden Beschluss

Am 30.3. hat die Bezirksvertretung Innenstadt in Köln einen einstimmigen Beschluss gefasst, in dem es heißt: „Die Bezirksvertretung Innenstadt erkennt die Wichtigkeit und Dringlichkeit des von der Initiative „Völkermord Erinnern“ vorgebrachten Anliegens an, in Zukunft an zentraler, prominenter Stelle der Stadt an die am 2. Juni 2016 vom Deutschen Bundestag anerkannten genozidalen Verbrechen an den Armeniern und die Verantwortung Deutschlands zu erinnern.“

In Anwesenheit von über hundert Kölnerinnen und Kölnern forderten Vertreter*innen des Vereins ELDE-Haus, der Armenischen Gemeinde Köln und der Initiative Völkermord Erinnern, sowie Professor Peter Busmann (Ma’alot) nun eine zeitnahe Entscheidung anzustreben, wie in Zukunft der genozidalen und der kolonialen Verbrechen des deutschen Kaiserreiches gedacht werden soll. In der von der Bezirksvertretung vorgeschlagenen Findungskommission aus Verwaltung, Stadtrat und Zivilgesellschaft soll darüber in einem ähnlichen Verfahren entschieden werden, wie es für das Mahnmal in Köln-Mülheim zur Erinnerung an den NSU-Anschlag in der Keupstraße gewählt wurde. Vorerst soll das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ am Aufgang der Hohenzollernbrücke aufgestellt werden. Die Bezirksvertretung hat Verwaltung und Initiative gebeten, für die Aufstellung „eine rechtssichere Form zu finden“.

Damit hat sich zum ersten Mal in Deutschland eine parlamentarische Vertretung dazu entschieden, im öffentlichen Raum des Völkermords an den Armeniern zu gedenken und die deutsche Mitverantwortung zu benennen. Dafür dankten die Unterstütz*innen des Mahnmals der Bezirksvertretung ausdrücklich.

31. März 2023|

Das Mahnmal bleibt!

Das Mahnmal bleibt!

Am 20. März 2023 wurde im Stadtzentrum von Haifa, Israel, der »Platz des Völkermords an den Armeniern« eingeweiht.

An der Einweihung nahmen die Bürgermeisterin der Stadt Haifa, Einat Kalisch-Rotem, sowie Parlamentarier der Knesset, Mitglieder des Stadtrats und Vertreter der Zivilgesellschaft
von Haifa teil.

Der einstimmige Beschluss des Stadtrats von Haifa zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern wurde Anfang März gefällt. Knapp drei Wochen hat also die Stadt Haifa benötigt, um ihre Entscheidung umzusetzen. In Köln warten wir seit fünf Jahren auf ein ähnlich klares Signal der politisch Verantwortlichen.

In ihrer Rede sagte die Bürgermeisterin Haifas: 

»Die Stadt Haifa hat sich dafür entschieden, den Schmerz der armenischen Gemeindemitglieder zu teilen. Wir sind uns der historischen Bedeutung der Erinnerung an den Völkermord bewusst und geben sie an künftige Generationen weiter. Denn als jüdisches Volk haben wir die moralische Verpflichtung, das Unrecht, das einem anderen Volk angetan wurde, nicht zu ignorieren.« 

Das Mahnmal bleibt!

Am 20. März 2023 wurde im Stadtzentrum von Haifa, Israel, der »Platz des Völkermords an den Armeniern« eingeweiht.

An der Einweihung nahmen die Bürgermeisterin der Stadt Haifa, Einat Kalisch-Rotem, sowie Parlamentarier der Knesset, Mitglieder des Stadtrats und Vertreter der Zivilgesellschaft
von Haifa teil.

Der einstimmige Beschluss des Stadtrats von Haifa zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern wurde Anfang März gefällt. Knapp drei Wochen hat also die Stadt Haifa benötigt, um ihre Entscheidung umzusetzen. In Köln warten wir seit fünf Jahren auf ein ähnlich klares Signal der politisch Verantwortlichen.

In ihrer Rede sagte die Bürgermeisterin Haifas: 

»Die Stadt Haifa hat sich dafür entschieden, den Schmerz der armenischen Gemeindemitglieder zu teilen. Wir sind uns der historischen Bedeutung der Erinnerung an den Völkermord bewusst und geben sie an künftige Generationen weiter. Denn als jüdisches Volk haben wir die moralische Verpflichtung, das Unrecht, das einem anderen Volk angetan wurde, nicht zu ignorieren.« 

29. März 2023|

WDR: Armenische Gemeinde will Mahnmal aufstellen

Armenische Gemeinde will Mahnmal aufstellen

Seit fast 5 Jahren gibt es keine Einigung darüber, ob und wo das Kölner Mahnmal zum Genozid am armenischen Volk aufgestellt werden darf. Die WDR-Sendung „Lokalzeit Köln“ hat einem Beitrag zum Mahnmal erstellt.

Beitrag anschauen (WDR)

Armenische Gemeinde will Mahnmal aufstellen

Seit fast 5 Jahren gibt es keine Einigung darüber, ob und wo das Kölner Mahnmal zum Genozid am armenischen Volk aufgestellt werden darf. Die WDR-Sendung „Lokalzeit Köln“ hat einem Beitrag zum Mahnmal erstellt.

Beitrag anschauen (WDR)
29. März 2023|

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt | 24. März

Wir laden für den 24. März von 18-19 Uhr zum monatlichen öffentlichen Treffen an der »Leerstelle« des Mahnmals vor der Hohenzollernbrücke ein.

Mit Blumen und Kerzen erinnern wir daran, dass hier das Mahnmal »Dieser Schmerz betrifft uns alle« stehen sollte – und hoffentlich bald stehen wird. Wir berichten vom aktuellen Stand der Entscheidungsfindung in den Gremien der Stadt Köln.

(Unsere Aktivitäten sind auf Eure Spenden angewiesen! Konto Recherche International, IBAN DE07 3705 0198 0023 8120 43. Stichwort: Mahnmal)

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt | 24. März

Wir laden für den 24. März von 18-19 Uhr zum monatlichen öffentlichen Treffen an der »Leerstelle« des Mahnmals vor der Hohenzollernbrücke ein.

Mit Blumen und Kerzen erinnern wir daran, dass hier das Mahnmal »Dieser Schmerz betrifft uns alle« stehen sollte – und hoffentlich bald stehen wird. Wir berichten vom aktuellen Stand der Entscheidungsfindung in den Gremien der Stadt Köln.

(Unsere Aktivitäten sind auf Eure Spenden angewiesen! Konto Recherche International, IBAN DE07 3705 0198 0023 8120 43. Stichwort: Mahnmal)

23. März 2023|

Israelische Stadt Haifa errichtet Denkmal für Genozid am armenischen Volk

Israelische Stadt Haifa errichtet Denkmal für Genozid am armenischen Volk

Am Montag, dem 20. März, wurde der „Platz des Genozids am armenischen Volk“ im Stadtzentrum von Haifa in Israel eingeweiht. Stadtrat Nir Schuber setzte sich für das Projekt ein. Die Zeremonie fand trotz großen Drucks seitens der türkischen Botschaft in Tel Aviv statt.

Artikel lesen (The Blunt Post)

Israelische Stadt Haifa errichtet Denkmal für Genozid am armenischen Volk

Am Montag, dem 20. März, wurde der „Platz des Genozids am armenischen Volk“ im Stadtzentrum von Haifa in Israel eingeweiht. Stadtrat Nir Schuber setzte sich für das Projekt ein. Die Zeremonie fand trotz großen Drucks seitens der türkischen Botschaft in Tel Aviv statt.

Artikel lesen (The Blunt Post)
22. März 2023|

Öffentliche Debatte in der Bezirksvertretung Innenstadt am 30.03. ab 18 Uhr

Öffentliche Debatte in der Bezirksvertretung Innenstadt am 30.03. ab 18 Uhr

Die Sondersitzung der BV-Innenstadt am 30.3. entscheidet noch nicht über das Mahnmal! Das stellte Bürgermeister Andreas Hupke in einem Schreiben klar. Der Termin diene ausschließlich der transparenten Beratung und Diskussion. Die BV werde erst nach dieser Sondersitzung einen Beschluss fassen. Die Öffentlichkeit ist zur Sitzung eingeladen. Die Sitzung findet am 30.3. ab 18 Uhr im Rathaussaal (Spanischer Bau) statt.

Wir bitten um rege Teilnahme!

Öffentliche Debatte in der Bezirksvertretung Innenstadt am 30.03. ab 18 Uhr

Die Sondersitzung der BV-Innenstadt am 30.3. entscheidet noch nicht über das Mahnmal! Das stellte Bürgermeister Andreas Hupke in einem Schreiben klar. Der Termin diene ausschließlich der transparenten Beratung und Diskussion. Die BV werde erst nach dieser Sondersitzung einen Beschluss fassen. Die Öffentlichkeit ist zur Sitzung eingeladen. Die Sitzung findet am 30.3. ab 18 Uhr im Rathaussaal (Spanischer Bau) statt.

Wir bitten um rege Teilnahme!

27. Februar 2023|
Redebeiträge
Medienberichte
Unterstützerbriefe
Im Anschluss an eine Matinee „Völkermorde erinnern, Kriege verhindern“ am 15. April in Köln haben die Initiative „Völkermord erinnern“ und Besucherinnen und Besucher ein Mahnmal enthüllt. Es erinnert nicht nur an den Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915-1918, sondern auch an die deutsche Beteiligung daran und fordert grundsätzlich dazu auf, Rassismus und Nationalismus als Ursachen von Völkermorden zu ächten.

Das Mahnmal ist an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke errichtet worden, gegenüber dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II., Verantwortlicher für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904 und Unterstützer des Genozids an den Armeniern.

Das Genozid-Mahnmal wurde von der Stadt Köln am 19. April 2018 abgerissen. Es habe an einer Genehmigung gefehlt. Die Stadt hat in ihrem Schriftsatz gegenüber dem Verwaltungsgericht Köln, das wir angerufen hatten, außerdem argumentiert, das Mahnmal müsse noch vor dem 24. April, dem internationalen Gedenktag an den Genozid, beseitigt werden, weil sonst die Gefahr bestehe, dass sich „zahlreiche Gegendemonstranten einfinden“ und „die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs an dieser Stelle zeitnah stark beeinträchtigt“ sei. „Angesichts der Vielzahl türkischer Mitbürger in Köln“ sei auch schon 2017, bei der Erlaubnis für den Kreuzstein der armenischen Gemeinde „auf eine Aufstellung im öffentlichen Straßenland aufgrund des hohen Konfliktpotentials bewusst verzichtet worden“. Das Verwaltungsgericht Köln hat die sofortige Entfernung des Genozidmahnmals an der Hohenzollernbrücke nicht beanstandet.

In unserer Antwort beim Verwaltungsgericht hielten wir fest, dass wir diese Argumentation für ein erinnerungspolitisches Armutszeugnis und ein Ausweichen vor Genozidleugnern halten. Sie widerspricht diametral der Aufforderung des Bundestags, der in seiner Resolution vom 2. Juni 2016 die Zivilgesellschaft auffordert, das Gedenken an den armenischen Genozid zu thematisieren.

Zahlreiche Organisationen und Prominente haben sich mittlerweile als PatInnen und UnterstützerInnen für das Mahnmal und für seine Wiedererrichtung ausgesprochen.

Wir richten unsere Anstrengungen weiterhin darauf, möglichst viele zivilgesellschaftliche Kräfte in dem Bemühen zu vereinen, die Stadt Köln solle das Genozid-Mahnmal wieder aufstellen.

Das Mahnmal muss an seinen Platz zurück!

L’initiative « Rappeler le Génocide » ainsi que les visiteurs ont inauguré le 15 avril 2018 à Cologne un monument à la suite d’une matinée sur le thème « Rappeler le génocide, Empêcher les guerres ». Il rappelle non seulement le génocide commis dans les années 1915 – 1918 aux Arméniens mais également la participation allemande et exige de proscrire le racisme et le nationalisme comme la cause des génocides.

Le monument a été érigé sur le bord gauche du pont sur le Rhin, le« Hohenzollernbrücke » en face de la statue du Kaiser Wilhelm II, responsable du génocide des OvaroHerero et Nama en 1904 et soutien du génocide des Arméniens.

Le Monument a été enlevé par la ville de Cologne le 19 avril 2018, pour manque d’autorisation préalable. La ville de Cologne a également argumenté, dans le cadre d’une procédure devant le tribunal administratif de Cologne entamée par nous, que le monument devrait être enlevé avant le 24 avril 2018, jour de la commémoration internationale du génocide aux Arméniens, afin d’éviter « le rassemblement de nombreux contre-manifestants » présentant un fort risque pour « la sécurité et la facilité du trafic à cet endroit ». Au vu de la présence de nombreux citoyens turcs à Cologne, la ville aurait déjà en 2017, lors de la mise en place du « Kreuzstein » de la communauté arménienne, refusé expressément une permission de la mise en place dans le domaine public à cause du potentiel de conflit élevé.

Le tribunal administratif de Cologne n’a pas contesté l’enlèvement immédiat du monument du génocide près de la «Hohenzollernbrücke».

Dans notre réponse au tribunal administratif nous avons souligné que nous jugeons cette argumentation comme insulte à une politique de mémorisation et un recul devant ceux qui nient le génocide. Elle contredit diamétralement la demande du Bundestag qui dans sa résolution du 2 juin 2016 demande à la société civile de thématiser la mémoire du génocide aux Arméniens.

Un grand nombre d’organisations et de personnes importantes de la vie culturelle et intellectuelle se sont déclarées parrain ou soutien pour le monument et sa réinstallation.

Nos efforts continuent afin qu’un grand nombre de personnes de la vie civile se réunisse pour exiger de la ville de Cologne la réinstallation du monument du génocide.

LE MONUMENT DOIT RETOURNER A SA PLACE!

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Bischof Serovpé Isakhanyan: Rede auf der Protestveranstaltung am 24. Mai 2023

Armenier, die armenische Kirche und die armenische Gemeinde stehen hinter dieser Initiative

Rede von Bischof Serovpé Isakhanyan, Primas der Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland, auf der Protestveranstaltung am 24. Mai 2023 an der Hohenzollernbrücke:

„Guten Abend zusammen! Wir Christen sagen, das Gebet verbindet uns, verbindet uns in der Liebe, verbindet uns im Kampf für die Gerechtigkeit. Es erinnert uns an eine alte Dame aus dem neuen Testament, eine Witwe, die hartnäckig gekämpft hat. Wir Armenier kämpfen seit über 100 Jahren und wir kämpfen weiter. Ich danke Ihnen, dass Sie gemeinsam mit uns kämpfen. Liebe Initiative, Gott segne sie! Und alle anderen Anwesenden auch.

Gemeinsam sprechen wir das „Vaterunser“, jeder in seiner oder ihrer eigenen Sprache. (Das geschieht auch.)

Bevor ich das Wort an meinem Bruder weitergebe, Radu Constantin Miron, den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland, möchte ich gerne betonen, diese Initiative ist keine armenische Initiative, aber die Armenier und die armenische Kirche und die armenische Gemeinde stehen hinter dieser Initiative und wo wir helfen können, tun wir das. Selbstverständlich sind wir mit dabei. Gott segne sie.“

Rede von Bischof Serovpé Isakhanyan auf der Protestveranstaltung am 24. Mai 2023 an der Hohenzollernbrücke

„Guten Abend zusammen! Wir Christen sagen, das Gebet verbindet uns, verbindet uns in der Liebe, verbindet uns im Kampf für die Gerechtigkeit. Es erinnert uns an eine alte Dame aus dem neuen Testament, eine Witwe, die hartnäckig gekämpft hat. Wir Armenier kämpfen seit über 100 Jahren und wir kämpfen weiter. Ich danke Ihnen, dass Sie gemeinsam mit uns kämpfen. Liebe Initiative, Gott segne sie! Und alle anderen Anwesenden auch.

Gemeinsam sprechen wir das „Vaterunser“, jeder in seiner oder ihrer eigenen Sprache. (Das geschieht auch.)

Bevor ich das Wort an meinem Bruder weitergebe, Radu Constantin Miron, den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland, möchte ich gerne betonen, diese Initiative ist keine armenische Initiative, aber die Armenier und die armenische Kirche und die armenische Gemeinde stehen hinter dieser Initiative und wo wir helfen können, tun wir das. Selbstverständlich sind wir mit dabei. Gott segne sie.“

24. Mai 2023|

Über 150 Menschen demonstrieren gegen Abbau von Genozid-Mahnmal

Über 150 Menschen demonstrieren gegen Abbau von Genozid-Mahnmal

Am 24. Mai haben sich über 150 Menschen am Mahnmal versammelt, um gegen den von der Stadt verlangten Abriss des Mahnmals zu protestieren. Die Redner*innen (s. Rubrik „Reden“) kamen aus unterschiedlichsten Kontexten, wie die Teilnehmenden auch.

Sie alle verwahrten sich gegen die würdelose Haltung der Verwaltung, die ständig neue absurde „Argumente“ bemüht, um ihren Widerstand gegen das öffentliche Gedenken an diesem zentralen Ort in der Stadt zu begründen. Die aktuelle Bosheit: ein in ferner Zukunft möglicherweise errichteter Fahrradweg auf einer irgendwann verbreiteren Hohenzollernbrücke. Dem stehe das Mahnmal jetzt schon im Weg. Gleichzeitig hat dieselbe Verwaltung auf der anderen Rheinseite eine dreimal so große Installation angebracht: ein Sitzmöbel.

Als „Deadline“ für den Abbau des Mahnmals hatte die Stadtverwaltung den 24.5., 22 Uhr bestimmt. Dagegen hat die Initiative Völkermord Erinnern einen Eilantrag und eine Klage beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht. Bis das Gericht darüber entschieden hat – vermutlich in der Woche nach Pfingsten – bleibt das Mahnmal stehen.

Wir informieren umgehend über die Entscheidung des Gerichts und die Konsequenzen. Bitte bleibt aufmerksam und verteidigt diesen Ort des Gedenkens, der Trauer und der Mahnung!

Über 150 Menschen demonstrieren gegen Abbau von Genozid-Mahnmal

Am 24. Mai haben sich über 150 Menschen am Mahnmal versammelt, um gegen den von der Stadt verlangten Abriss des Mahnmals zu protestieren. Die Redner*innen (s. Rubrik „Reden“) kamen aus unterschiedlichsten Kontexten, wie die Teilnehmenden auch.

Sie alle verwahrten sich gegen die würdelose Haltung der Verwaltung, die ständig neue absurde „Argumente“ bemüht, um ihren Widerstand gegen das öffentliche Gedenken an diesem zentralen Ort in der Stadt zu begründen. Die aktuelle Bosheit: ein in ferner Zukunft möglicherweise errichteter Fahrradweg auf einer irgendwann verbreiteren Hohenzollernbrücke. Dem stehe das Mahnmal jetzt schon im Weg. Gleichzeitig hat dieselbe Verwaltung auf der anderen Rheinseite eine dreimal so große Installation angebracht: ein Sitzmöbel.

Als „Deadline“ für den Abbau des Mahnmals hatte die Stadtverwaltung den 24.5., 22 Uhr bestimmt. Dagegen hat die Initiative Völkermord Erinnern einen Eilantrag und eine Klage beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht. Bis das Gericht darüber entschieden hat – vermutlich in der Woche nach Pfingsten – bleibt das Mahnmal stehen.

Wir informieren umgehend über die Entscheidung des Gerichts und die Konsequenzen. Bitte bleibt aufmerksam und verteidigt diesen Ort des Gedenkens, der Trauer und der Mahnung!

24. Mai 2023|

Verein der Völkermordgegner e.V. Frankfurt / Main: Für uns als Türkeistämmige, ist das Mahnmal von enormer Bedeutung

„Für uns als Türkeistämmige, ist das Mahnmal von enormer Bedeutung“

Verein der Völkermordgegner e.V. Frankfurt / Main
Soykırım Karşıtları Derneği (SKD)

Die Stadtverwaltung der Stadt Köln hat mitgeteilt, dass sie das Sondernutzungsrecht für das Mahnmal zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern ab dem 24.05.2023 nicht mehr verlängern will. Dies bedeutet zumindest das vorläufige Aus für diesen Gedenkort.
Das Mahnmal, das zugleich auch als eine Erinnerung an die deutsche Beteilung am Völkermord an den Armeniern gedacht ist, wurde in einer der größten deutschen Städte unter schwersten Bedingungen erstritten. Nun soll das Mahnmal mit dem Namen „Dieser Schmerz betrifft und alle“ einem geplanten Fahrradweg auf der Hohenzollernbrücke weichen. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass in einer deutschen Großstadt wie Köln scheinbar kein Platz für ein Mahnmal zu finden ist, das an den im Osmanischen Reich unter Beteiligung des Deutschen Kaiserreichs ermordeten Armeniern gedenkt. Zudem wirkt es geradezu grotesk, dass die historischen Tatsachen, die Gegenstand des Mahnmals sind, dem Bau eines Fahrradwegs untergeordnet werden. Anders wäre die jetzige Entscheidung der Stadtverwaltung aufgenommen worden, hätte sie im gleichen Atemzug einen alternativen und dauerhaften Standort für dieses Mahnmal präsentiert. Dies ist bislang jedoch nicht geschehen.

Die Entscheidung der Stadt Köln berücksichtigt anscheinend nicht die Leitlinien der deutschen Gedenkkultur, die auf Verantwortung für die Vergangenheit und Mahnung für das Heute beruhen. Vom Gegenteil können wir nur überzeugt werden, wenn die Stadt Köln sich in der Lage zeigt, in kurzer Zeit einen dauerhaften – dem Sinn eines Mahnmals gebührenden – Platz für das Mahnmal des armenischen Genozids auszuweisen. Nur so kann die Stadtverwaltung unter Beweis stellen, dass sie eine aufrichtige Haltung in Bezug auf die Vergangenheitsarbeit hat.

Gerade für uns als Türkeistämmige, ist das Mahnmal von enormer Bedeutung, da seine pure Existenz eine Anerkennung der historischen Tatsachen und auch eine Stellungnahme gegen die türkische Verleugnungspolitik ist. Wir stehen solidarisch an der Seite der Initiative „Völkermord erinnern“ und unterstützen den Antrag der Kölner Grünen, dem Mahnmal einen dauerhaften Standort zuzuweisen.

Frankfurt am Main, 23.05.2023

Im Namen des Vorstands des Vereins der Völkermordgegner e.V.
Selay Ertem
Dr. Eran Gündüz

„Für uns als Türkeistämmige, ist das Mahnmal von enormer Bedeutung“

Verein der Völkermordgegner e.V. Frankfurt / Main
Soykırım Karşıtları Derneği (SKD)

Die Stadtverwaltung der Stadt Köln hat mitgeteilt, dass sie das Sondernutzungsrecht für das Mahnmal zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern ab dem 24.05.2023 nicht mehr verlängern will. Dies bedeutet zumindest das vorläufige Aus für diesen Gedenkort.
Das Mahnmal, das zugleich auch als eine Erinnerung an die deutsche Beteilung am Völkermord an den Armeniern gedacht ist, wurde in einer der größten deutschen Städte unter schwersten Bedingungen erstritten. Nun soll das Mahnmal mit dem Namen „Dieser Schmerz betrifft und alle“ einem geplanten Fahrradweg auf der Hohenzollernbrücke weichen. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass in einer deutschen Großstadt wie Köln scheinbar kein Platz für ein Mahnmal zu finden ist, das an den im Osmanischen Reich unter Beteiligung des Deutschen Kaiserreichs ermordeten Armeniern gedenkt. Zudem wirkt es geradezu grotesk, dass die historischen Tatsachen, die Gegenstand des Mahnmals sind, dem Bau eines Fahrradwegs untergeordnet werden. Anders wäre die jetzige Entscheidung der Stadtverwaltung aufgenommen worden, hätte sie im gleichen Atemzug einen alternativen und dauerhaften Standort für dieses Mahnmal präsentiert. Dies ist bislang jedoch nicht geschehen.

Die Entscheidung der Stadt Köln berücksichtigt anscheinend nicht die Leitlinien der deutschen Gedenkkultur, die auf Verantwortung für die Vergangenheit und Mahnung für das Heute beruhen. Vom Gegenteil können wir nur überzeugt werden, wenn die Stadt Köln sich in der Lage zeigt, in kurzer Zeit einen dauerhaften – dem Sinn eines Mahnmals gebührenden – Platz für das Mahnmal des armenischen Genozids auszuweisen. Nur so kann die Stadtverwaltung unter Beweis stellen, dass sie eine aufrichtige Haltung in Bezug auf die Vergangenheitsarbeit hat.

Gerade für uns als Türkeistämmige, ist das Mahnmal von enormer Bedeutung, da seine pure Existenz eine Anerkennung der historischen Tatsachen und auch eine Stellungnahme gegen die türkische Verleugnungspolitik ist. Wir stehen solidarisch an der Seite der Initiative „Völkermord erinnern“ und unterstützen den Antrag der Kölner Grünen, dem Mahnmal einen dauerhaften Standort zuzuweisen.

Frankfurt am Main, 23.05.2023

Im Namen des Vorstands des Vereins der Völkermordgegner e.V.
Selay Ertem
Dr. Eran Gündüz

24. Mai 2023|

Amadeu Antonio Stiftung: Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden sol

Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden sol

Über ihre Social Media Kanäle veröffentlichte die Amadeu Antonio Stiftung am 23. Mai 2023 folgendes Statement: „Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ muss einmal mehr gezwungenermaßen abgeräumt werden. Und das, obwohl es erst seit einem Monat steht. Offenbar weil es schlicht keinen Willen in der Stadtverwaltung und bei der Oberbürgermeisterin Reker für das Mahnmal, das an den Genozid an den Armenier*innen erinnert, gibt. Die Hohenzollernbrücke soll um einen elf Meter breiten Fuß- und Radweg erweitert werden. Da störe das Mahnmal. Und das, obwohl die Erweiterung des Fuß- und Radweg noch in der anfänglichen Prüfungsphase steht und noch nicht mal ein Bauantrag vorliegt. Soll das Mahnmal deswegen nicht weiter stehen bleiben dürfen? Noch am 27.04 hat dieselbe Verwaltung der zuständigen BV Innenstadt versichert, „Möglichkeiten einer rechtssicheren Form für eine weitere Ausstellung des Mahnmals zu erarbeiten“. Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden soll. Kommt morgen, am 24. Mai, um 18 Uhr zur Protestveranstaltung am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke!“

Statement lesen (Amadeu Antonio Stiftung)

Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden sol

Über ihre Social Media Kanäle veröffentlichte die Amadeu Antonio Stiftung am 23. Mai 2023 folgendes Statement: „Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ muss einmal mehr gezwungenermaßen abgeräumt werden. Und das, obwohl es erst seit einem Monat steht. Offenbar weil es schlicht keinen Willen in der Stadtverwaltung und bei der Oberbürgermeisterin Reker für das Mahnmal, das an den Genozid an den Armenier*innen erinnert, gibt. Die Hohenzollernbrücke soll um einen elf Meter breiten Fuß- und Radweg erweitert werden. Da störe das Mahnmal. Und das, obwohl die Erweiterung des Fuß- und Radweg noch in der anfänglichen Prüfungsphase steht und noch nicht mal ein Bauantrag vorliegt. Soll das Mahnmal deswegen nicht weiter stehen bleiben dürfen? Noch am 27.04 hat dieselbe Verwaltung der zuständigen BV Innenstadt versichert, „Möglichkeiten einer rechtssicheren Form für eine weitere Ausstellung des Mahnmals zu erarbeiten“. Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden soll. Kommt morgen, am 24. Mai, um 18 Uhr zur Protestveranstaltung am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke!“

Statement lesen (Amadeu Antonio Stiftung)
24. Mai 2023|

haGalil: Das armenische Mahnmal soll wieder abtransportiert werden

Das armenische Mahnmal soll wieder abtransportiert werden

Es war eine lange, würdelose Geschichte. Und doch waren sich am Ende nahezu alle zuständigen politischen Gremien und Fachleute in Köln darin einig, dass das armenische Mahnmal Dieser Schmerz betrifft uns alle endlich einen dauerhaften Platz im Zentrum Kölns erhalten sollte. Auch die zuständige Bezirksvertretung Innenstadt stimmte dem vor wenigen Wochen zu. Alle jahrelangen Pressionen und Drohungen türkischer Geschichtsleugner gegen das Mahnmal schienen vergeblich. Köln zeigte endlich Courage. Doch nun teilt die Stadtverwaltung mit mehr als fragwürdigen Begründungen mit, dass sie das armenische Mahnmal am 24.5. entfernen lassen möchte.

Es kann kein Zweifel mehr daran bestehen, dass sich die Kölner Verwaltungsspitze dem Ersuchen türkischer Geschichtsleugner sowohl aus der Türkei als auch aus Köln selbst gebeugt hat. Ein armenisches Mahnmal ist machtpolitisch bedeutungslos. Dass die vorgeblich liberale und weltoffene Millionenstadt einknickt ist mehr als beschämend für Köln wie auch für Kölns OB Reker. Dass diese nun sogar eindeutige Beschlüsse der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt unter Bezirksbürgermeister Andreas Hupke sowie zahlreicher geschichtspolitischer Kölner Institutionen – vom Verein EL DE Haus bis zum Zusammenschluss aller Kölner Kirchen – brüsk übergeht, könnte als schockierend beschrieben werden. Es ist Ausdruck eines vollständigen städtischen Versagens.

Artikel lesen (haGalil)

Das armenische Mahnmal soll wieder abtransportiert werden

Es war eine lange, würdelose Geschichte. Und doch waren sich am Ende nahezu alle zuständigen politischen Gremien und Fachleute in Köln darin einig, dass das armenische Mahnmal Dieser Schmerz betrifft uns alle endlich einen dauerhaften Platz im Zentrum Kölns erhalten sollte. Auch die zuständige Bezirksvertretung Innenstadt stimmte dem vor wenigen Wochen zu. Alle jahrelangen Pressionen und Drohungen türkischer Geschichtsleugner gegen das Mahnmal schienen vergeblich. Köln zeigte endlich Courage. Doch nun teilt die Stadtverwaltung mit mehr als fragwürdigen Begründungen mit, dass sie das armenische Mahnmal am 24.5. entfernen lassen möchte.

Es kann kein Zweifel mehr daran bestehen, dass sich die Kölner Verwaltungsspitze dem Ersuchen türkischer Geschichtsleugner sowohl aus der Türkei als auch aus Köln selbst gebeugt hat. Ein armenisches Mahnmal ist machtpolitisch bedeutungslos. Dass die vorgeblich liberale und weltoffene Millionenstadt einknickt ist mehr als beschämend für Köln wie auch für Kölns OB Reker. Dass diese nun sogar eindeutige Beschlüsse der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt unter Bezirksbürgermeister Andreas Hupke sowie zahlreicher geschichtspolitischer Kölner Institutionen – vom Verein EL DE Haus bis zum Zusammenschluss aller Kölner Kirchen – brüsk übergeht, könnte als schockierend beschrieben werden. Es ist Ausdruck eines vollständigen städtischen Versagens.

Artikel lesen (haGalil)
23. Mai 2023|

Initiative verklagt Stadtverwaltung

Initiative verklagt Stadtverwaltung

Die Initiative „Völkermord Erinnern“ hat Klage beim Verwaltungsgericht Köln gegen das Ordnungsamt Köln eingereicht.

Verlangt wird zum einen, auf die aktuelle behördliche Aufforderung zu verzichten, das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ solle am 24. Mai bis 22 Uhr vom Kurt-Rossa-Platz (Hohenzollernbrücke) entfernt werden. Zum anderen klagt die Initiative auf Verlängerung der Sondernutzungserlaubnis, das Mahnmals auf die bereits Anfang April beantragten drei Jahre, aber mindestens bis zum 24. April 2024 aufzustellen. So hatte es bereits die zuständige Bezirksvertretung Innenstadt am 27. April beschlossen.

Das Ordnungsamt war in seiner derzeit noch gültigen Sondernutzungserlaubnis mit keinem Wort auf den Antrag der Initiative eingegangen, das Mahnmal drei Jahre rechtssicher stehen zu lassen. Das sei „ermessensfehlerhaft“, wie es in der Klage heißt. Das Ordnungsamt hätte begründen müssen, warum es meint, das öffentliche Gedenken an den Genozid an den Armeniern müsse auf einen Monat begrenzt werden. Nach unserer Auffassung ist eine derartige Begrenzung absurd und weder erinnerungspolitisch begründbar noch rechtlich notwendig.

Für die Nachfahren der Opfer des Genozids ist das Beharren des Ordnungsamtes auf dem Abbau des Mahnmals ein Schlag ins Gesicht.

Rechtlich darf das Ordnungsamt eine Sondernutzungserlaubnis bis zu drei Jahren erteilen. Die nunmehr lediglich einmonatige Aufstellung der Stehle wird begründet mit einem geplanten Fahrradweg über die Hohenzollernbrücke. Dies erlaube keinen längeren Zeitraum.

Dieselbe Verwaltung hat allerdings noch vor wenigen Wochen auf der rechten Seite der Hohenzollernbrücke eine Sitz-Installation in der Flucht des geplanten Radweges fest im Boden verankert. Und das Mahnmal auf der linken Seite ist im Wege? Zumal es sogar kleiner ist als die Sitz-Installation der Stadt!?

Es fehlt anscheinend noch immer am politischen Willen der Stadtspitze, das von der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt gewollte Mahnmal nun endlich stehen zu lassen und diesen Ort der Trauer, des Gedenkens und der Erinnerung zu respektieren.

Wir rufen für den 24. Mai, um 18 Uhr, zu einer Protestkundgebung am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke auf.

Initiative verklagt Stadtverwaltung

Die Initiative „Völkermord Erinnern“ hat Klage beim Verwaltungsgericht Köln gegen das Ordnungsamt Köln eingereicht.

Verlangt wird zum einen, auf die aktuelle behördliche Aufforderung zu verzichten, das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ solle am 24. Mai bis 22 Uhr vom Kurt-Rossa-Platz (Hohenzollernbrücke) entfernt werden. Zum anderen klagt die Initiative auf Verlängerung der Sondernutzungserlaubnis, das Mahnmals auf die bereits Anfang April beantragten drei Jahre, aber mindestens bis zum 24. April 2024 aufzustellen. So hatte es bereits die zuständige Bezirksvertretung Innenstadt am 27. April beschlossen.

Das Ordnungsamt war in seiner derzeit noch gültigen Sondernutzungserlaubnis mit keinem Wort auf den Antrag der Initiative eingegangen, das Mahnmal drei Jahre rechtssicher stehen zu lassen. Das sei „ermessensfehlerhaft“, wie es in der Klage heißt. Das Ordnungsamt hätte begründen müssen, warum es meint, das öffentliche Gedenken an den Genozid an den Armeniern müsse auf einen Monat begrenzt werden. Nach unserer Auffassung ist eine derartige Begrenzung absurd und weder erinnerungspolitisch begründbar noch rechtlich notwendig.

Für die Nachfahren der Opfer des Genozids ist das Beharren des Ordnungsamtes auf dem Abbau des Mahnmals ein Schlag ins Gesicht.

Rechtlich darf das Ordnungsamt eine Sondernutzungserlaubnis bis zu drei Jahren erteilen. Die nunmehr lediglich einmonatige Aufstellung der Stehle wird begründet mit einem geplanten Fahrradweg über die Hohenzollernbrücke. Dies erlaube keinen längeren Zeitraum.

Dieselbe Verwaltung hat allerdings noch vor wenigen Wochen auf der rechten Seite der Hohenzollernbrücke eine Sitz-Installation in der Flucht des geplanten Radweges fest im Boden verankert. Und das Mahnmal auf der linken Seite ist im Wege? Zumal es sogar kleiner ist als die Sitz-Installation der Stadt!?

Es fehlt anscheinend noch immer am politischen Willen der Stadtspitze, das von der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt gewollte Mahnmal nun endlich stehen zu lassen und diesen Ort der Trauer, des Gedenkens und der Erinnerung zu respektieren.

Wir rufen für den 24. Mai, um 18 Uhr, zu einer Protestkundgebung am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke auf.

23. Mai 2023|

Einladung zur Protestkundgebung: Kölner Verwaltung will Abbau am 24. Mai!

Einladung zur Protestkundgebung: Kölner Verwaltung will Abbau am 24. Mai!

Die Stadt Köln will das Mahnmal weg haben. Seit dem 24. April 2023 steht das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ zum Genozid am armenischen Volk mit offizieller Erlaubnis an der Hohenzollernbrücke. Die Stadtverwaltung Köln hat eine Sondernutzungserlaubnis bis zum 24. Mai 2023 erteilt. Die Sondernutzung will sie jedoch nicht verlängern! Damit missachtet die Verwaltung den politischen Willen der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt, das Mahnmal bis zum 24. April nächsten Jahres stehen zu lassen. Dieser Forderung hat sich auch die Kreismitgliederversammlung der Kölner Grünen am 15. Mai einstimmig angeschlossen.

Frau Baum, Leiterin des Amtes für Integration und Vielfalt, teilte am 19. Mai mündlich mit, die Verwaltung bestehe auf der Entfernung des Mahnmals am 24. Mai und lehne den Antrag auf Verlängerung der Sondernutzungserlaubnis ab.

Die einzige, mündlich vorgetragene Begründung: Die Hohenzollernbrücke solle um einen elf Meter breiten Fuß- und Radweg erweitert werden. Da störe das Mahnmal. Mit Frau Oberbürgermeisterin Reker sei die Entscheidung abgestimmt worden.

Obwohl die Erweiterung des Fuß- und Radwegs noch in der anfänglichen Prüfungsphase steht und noch nicht mal ein Bauantrag vorliegt, soll das Mahnmal deswegen nicht weiter stehen bleiben dürfen! Noch am 27. April hat dieselbe Verwaltung der zuständigen BV Innenstadt versichert, „Möglichkeiten einer rechtssicheren Form für eine weitere Ausstellung des Mahnmals zu erarbeiten“.

Die Verwaltung konterkariert mit dieser Entscheidung nicht nur ihre eigenen Aussagen, sondern setzt sich über die demokratischen Beschlüsse der zuständigen BV Innenstadt hinweg.

Das ist bislang der Gipfel an absurden Begründungen einer unverständlichen und groteskem Blockadehaltung der Verwaltung.

Ein Fahrradweg über den Rhein in Planung muss nun also herhalten, um das Mahnmal aus dem Stadtbild zu entfernen. Es scheint, als hätte diese Verwaltung nichts von dem verstanden, was seit Jahren über die Verantwortung für Menschheitsverbrechen diskutiert wird, die in deutschem Namen begangen wurden. Die Haltung missachtet das Leid der armenischen Opfer des Genozids und ihrer Nachfahren.

Wir werden uns einer derartigen Anmaßung nicht beugen, sondern das Mahnmal, das seit dem 24. April 2023 friedlich an seinem Platz steht und bei vielen Menschen auf großes Interesse stößt und angenommen wird, als Ort des Gedenkens, der Mahnung und des Lernens erhalten.

Wir rufen auf zur Protestveranstaltung am 24. Mai um 18 Uhr am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke! Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden soll.

DAS MAHNMAL BLEIBT!
#DasMahnmalBleibt

Einladung zur Protestkundgebung: Kölner Verwaltung will Abbau am 24. Mai!

Die Stadt Köln will das Mahnmal weg haben. Seit dem 24. April 2023 steht das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ zum Genozid am armenischen Volk mit offizieller Erlaubnis an der Hohenzollernbrücke. Die Stadtverwaltung Köln hat eine Sondernutzungserlaubnis bis zum 24. Mai 2023 erteilt. Die Sondernutzung will sie jedoch nicht verlängern! Damit missachtet die Verwaltung den politischen Willen der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt, das Mahnmal bis zum 24. April nächsten Jahres stehen zu lassen. Dieser Forderung hat sich auch die Kreismitgliederversammlung der Kölner Grünen am 15. Mai einstimmig angeschlossen.

Frau Baum, Leiterin des Amtes für Integration und Vielfalt, teilte am 19. Mai mündlich mit, die Verwaltung bestehe auf der Entfernung des Mahnmals am 24. Mai und lehne den Antrag auf Verlängerung der Sondernutzungserlaubnis ab.

Die einzige, mündlich vorgetragene Begründung: Die Hohenzollernbrücke solle um einen elf Meter breiten Fuß- und Radweg erweitert werden. Da störe das Mahnmal. Mit Frau Oberbürgermeisterin Reker sei die Entscheidung abgestimmt worden.

Obwohl die Erweiterung des Fuß- und Radwegs noch in der anfänglichen Prüfungsphase steht und noch nicht mal ein Bauantrag vorliegt, soll das Mahnmal deswegen nicht weiter stehen bleiben dürfen! Noch am 27. April hat dieselbe Verwaltung der zuständigen BV Innenstadt versichert, „Möglichkeiten einer rechtssicheren Form für eine weitere Ausstellung des Mahnmals zu erarbeiten“.

Die Verwaltung konterkariert mit dieser Entscheidung nicht nur ihre eigenen Aussagen, sondern setzt sich über die demokratischen Beschlüsse der zuständigen BV Innenstadt hinweg.

Das ist bislang der Gipfel an absurden Begründungen einer unverständlichen und groteskem Blockadehaltung der Verwaltung.

Ein Fahrradweg über den Rhein in Planung muss nun also herhalten, um das Mahnmal aus dem Stadtbild zu entfernen. Es scheint, als hätte diese Verwaltung nichts von dem verstanden, was seit Jahren über die Verantwortung für Menschheitsverbrechen diskutiert wird, die in deutschem Namen begangen wurden. Die Haltung missachtet das Leid der armenischen Opfer des Genozids und ihrer Nachfahren.

Wir werden uns einer derartigen Anmaßung nicht beugen, sondern das Mahnmal, das seit dem 24. April 2023 friedlich an seinem Platz steht und bei vielen Menschen auf großes Interesse stößt und angenommen wird, als Ort des Gedenkens, der Mahnung und des Lernens erhalten.

Wir rufen auf zur Protestveranstaltung am 24. Mai um 18 Uhr am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke! Duldet nicht, dass das Gedenken an die Opfer dieses Genozids abgeräumt werden soll.

DAS MAHNMAL BLEIBT!
#DasMahnmalBleibt

20. Mai 2023|

Kreismitgliederversammlung (KMV) der Kölner GRÜNEN: Solidarität und Unterstützung für das Mahnmal im Gedenken an den Genozid an den Armeniern

Solidarität und Unterstützung für das Mahnmal im Gedenken an den Genozid an den Armeniern

Die Kreismitgliederversammlung (KMV) der Kölner GRÜNEN unterstützt ein dauerhaftes Mahnmal an einem prominenten Ort in der Stadt zur Erinnerung an den Genozid an den Armenier*innen in Köln, mit dem einem der ersten systematischen Genozide des 20 Jahrhunderts gedacht und zur Ächtung von Nationalismus und Rassismus aufgerufen wird. Wir bekennen uns damit zu unserer historischen Verantwortung, die Erinnerung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit über die Generationen hinweg wachzuhalten und Hass und Gewalt ein entschiedenes Nein entgegenzusetzen, gerade auch angesichts der dem Völkermord Vorschub leistenden Rolle des Deutschen Kaiserreiches. Wir betonen darüber hinaus unseren Einsatz für eine kritische Auseinandersetzung mit der Hohenzollernbrücke und dem Reiterstandbild für Wilhelm II..

Wir unterstützen das Anliegen der großen armenischen Gemeinde in Köln und darüber hinaus sowie der zahlreichen Akteur*innen und Organisationen aus der Kölner Zivilgesellschaft, temporär das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ in unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild Wilhelms II. aufzustellen, um bereits während des laufenden Diskussions- und Entscheidungsprozesses ein deutliches Zeichen zu setzen.

Vor diesem Hintergrund

  • begrüßt die KMV die Beschlüsse der Bezirksvertretung Innenstadt/Deutz (BV 1) vom 29.03. und 27.04.2023 mit dem die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Anliegens der Initiative „Völkermord Erinnern“ anerkannt und beschlossen wurde, dass für die Aufstellung des Mahnmals eine rechtssichere Form, z.B. über eine Sondernutzung, zu erarbeiten sei;
  • appelliert die KMV an die Verwaltung, den angestoßenen und durch die o.g. Beschlüsse flankierten Dialogprozess mit der Initiative „Völkermord Erinnern“ zügig fortzusetzen und zeitnah zu einer einvernehmlichen und dauerhaften Lösung zu bringen;
  • ruft die KMV alle Beteiligten dazu auf, der erforderlichen Sensibilität, die das Thema benötigt, in hohem Maße Rechnung zu tragen.
Antrag lesen (KMV Kölner GRÜNEN)

Solidarität und Unterstützung für das Mahnmal im Gedenken an den Genozid an den Armeniern

Die Kreismitgliederversammlung (KMV) der Kölner GRÜNEN unterstützt ein dauerhaftes Mahnmal an einem prominenten Ort in der Stadt zur Erinnerung an den Genozid an den Armenier*innen in Köln, mit dem einem der ersten systematischen Genozide des 20 Jahrhunderts gedacht und zur Ächtung von Nationalismus und Rassismus aufgerufen wird. Wir bekennen uns damit zu unserer historischen Verantwortung, die Erinnerung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit über die Generationen hinweg wachzuhalten und Hass und Gewalt ein entschiedenes Nein entgegenzusetzen, gerade auch angesichts der dem Völkermord Vorschub leistenden Rolle des Deutschen Kaiserreiches. Wir betonen darüber hinaus unseren Einsatz für eine kritische Auseinandersetzung mit der Hohenzollernbrücke und dem Reiterstandbild für Wilhelm II..

Wir unterstützen das Anliegen der großen armenischen Gemeinde in Köln und darüber hinaus sowie der zahlreichen Akteur*innen und Organisationen aus der Kölner Zivilgesellschaft, temporär das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ in unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild Wilhelms II. aufzustellen, um bereits während des laufenden Diskussions- und Entscheidungsprozesses ein deutliches Zeichen zu setzen.

Vor diesem Hintergrund

  • begrüßt die KMV die Beschlüsse der Bezirksvertretung Innenstadt/Deutz (BV 1) vom 29.03. und 27.04.2023 mit dem die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Anliegens der Initiative „Völkermord Erinnern“ anerkannt und beschlossen wurde, dass für die Aufstellung des Mahnmals eine rechtssichere Form, z.B. über eine Sondernutzung, zu erarbeiten sei;
  • appelliert die KMV an die Verwaltung, den angestoßenen und durch die o.g. Beschlüsse flankierten Dialogprozess mit der Initiative „Völkermord Erinnern“ zügig fortzusetzen und zeitnah zu einer einvernehmlichen und dauerhaften Lösung zu bringen;
  • ruft die KMV alle Beteiligten dazu auf, der erforderlichen Sensibilität, die das Thema benötigt, in hohem Maße Rechnung zu tragen.
Antrag lesen (KMV Kölner GRÜNEN)
16. Mai 2023|

taz: Jürgen Gottschlich über das Mahnmal für den Völkermord an Armeniern

Späte Einsicht

Das Mahnmal in Köln geht auf die langjährige Initiative mehrerer zivilgesellschaftlicher Gruppen zurück, die nun erstmals die Unterstützung der zuständigen Kölner Bezirksvertretung Innenstadt genießen. Während in den vergangenen Jahren das Mahnmal, das die Initiativen regelmäßig am 24. April, dem Jahrestag des Völkermordes, aufgestellt hatten, von der Verwaltung ebenso regelmäßig wieder abgerissen worden war, wird es in diesem Jahr stehen bleiben. Nach dem Willen der Bezirksvertretung, die einstimmig dafür votiert hatte, soll nun eine rechts­sichere dauerhafte Lösung gesucht werden. Warum dieses Mahnmal, und warum ist es so wichtig? Kaiser Wilhelm II. hatte zur Unterstützung der osmanischen Armee zahlreiche deutsche Offiziere in den Orient entsandt, von denen die allermeisten den Völkermord nicht nur billigten – weil die Armenier angeblich mit dem russischen Kriegsgegner kollaborierten –, sondern sich teilweise auch aktiv selbst daran beteiligten.

Artikel lesen (taz)

Späte Einsicht

Das Mahnmal in Köln geht auf die langjährige Initiative mehrerer zivilgesellschaftlicher Gruppen zurück, die nun erstmals die Unterstützung der zuständigen Kölner Bezirksvertretung Innenstadt genießen. Während in den vergangenen Jahren das Mahnmal, das die Initiativen regelmäßig am 24. April, dem Jahrestag des Völkermordes, aufgestellt hatten, von der Verwaltung ebenso regelmäßig wieder abgerissen worden war, wird es in diesem Jahr stehen bleiben. Nach dem Willen der Bezirksvertretung, die einstimmig dafür votiert hatte, soll nun eine rechts­sichere dauerhafte Lösung gesucht werden. Warum dieses Mahnmal, und warum ist es so wichtig? Kaiser Wilhelm II. hatte zur Unterstützung der osmanischen Armee zahlreiche deutsche Offiziere in den Orient entsandt, von denen die allermeisten den Völkermord nicht nur billigten – weil die Armenier angeblich mit dem russischen Kriegsgegner kollaborierten –, sondern sich teilweise auch aktiv selbst daran beteiligten.

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25. April 2023|

Dr. Rainer Will: Rede am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ am 24. April 2023

Rede am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ am 24. April 2023 auf dem Brückenkopf der Hohenzollernbrücke in Sichtweite des Reiterstandbilds von Kaiser Wilhelm II.

gehalten von Dr. Rainer Will, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, am 24. April 2023

Es sind 40 Jahre her, dass ich zum ersten Mal von Armenien hörte. Ich hatte damals das große Glück, ein Jahr lang in Jerusalem studieren zu können im Rahmen eines ökumenischen Studienjahres, das der Benediktiner-Abtei auf dem Zion angeschlossen war.

Der Abt der Abtei war ein großer Freund der orthodoxen und altorientalischen Kirchen und ihrer Liturgien. Er lud uns Studenten und Studentinnen dazu ein, ihn zur armenischen Vesper in die armenische Jakobus-Kathedrale im armenischen Viertel, dem Sitz des armenischen Patriarchen von Jerusalem, zu begleiten.

Hier hörte und erlebte ich zum ersten Mal die großartigen Gesänge und Riten der armenischen Liturgie und erfuhr dann bei weiteren Besuchen im armenischen Viertel von der uralten Geschichte des armenischen Volkes, seiner Sprache, seiner Kultur, seiner Musik und Literatur und seiner Kirche.

In Armenien wurde bereits im Jahr 301 n. Chr. das Christentum als Staatsreligion ausgerufen, also 80 Jahre bevor dies im Römischen Reich offiziell geschah.

Im Armenischen Viertel sah ich dann auch zum ersten Mal Bilder von den Deportationen hunderttausender Armenier, die über die Höhen des Taurus und Amanos in die mesopotanische Wüste getrieben wurden, um dort zu sterben, wenn sie nicht schon vorher vom Hungertod dahingerafft worden sind.

Jerusalem wurde für jene Armenier/innen, die noch fliehen konnten, zum Zufluchtsort. Im armenischen Viertel, das aus allen Nähten platzte, wurden tausende von Geflüchteten untergebracht und ernährt. Ihnen wurde geholfen bei der Suche nach einem Ort, wo sie zunächst einmal nur überleben konnten.

Hier in Jerusalem, jene Stadt, die dann nur drei Jahrzehnte später Zufluchtsort insbesondere für Juden und Jüdinnen aus Deutschland wurde, jene Stadt, in der sich die bedeutendste Gedenkstätte befindet, die an die deutsche, nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert, wurde ich zum ersten Mal gewahr, dass Deutschland bzw. das Deutsche Reich auch am Genozid an den Armeniern beteiligt gewesen ist.

Die Massaker an den Armeniern bzw. die systematische Vernichtungspolitik der jung-türkischen Nationalisten fand unter Wissen und Schutz des Bündnisses mit dem Deutschen Reich im Ersten Weltkrieg statt. Die letzte Verantwortung für diese Mittäterschaft trug jene Person, auf deren Reiterstandbild wir hier unmittelbar schauen: Kaiser Wilhelm II.

Der deutsche Diplomat und Botschafter Hans Freiherr von Wangenheim unterrichtete Berlin über die sich 1915 ereignenden Gräueltaten telegrafisch wie folgt: „Dieser Umstand und die Art, wie die Umsiedlung durchgeführt wird, zeigen, dass die (jung-türkische; R.W.) Regierung tatsächlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im türkischen Reich zu vernichten.“ Appelle an den Reichskanzler Theobald von Bethmann-Hollweg fanden aus „realpolitischen“ Gründen kein Gehör; im Gegenteil. Der Reichskanzler wies die Diplomaten mit folgender Richtlinie in die Schranken: „Unser einziges Ziel ist es, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig, ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht.“ Das Osmanische Reich kämpfte ja an der Seite des deutschen Kaisers Wilhelm II. gegen England, Frankreich und Russland.

Wenn wir in Richtung Museum Ludwig rüber schauen, erblicken wir die Säule aus Granit und Eisen des Maalot Denkmals des israelischen Künstlers Dani Karavan. Vom Dom her kommend führt eine lange in den Boden eingelassene Eisenschiene, die an eine Bahnschiene erinnert, genau auf die Säule zu, in deren Mitte ein Schlitz den Blick weiterführt auf die Hohenzollernbrücke und noch weiter in Richtung des Deutzer Bahnhofes. Auch wenn das Maalot-Denkmal kein Holocaust-Mahnmal ist, weckt es Assoziationen, die daran erinnern, dass vom Bahnhof Deutz aus die Kölner Deportationen in die Konzentrationslager ihren Ausgang nahmen.

Im Gedenken an all die vergessenen „Opfer der Geschichte“ und wegen der unmittelbaren Nähe zum Reiterstandbild Kaiser Wilhelms II. gibt es in Köln keinen evidenteren Ort als diesen hier, um auch an den Völkermord an den Armeniern zu erinnern. Köln ist die deutsche Stadt, in der die meisten Armenier leben; hier befindet sich auch der Bischofssitz der Armenisch-Apostolischen Kirche.

Aus diesem Grund kann ich Ihnen auch als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, in der neben den beiden Großkirchen über ein Duzend weitere Kirchen zusammenarbeiten, mitteilen, dass bei der im Juni 2022 stattgefunden Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft einstimmig beschlossen wurde, den Aufruf der Initiative „Völkermord erinnern“ zu unterstützen.

Wir fordern somit die Fraktionen des Kölner Rates und die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln dazu auf, dem Genozid-Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ hier an dieser Stelle, an der Hohenzollernbrücke, einen permanenten Platz zu verschaffen, solange keine befriedigende Gesamtlösung des Umgangs mit dem kolonialen Erbe, an den dieses Reiterstandbild erinnert gefunden wurde.

Wie wir heute Morgen im Kölner Stadtanzeiger lesen konnten, gibt es von Seiten türkischer Institutionen Widerstände gegen dieses Vorhaben. Deshalb möchte ich Ihnen von folgender

Begebenheit berichten. Ich war dabei als am 19.10.2014 ein armenischer Kreuzstein zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern in Neuwied am Rhein auf einem öffentlichen Platz der Stadt im Beisein des Neuwieder Oberbürgermeisters und anderer Vertreter/innen der Stadt vom damaligen armenischen Bischof Karekin Bekdjian eingeweiht wurde.

Der Druck der dann von Seiten eines türkischen Verbandes aufgebaut wurde mit dem Ziel, den Kreuzstein von dieser Stelle zu verbannen, führte dazu, dass der Neuwieder Oberbürgermeister (Nikolaus Roth) die armenische Gemeinde in Neuwied dazu drängte, diese möge doch von sich aus einen anderen Platz für den Kreuzstein suchen, d.h. woanders aufzustellen.

Wie es scheint, hat erst das solidarische Eintreten der anderen Kirchen in Neuwied, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zusammenarbeiten, dazu geführt, dass der Oberbürgermeister dem Drängen der türkischen Institutionen dann doch nicht nachgegeben hat.

Aber zurück hierher nach Köln und der Forderung, dass hier an dieser Stelle das Genozid-Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ aufgestellt werden sollte. Dabei geht es sowohl um die Erinnerung an den Genozid an den Armenien und zugleich um einen blinden Fleck unserer deutschen Geschichte. Es geht um die Notwendigkeit, sich der eigenen Verantwortung zu stellen mit dem Ziel, sensibilisiert durch das Geschehene, nun mit wachen Augen all jenen Entwicklungen entgegenzutreten, wo politische Akteure bereit sind, die Geschichte zu verschleiern und die Wahrheit mit Gewalt zu unterdrücken.

Ich möchte abschließend daran erinnern, was Cem Özdemir an dieser Stelle vor fast einem Jahr hier bei einem Gedenken gesagt hat. Er kritisierte die Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts, die dazu führte, dass das hier vorläufig hingestellte Genozid -Mahnmal von der Stadt abtransportiert wurde. Cem Özdemir wortwörtlich: „Das Zurückweichen der liberalen Demokratien, aus Angst vor den großen & kleinen Diktatoren & und ihren hiesigen VertreterInnen, muss endlich ein Ende haben.“

Wenn wir wirklich bereit sind, aus der Geschichte zu lernen und Verantwortung zu übernehmen, dann dürfen wir den Herausforderungen eines Genozid-Mahnmals, dessen Schmerz uns alle betrifft, an diesem Ort nicht ausweichen.

Rede zur Wiedererrichtung des Denkmals „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ zum Gedenken an den Genozid am armenischen Volk

gehalten von Dr. Rainer Will, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, am 24. April 2023

Es sind 40 Jahre her, dass ich zum ersten Mal von Armenien hörte. Ich hatte damals das große Glück, ein Jahr lang in Jerusalem studieren zu können im Rahmen eines ökumenischen Studienjahres, das der Benediktiner-Abtei auf dem Zion angeschlossen war.

Der Abt der Abtei war ein großer Freund der orthodoxen und altorientalischen Kirchen und ihrer Liturgien. Er lud uns Studenten und Studentinnen dazu ein, ihn zur armenischen Vesper in die armenische Jakobus-Kathedrale im armenischen Viertel, dem Sitz des armenischen Patriarchen von Jerusalem, zu begleiten.

Hier hörte und erlebte ich zum ersten Mal die großartigen Gesänge und Riten der armenischen Liturgie und erfuhr dann bei weiteren Besuchen im armenischen Viertel von der uralten Geschichte des armenischen Volkes, seiner Sprache, seiner Kultur, seiner Musik und Literatur und seiner Kirche.

In Armenien wurde bereits im Jahr 301 n. Chr. das Christentum als Staatsreligion ausgerufen, also 80 Jahre bevor dies im Römischen Reich offiziell geschah.

Im Armenischen Viertel sah ich dann auch zum ersten Mal Bilder von den Deportationen hunderttausender Armenier, die über die Höhen des Taurus und Amanos in die mesopotanische Wüste getrieben wurden, um dort zu sterben, wenn sie nicht schon vorher vom Hungertod dahingerafft worden sind.

Jerusalem wurde für jene Armenier/innen, die noch fliehen konnten, zum Zufluchtsort. Im armenischen Viertel, das aus allen Nähten platzte, wurden tausende von Geflüchteten untergebracht und ernährt. Ihnen wurde geholfen bei der Suche nach einem Ort, wo sie zunächst einmal nur überleben konnten.

Hier in Jerusalem, jene Stadt, die dann nur drei Jahrzehnte später Zufluchtsort insbesondere für Juden und Jüdinnen aus Deutschland wurde, jene Stadt, in der sich die bedeutendste Gedenkstätte befindet, die an die deutsche, nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert, wurde ich zum ersten Mal gewahr, dass Deutschland bzw. das Deutsche Reich auch am Genozid an den Armeniern beteiligt gewesen ist.

Die Massaker an den Armeniern bzw. die systematische Vernichtungspolitik der jung-türkischen Nationalisten fand unter Wissen und Schutz des Bündnisses mit dem Deutschen Reich im Ersten Weltkrieg statt. Die letzte Verantwortung für diese Mittäterschaft trug jene Person, auf deren Reiterstandbild wir hier unmittelbar schauen: Kaiser Wilhelm II.

Der deutsche Diplomat und Botschafter Hans Freiherr von Wangenheim unterrichtete Berlin über die sich 1915 ereignenden Gräueltaten telegrafisch wie folgt: „Dieser Umstand und die Art, wie die Umsiedlung durchgeführt wird, zeigen, dass die (jung-türkische; R.W.) Regierung tatsächlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im türkischen Reich zu vernichten.“ Appelle an den Reichskanzler Theobald von Bethmann-Hollweg fanden aus „realpolitischen“ Gründen kein Gehör; im Gegenteil. Der Reichskanzler wies die Diplomaten mit folgender Richtlinie in die Schranken: „Unser einziges Ziel ist es, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig, ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht.“ Das Osmanische Reich kämpfte ja an der Seite des deutschen Kaisers Wilhelm II. gegen England, Frankreich und Russland.

Wenn wir in Richtung Museum Ludwig rüber schauen, erblicken wir die Säule aus Granit und Eisen des Maalot Denkmals des israelischen Künstlers Dani Karavan. Vom Dom her kommend führt eine lange in den Boden eingelassene Eisenschiene, die an eine Bahnschiene erinnert, genau auf die Säule zu, in deren Mitte ein Schlitz den Blick weiterführt auf die Hohenzollernbrücke und noch weiter in Richtung des Deutzer Bahnhofes. Auch wenn das Maalot-Denkmal kein Holocaust-Mahnmal ist, weckt es Assoziationen, die daran erinnern, dass vom Bahnhof Deutz aus die Kölner Deportationen in die Konzentrationslager ihren Ausgang nahmen.

Im Gedenken an all die vergessenen „Opfer der Geschichte“ und wegen der unmittelbaren Nähe zum Reiterstandbild Kaiser Wilhelms II. gibt es in Köln keinen evidenteren Ort als diesen hier, um auch an den Völkermord an den Armeniern zu erinnern. Köln ist die deutsche Stadt, in der die meisten Armenier leben; hier befindet sich auch der Bischofssitz der Armenisch-Apostolischen Kirche.

Aus diesem Grund kann ich Ihnen auch als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, in der neben den beiden Großkirchen über ein Duzend weitere Kirchen zusammenarbeiten, mitteilen, dass bei der im Juni 2022 stattgefunden Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft einstimmig beschlossen wurde, den Aufruf der Initiative „Völkermord erinnern“ zu unterstützen.

Wir fordern somit die Fraktionen des Kölner Rates und die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln dazu auf, dem Genozid-Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ hier an dieser Stelle, an der Hohenzollernbrücke, einen permanenten Platz zu verschaffen, solange keine befriedigende Gesamtlösung des Umgangs mit dem kolonialen Erbe, an den dieses Reiterstandbild erinnert gefunden wurde.

Wie wir heute Morgen im Kölner Stadtanzeiger lesen konnten, gibt es von Seiten türkischer Institutionen Widerstände gegen dieses Vorhaben. Deshalb möchte ich Ihnen von folgender

Begebenheit berichten. Ich war dabei als am 19.10.2014 ein armenischer Kreuzstein zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern in Neuwied am Rhein auf einem öffentlichen Platz der Stadt im Beisein des Neuwieder Oberbürgermeisters und anderer Vertreter/innen der Stadt vom damaligen armenischen Bischof Karekin Bekdjian eingeweiht wurde.

Der Druck der dann von Seiten eines türkischen Verbandes aufgebaut wurde mit dem Ziel, den Kreuzstein von dieser Stelle zu verbannen, führte dazu, dass der Neuwieder Oberbürgermeister (Nikolaus Roth) die armenische Gemeinde in Neuwied dazu drängte, diese möge doch von sich aus einen anderen Platz für den Kreuzstein suchen, d.h. woanders aufzustellen.

Wie es scheint, hat erst das solidarische Eintreten der anderen Kirchen in Neuwied, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zusammenarbeiten, dazu geführt, dass der Oberbürgermeister dem Drängen der türkischen Institutionen dann doch nicht nachgegeben hat.

Aber zurück hierher nach Köln und der Forderung, dass hier an dieser Stelle das Genozid-Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ aufgestellt werden sollte. Dabei geht es sowohl um die Erinnerung an den Genozid an den Armenien und zugleich um einen blinden Fleck unserer deutschen Geschichte. Es geht um die Notwendigkeit, sich der eigenen Verantwortung zu stellen mit dem Ziel, sensibilisiert durch das Geschehene, nun mit wachen Augen all jenen Entwicklungen entgegenzutreten, wo politische Akteure bereit sind, die Geschichte zu verschleiern und die Wahrheit mit Gewalt zu unterdrücken.

Ich möchte abschließend daran erinnern, was Cem Özdemir an dieser Stelle vor fast einem Jahr hier bei einem Gedenken gesagt hat. Er kritisierte die Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts, die dazu führte, dass das hier vorläufig hingestellte Genozid -Mahnmal von der Stadt abtransportiert wurde. Cem Özdemir wortwörtlich: „Das Zurückweichen der liberalen Demokratien, aus Angst vor den großen & kleinen Diktatoren & und ihren hiesigen VertreterInnen, muss endlich ein Ende haben.“

Wenn wir wirklich bereit sind, aus der Geschichte zu lernen und Verantwortung zu übernehmen, dann dürfen wir den Herausforderungen eines Genozid-Mahnmals, dessen Schmerz uns alle betrifft, an diesem Ort nicht ausweichen.

24. April 2023|

Einladung zur Gedenkfeier

Das Mahnmal steht!

Herzliche Einladung zur Gedenkfeier zum internationalen Gedenktag für die Opfer des Völkermordes an den Armeniern am 24. April um 18 Uhr am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke. Eine Blumenniederlegung ist gewünscht.

Das Mahnmal steht!

Herzliche Einladung zur Gedenkfeier zum internationalen Gedenktag für die Opfer des Völkermordes an den Armeniern am 24. April um 18 Uhr am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke. Eine Blumenniederlegung ist gewünscht.

12. April 2023|

Kölnische Rundschau: Klares Votum für Mahnmal in Köln

Klares Votum für Mahnmal in Köln

Über ein Mahnmal, das an den Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich mit Unterstützung der Truppen von Kaiser Wilhelm II. erinnern soll, wird in Köln seit 2018 diskutiert.

Artikel lesen (Kölnische Rundschau)

Klares Votum für Mahnmal in Köln

Über ein Mahnmal, das an den Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich mit Unterstützung der Truppen von Kaiser Wilhelm II. erinnern soll, wird in Köln seit 2018 diskutiert.

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2. April 2023|

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser: Ja zum Mahnmal!

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser: Ja zum Mahnmal!

„Ja zum Mahnmal! Es ist höchste Zeit, dass öffentlich des Völkermords an den Armeniern gedacht wird, der deutscher Türkeipolitik für fast ein Jahrhundert das moralische Genick brach. Ein Deutschland, das demokratisch sein will, darf nicht mehr anders als ungeschminkt zu historischer Wahrheit und Verantwortung stehen.“

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser, Historiker und Titularprofessor für Geschichte der Neuzeit insbesondere der osmanischen und nachosmanischen Welt an der Universität Zürich

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser: Ja zum Mahnmal!

„Ja zum Mahnmal! Es ist höchste Zeit, dass öffentlich des Völkermords an den Armeniern gedacht wird, der deutscher Türkeipolitik für fast ein Jahrhundert das moralische Genick brach. Ein Deutschland, das demokratisch sein will, darf nicht mehr anders als ungeschminkt zu historischer Wahrheit und Verantwortung stehen.“

Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser, Historiker und Titularprofessor für Geschichte der Neuzeit insbesondere der osmanischen und nachosmanischen Welt an der Universität Zürich

1. April 2023|

report-K.de: Genozid an Armeniern – BV Innenstadt zum Mahnmal

Genozid an Armeniern – BV Innenstadt zum Mahnmal

Köln | Es ist die Initiative „Völkermord Erinnern“ die den Impuls setzte an zentraler Stelle in der Kölner Innenstadt an den Genozid an den Armeniern mit einem Mahnmal zu erinnern. In ihrer gestrigen Sitzung am 30. März fasste die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt dazu einstimmig einen Beschluss.

Die BV Innenstadt erkennt die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Anliegens der Initiative an. Der Deutsche Bundestag beschloss bereits am 2. Juni 2016 an den Völkermord der Jahre 1915 und 1916 an den Armeniern und die Verantwortung Deutschlands zu erinnern.

Artikel lesen (report-K.de)

Genozid an Armeniern – BV Innenstadt zum Mahnmal

Köln | Es ist die Initiative „Völkermord Erinnern“ die den Impuls setzte an zentraler Stelle in der Kölner Innenstadt an den Genozid an den Armeniern mit einem Mahnmal zu erinnern. In ihrer gestrigen Sitzung am 30. März fasste die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt dazu einstimmig einen Beschluss.

Die BV Innenstadt erkennt die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Anliegens der Initiative an. Der Deutsche Bundestag beschloss bereits am 2. Juni 2016 an den Völkermord der Jahre 1915 und 1916 an den Armeniern und die Verantwortung Deutschlands zu erinnern.

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31. März 2023|

Presseerklärung: Kölner Bezirksparlament fasst wegweisenden Beschluss

Genozid an den Armeniern: Kölner Bezirksparlament fasst wegweisenden Beschluss

Am 30.3. hat die Bezirksvertretung Innenstadt in Köln einen einstimmigen Beschluss gefasst, in dem es heißt: „Die Bezirksvertretung Innenstadt erkennt die Wichtigkeit und Dringlichkeit des von der Initiative „Völkermord Erinnern“ vorgebrachten Anliegens an, in Zukunft an zentraler, prominenter Stelle der Stadt an die am 2. Juni 2016 vom Deutschen Bundestag anerkannten genozidalen Verbrechen an den Armeniern und die Verantwortung Deutschlands zu erinnern.“

In Anwesenheit von über hundert Kölnerinnen und Kölnern forderten Vertreter*innen des Vereins ELDE-Haus, der Armenischen Gemeinde Köln und der Initiative Völkermord Erinnern, sowie Professor Peter Busmann (Ma’alot) nun eine zeitnahe Entscheidung anzustreben, wie in Zukunft der genozidalen und der kolonialen Verbrechen des deutschen Kaiserreiches gedacht werden soll. In der von der Bezirksvertretung vorgeschlagenen Findungskommission aus Verwaltung, Stadtrat und Zivilgesellschaft soll darüber in einem ähnlichen Verfahren entschieden werden, wie es für das Mahnmal in Köln-Mülheim zur Erinnerung an den NSU-Anschlag in der Keupstraße gewählt wurde. Vorerst soll das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ am Aufgang der Hohenzollernbrücke aufgestellt werden. Die Bezirksvertretung hat Verwaltung und Initiative gebeten, für die Aufstellung „eine rechtssichere Form zu finden“.

Damit hat sich zum ersten Mal in Deutschland eine parlamentarische Vertretung dazu entschieden, im öffentlichen Raum des Völkermords an den Armeniern zu gedenken und die deutsche Mitverantwortung zu benennen. Dafür dankten die Unterstütz*innen des Mahnmals der Bezirksvertretung ausdrücklich.

Genozid an den Armeniern: Kölner Bezirksparlament fasst wegweisenden Beschluss

Am 30.3. hat die Bezirksvertretung Innenstadt in Köln einen einstimmigen Beschluss gefasst, in dem es heißt: „Die Bezirksvertretung Innenstadt erkennt die Wichtigkeit und Dringlichkeit des von der Initiative „Völkermord Erinnern“ vorgebrachten Anliegens an, in Zukunft an zentraler, prominenter Stelle der Stadt an die am 2. Juni 2016 vom Deutschen Bundestag anerkannten genozidalen Verbrechen an den Armeniern und die Verantwortung Deutschlands zu erinnern.“

In Anwesenheit von über hundert Kölnerinnen und Kölnern forderten Vertreter*innen des Vereins ELDE-Haus, der Armenischen Gemeinde Köln und der Initiative Völkermord Erinnern, sowie Professor Peter Busmann (Ma’alot) nun eine zeitnahe Entscheidung anzustreben, wie in Zukunft der genozidalen und der kolonialen Verbrechen des deutschen Kaiserreiches gedacht werden soll. In der von der Bezirksvertretung vorgeschlagenen Findungskommission aus Verwaltung, Stadtrat und Zivilgesellschaft soll darüber in einem ähnlichen Verfahren entschieden werden, wie es für das Mahnmal in Köln-Mülheim zur Erinnerung an den NSU-Anschlag in der Keupstraße gewählt wurde. Vorerst soll das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ am Aufgang der Hohenzollernbrücke aufgestellt werden. Die Bezirksvertretung hat Verwaltung und Initiative gebeten, für die Aufstellung „eine rechtssichere Form zu finden“.

Damit hat sich zum ersten Mal in Deutschland eine parlamentarische Vertretung dazu entschieden, im öffentlichen Raum des Völkermords an den Armeniern zu gedenken und die deutsche Mitverantwortung zu benennen. Dafür dankten die Unterstütz*innen des Mahnmals der Bezirksvertretung ausdrücklich.

31. März 2023|

Das Mahnmal bleibt!

Das Mahnmal bleibt!

Am 20. März 2023 wurde im Stadtzentrum von Haifa, Israel, der »Platz des Völkermords an den Armeniern« eingeweiht.

An der Einweihung nahmen die Bürgermeisterin der Stadt Haifa, Einat Kalisch-Rotem, sowie Parlamentarier der Knesset, Mitglieder des Stadtrats und Vertreter der Zivilgesellschaft
von Haifa teil.

Der einstimmige Beschluss des Stadtrats von Haifa zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern wurde Anfang März gefällt. Knapp drei Wochen hat also die Stadt Haifa benötigt, um ihre Entscheidung umzusetzen. In Köln warten wir seit fünf Jahren auf ein ähnlich klares Signal der politisch Verantwortlichen.

In ihrer Rede sagte die Bürgermeisterin Haifas: 

»Die Stadt Haifa hat sich dafür entschieden, den Schmerz der armenischen Gemeindemitglieder zu teilen. Wir sind uns der historischen Bedeutung der Erinnerung an den Völkermord bewusst und geben sie an künftige Generationen weiter. Denn als jüdisches Volk haben wir die moralische Verpflichtung, das Unrecht, das einem anderen Volk angetan wurde, nicht zu ignorieren.« 

Das Mahnmal bleibt!

Am 20. März 2023 wurde im Stadtzentrum von Haifa, Israel, der »Platz des Völkermords an den Armeniern« eingeweiht.

An der Einweihung nahmen die Bürgermeisterin der Stadt Haifa, Einat Kalisch-Rotem, sowie Parlamentarier der Knesset, Mitglieder des Stadtrats und Vertreter der Zivilgesellschaft
von Haifa teil.

Der einstimmige Beschluss des Stadtrats von Haifa zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern wurde Anfang März gefällt. Knapp drei Wochen hat also die Stadt Haifa benötigt, um ihre Entscheidung umzusetzen. In Köln warten wir seit fünf Jahren auf ein ähnlich klares Signal der politisch Verantwortlichen.

In ihrer Rede sagte die Bürgermeisterin Haifas: 

»Die Stadt Haifa hat sich dafür entschieden, den Schmerz der armenischen Gemeindemitglieder zu teilen. Wir sind uns der historischen Bedeutung der Erinnerung an den Völkermord bewusst und geben sie an künftige Generationen weiter. Denn als jüdisches Volk haben wir die moralische Verpflichtung, das Unrecht, das einem anderen Volk angetan wurde, nicht zu ignorieren.« 

29. März 2023|

WDR: Armenische Gemeinde will Mahnmal aufstellen

Armenische Gemeinde will Mahnmal aufstellen

Seit fast 5 Jahren gibt es keine Einigung darüber, ob und wo das Kölner Mahnmal zum Genozid am armenischen Volk aufgestellt werden darf. Die WDR-Sendung „Lokalzeit Köln“ hat einem Beitrag zum Mahnmal erstellt.

Beitrag anschauen (WDR)

Armenische Gemeinde will Mahnmal aufstellen

Seit fast 5 Jahren gibt es keine Einigung darüber, ob und wo das Kölner Mahnmal zum Genozid am armenischen Volk aufgestellt werden darf. Die WDR-Sendung „Lokalzeit Köln“ hat einem Beitrag zum Mahnmal erstellt.

Beitrag anschauen (WDR)
29. März 2023|

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt | 24. März

Wir laden für den 24. März von 18-19 Uhr zum monatlichen öffentlichen Treffen an der »Leerstelle« des Mahnmals vor der Hohenzollernbrücke ein.

Mit Blumen und Kerzen erinnern wir daran, dass hier das Mahnmal »Dieser Schmerz betrifft uns alle« stehen sollte – und hoffentlich bald stehen wird. Wir berichten vom aktuellen Stand der Entscheidungsfindung in den Gremien der Stadt Köln.

(Unsere Aktivitäten sind auf Eure Spenden angewiesen! Konto Recherche International, IBAN DE07 3705 0198 0023 8120 43. Stichwort: Mahnmal)

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt | 24. März

Wir laden für den 24. März von 18-19 Uhr zum monatlichen öffentlichen Treffen an der »Leerstelle« des Mahnmals vor der Hohenzollernbrücke ein.

Mit Blumen und Kerzen erinnern wir daran, dass hier das Mahnmal »Dieser Schmerz betrifft uns alle« stehen sollte – und hoffentlich bald stehen wird. Wir berichten vom aktuellen Stand der Entscheidungsfindung in den Gremien der Stadt Köln.

(Unsere Aktivitäten sind auf Eure Spenden angewiesen! Konto Recherche International, IBAN DE07 3705 0198 0023 8120 43. Stichwort: Mahnmal)

23. März 2023|

Israelische Stadt Haifa errichtet Denkmal für Genozid am armenischen Volk

Israelische Stadt Haifa errichtet Denkmal für Genozid am armenischen Volk

Am Montag, dem 20. März, wurde der „Platz des Genozids am armenischen Volk“ im Stadtzentrum von Haifa in Israel eingeweiht. Stadtrat Nir Schuber setzte sich für das Projekt ein. Die Zeremonie fand trotz großen Drucks seitens der türkischen Botschaft in Tel Aviv statt.

Artikel lesen (The Blunt Post)

Israelische Stadt Haifa errichtet Denkmal für Genozid am armenischen Volk

Am Montag, dem 20. März, wurde der „Platz des Genozids am armenischen Volk“ im Stadtzentrum von Haifa in Israel eingeweiht. Stadtrat Nir Schuber setzte sich für das Projekt ein. Die Zeremonie fand trotz großen Drucks seitens der türkischen Botschaft in Tel Aviv statt.

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22. März 2023|

Öffentliche Debatte in der Bezirksvertretung Innenstadt am 30.03. ab 18 Uhr

Öffentliche Debatte in der Bezirksvertretung Innenstadt am 30.03. ab 18 Uhr

Die Sondersitzung der BV-Innenstadt am 30.3. entscheidet noch nicht über das Mahnmal! Das stellte Bürgermeister Andreas Hupke in einem Schreiben klar. Der Termin diene ausschließlich der transparenten Beratung und Diskussion. Die BV werde erst nach dieser Sondersitzung einen Beschluss fassen. Die Öffentlichkeit ist zur Sitzung eingeladen. Die Sitzung findet am 30.3. ab 18 Uhr im Rathaussaal (Spanischer Bau) statt.

Wir bitten um rege Teilnahme!

Öffentliche Debatte in der Bezirksvertretung Innenstadt am 30.03. ab 18 Uhr

Die Sondersitzung der BV-Innenstadt am 30.3. entscheidet noch nicht über das Mahnmal! Das stellte Bürgermeister Andreas Hupke in einem Schreiben klar. Der Termin diene ausschließlich der transparenten Beratung und Diskussion. Die BV werde erst nach dieser Sondersitzung einen Beschluss fassen. Die Öffentlichkeit ist zur Sitzung eingeladen. Die Sitzung findet am 30.3. ab 18 Uhr im Rathaussaal (Spanischer Bau) statt.

Wir bitten um rege Teilnahme!

27. Februar 2023|
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