Im Anschluss an eine Matinee „Völkermorde erinnern, Kriege verhindern“ am 15. April 2018 in Köln haben die Initiative „Völkermord erinnern“ und Besucherinnen und Besucher ein Mahnmal enthüllt. Es erinnert nicht nur an den Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915-1918, sondern auch an die deutsche Beteiligung daran und fordert grundsätzlich dazu auf, Rassismus und Nationalismus als Ursachen von Völkermorden zu ächten.
Das Mahnmal ist an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke errichtet worden, gegenüber dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II., Verantwortlicher für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904 und Unterstützer des Genozids an den Armeniern.
Das Genozid-Mahnmal wurde von der Stadt Köln am 19. April 2018 abgerissen. Es habe an einer Genehmigung gefehlt. Die Stadt hat in ihrem Schriftsatz gegenüber dem Verwaltungsgericht Köln, das wir angerufen hatten, außerdem argumentiert, das Mahnmal müsse noch vor dem 24. April, dem internationalen Gedenktag an den Genozid, beseitigt werden, weil sonst die Gefahr bestehe, dass sich „zahlreiche Gegendemonstranten einfinden“ und „die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs an dieser Stelle zeitnah stark beeinträchtigt“ sei. „Angesichts der Vielzahl türkischer Mitbürger in Köln“ sei auch schon 2017, bei der Erlaubnis für den Kreuzstein der armenischen Gemeinde „auf eine Aufstellung im öffentlichen Straßenland aufgrund des hohen Konfliktpotentials bewusst verzichtet worden“. Das Verwaltungsgericht Köln hat die sofortige Entfernung des Genozidmahnmals an der Hohenzollernbrücke nicht beanstandet.
In unserer Antwort beim Verwaltungsgericht hielten wir fest, dass wir diese Argumentation für ein erinnerungspolitisches Armutszeugnis und ein Ausweichen vor Genozidleugnern halten. Sie widerspricht diametral der Aufforderung des Bundestags, der in seiner Resolution vom 2. Juni 2016 die Zivilgesellschaft auffordert, das Gedenken an den armenischen Genozid zu thematisieren.
Zahlreiche Organisationen und Prominente haben sich mittlerweile als PatInnen und UnterstützerInnen für das Mahnmal und für seine Wiedererrichtung ausgesprochen.
Wir richten unsere Anstrengungen weiterhin darauf, möglichst viele zivilgesellschaftliche Kräfte in dem Bemühen zu vereinen, die Stadt Köln solle das Genozid-Mahnmal wieder aufstellen.
Das Mahnmal muss an seinen Platz zurück!
L’initiative « Rappeler le Génocide » ainsi que les visiteurs ont inauguré le 15 avril 2018 à Cologne un monument à la suite d’une matinée sur le thème « Rappeler le génocide, Empêcher les guerres ». Il rappelle non seulement le génocide commis dans les années 1915 – 1918 aux Arméniens mais également la participation allemande et exige de proscrire le racisme et le nationalisme comme la cause des génocides.
Le monument a été érigé sur le bord gauche du pont sur le Rhin, le« Hohenzollernbrücke » en face de la statue du Kaiser Wilhelm II, responsable du génocide des OvaroHerero et Nama en 1904 et soutien du génocide des Arméniens.
Le Monument a été enlevé par la ville de Cologne le 19 avril 2018, pour manque d’autorisation préalable. La ville de Cologne a également argumenté, dans le cadre d’une procédure devant le tribunal administratif de Cologne entamée par nous, que le monument devrait être enlevé avant le 24 avril 2018, jour de la commémoration internationale du génocide aux Arméniens, afin d’éviter « le rassemblement de nombreux contre-manifestants » présentant un fort risque pour « la sécurité et la facilité du trafic à cet endroit ». Au vu de la présence de nombreux citoyens turcs à Cologne, la ville aurait déjà en 2017, lors de la mise en place du « Kreuzstein » de la communauté arménienne, refusé expressément une permission de la mise en place dans le domaine public à cause du potentiel de conflit élevé.
Le tribunal administratif de Cologne n’a pas contesté l’enlèvement immédiat du monument du génocide près de la «Hohenzollernbrücke».
Dans notre réponse au tribunal administratif nous avons souligné que nous jugeons cette argumentation comme insulte à une politique de mémorisation et un recul devant ceux qui nient le génocide. Elle contredit diamétralement la demande du Bundestag qui dans sa résolution du 2 juin 2016 demande à la société civile de thématiser la mémoire du génocide aux Arméniens.
Un grand nombre d’organisations et de personnes importantes de la vie culturelle et intellectuelle se sont déclarées parrain ou soutien pour le monument et sa réinstallation.
Nos efforts continuent afin qu’un grand nombre de personnes de la vie civile se réunisse pour exiger de la ville de Cologne la réinstallation du monument du génocide.
LE MONUMENT DOIT RETOURNER A SA PLACE!
Um unsere Aktivitäten fortlaufend finanzieren zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Diese sind für Sie steuerabzugsfähig. Wir freuen uns über jede Unterstützung!
Genozid-Gedenken am Mahnmal
Genozid-Gedenken am Mahnmal
Bei strahlendem Sonnenschein gedachten auch in diesem Jahr am 24. April über hundert Menschen des Genozids an den Armeniern und anderen Minderheiten im Osmanischen Reich. Am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ führte Atranik Tabaker vom Gemeindevorstand Armenische Gemeinde Köln in die Veranstaltung ein, Pfarrer Archimandrit Yeghishe Avetisyan sprach ein Gebet und der Chor der Armenischen Gemeinde trug mit mehreren Lieder zum Gelingen bei.
Dr. Jeanette Ehrmann, Politikwissenschaftlicher an der HU Berlin, berichtete von ihrer Reise an den Musa Dagh, von der ihre Großeltern und ihre Mutter stammen. Der Musa Dagh ging in die Geschichte des Widerstands ein, weil sich dort tausende Armenierinnen und Armenier mehrere Wochen gegen die Angriffe osmanischer Truppen erfolgreich zur Wehr setzten und schließlich von französischen und US-amerikanischen Schiffen gerettet wurden.
Dr. Tessa Hofmann, die letztes Jahr für ihre unermüdlichen Anstrengungen mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, Deutschland solle sich seiner Verantwortung für den Genozid zwischen 1915 und 1917 stellen, setzte sich mit der unabgeschlossenen Geschichte der Erinnerung an dies Menschheitsverbrechen sowohl in Deutschland wie auch in Armenien auseinander.
Albrecht Kieser von der Initiative Völkermord Erinnern berichtete von einem erfolgreichen Schulprojekt am Hölderlin-Gymnasium Köln-Mülheim, in dem die Schüler*innen sich mit der Geschichte des Genozids und seiner Aufarbeitung in Deutschland und der Türkei auseinandersetzten. Durch die Gedenkstunde führte Maria Baumeister von der Initiative Völkermord Erinnern.
Genozid-Gedenken am Mahnmal
Bei strahlendem Sonnenschein gedachten auch in diesem Jahr am 24. April über hundert Menschen des Genozids an den Armeniern und anderen Minderheiten im Osmanischen Reich. Am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ führte Atranik Tabaker vom Gemeindevorstand Armenische Gemeinde Köln in die Veranstaltung ein, Pfarrer Archimandrit Yeghishe Avetisyan sprach ein Gebet und der Chor der Armenischen Gemeinde trug mit mehreren Lieder zum Gelingen bei.
Dr. Jeanette Ehrmann, Politikwissenschaftlicher an der HU Berlin, berichtete von ihrer Reise an den Musa Dagh, von der ihre Großeltern und ihre Mutter stammen. Der Musa Dagh ging in die Geschichte des Widerstands ein, weil sich dort tausende Armenierinnen und Armenier mehrere Wochen gegen die Angriffe osmanischer Truppen erfolgreich zur Wehr setzten und schließlich von französischen und US-amerikanischen Schiffen gerettet wurden.
Dr. Tessa Hofmann, die letztes Jahr für ihre unermüdlichen Anstrengungen mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, Deutschland solle sich seiner Verantwortung für den Genozid zwischen 1915 und 1917 stellen, setzte sich mit der unabgeschlossenen Geschichte der Erinnerung an dies Menschheitsverbrechen sowohl in Deutschland wie auch in Armenien auseinander.
Albrecht Kieser von der Initiative Völkermord Erinnern berichtete von einem erfolgreichen Schulprojekt am Hölderlin-Gymnasium Köln-Mülheim, in dem die Schüler*innen sich mit der Geschichte des Genozids und seiner Aufarbeitung in Deutschland und der Türkei auseinandersetzten. Durch die Gedenkstunde führte Maria Baumeister von der Initiative Völkermord Erinnern.
Tessa Hofmann: Rede am Mahnmal zum Gedenktag am 24. April 2026
Erinnern und Gedenken – zehn Jahre nach der Bundestagsresolution von 2016
Liebe Freundinnen und Freunde,
leider kann ich heute nicht persönlich bei Ihnen sein. Um so mehr danke ich für die Einladung, meine Gedanken anlässlich des 110. Jahresgedenkens an den Genozid an den Armeniern mit Ihnen zu teilen. Armenierinnen und Armenier waren im Verlauf der letzten 111 Jahre wiederholt Völkermord und anderen Verbrechen gegen die Menschheit ausgesetzt, zuletzt 2023 in Arzach. Sie haben in diesem Zeitraum über neun Zehntel ihres Siedlungsgebiets verloren. Und das winzige Restgebiet im Südkaukasus ist weiterhin bedroht. Unter dem Begriff Westaserbaidschan firmierende Interessengruppen erheben immer wieder die Forderung auf Sjunik, die südlichste Provinz der Republik Armenien, die sie Sangesur nennen. Über zwei Drittel der schätzungsweise zehn Millionen Menschen, die sich als Armenier definieren, leben außerhalb ihrer Heimat, im Ergebnis von Verfolgung und Genoziderfahrungen.
Die Verbrechen, die die beiden spätosmanischen Regime der in Europa so genannten Jungtürken und ab 1919 der Kemalisten an den Christinnen und Christen des Osmanischen Reiches begingen, blieben strafrechtlich weitgehend ungesühnt, insbesondere die der Kemalisten, die in der Türkei und weit darüber hinaus bis heute als Modernisierer und Fortschrittsbringer gelten. Mustafa Kemal war es auch, der die Urteile osmanischer Militärgerichtshöfe aufhob, die 1919 eine Reihe hochrangiger Jungtürken zum Tode verurteilt hatten, in den meisten Fällen in deren Abwesenheit.
Weiterlesen →Erinnern und Gedenken – zehn Jahre nach der Bundestagsresolution von 2016
Liebe Freundinnen und Freunde,
leider kann ich heute nicht persönlich bei Ihnen sein. Um so mehr danke ich für die Einladung, meine Gedanken anlässlich des 110. Jahresgedenkens an den Genozid an den Armeniern mit Ihnen zu teilen. Armenierinnen und Armenier waren im Verlauf der letzten 111 Jahre wiederholt Völkermord und anderen Verbrechen gegen die Menschheit ausgesetzt, zuletzt 2023 in Arzach. Sie haben in diesem Zeitraum über neun Zehntel ihres Siedlungsgebiets verloren. Und das winzige Restgebiet im Südkaukasus ist weiterhin bedroht. Unter dem Begriff Westaserbaidschan firmierende Interessengruppen erheben immer wieder die Forderung auf Sjunik, die südlichste Provinz der Republik Armenien, die sie Sangesur nennen. Über zwei Drittel der schätzungsweise zehn Millionen Menschen, die sich als Armenier definieren, leben außerhalb ihrer Heimat, im Ergebnis von Verfolgung und Genoziderfahrungen.
Die Verbrechen, die die beiden spätosmanischen Regime der in Europa so genannten Jungtürken und ab 1919 der Kemalisten an den Christinnen und Christen des Osmanischen Reiches begingen, blieben strafrechtlich weitgehend ungesühnt, insbesondere die der Kemalisten, die in der Türkei und weit darüber hinaus bis heute als Modernisierer und Fortschrittsbringer gelten. Mustafa Kemal war es auch, der die Urteile osmanischer Militärgerichtshöfe aufhob, die 1919 eine Reihe hochrangiger Jungtürken zum Tode verurteilt hatten, in den meisten Fällen in deren Abwesenheit.
Weiterlesen →Ansprache über Lehrpläne zu Armenien zum Genozid-Gedenktag am 24. April 2026
Ansprache über Lehrpläne zu Armenien
Ich möchte eine kleine Geschichte aus der Schule erzählen, eine ermutigende Geschichte, wie ich finde.
Am Hölderlin-Gymnasium hat sie sich ereignet, hier in Köln, in Mühleim, initiiert von einem Lehrer, ausgeführt von seinen Schülerinnen und Schülern.
Am Ende hatten sie ein Dutzend eindrucksvolle Tafeln hergestellt, die sich mit der Geschichte des Genozids auseinandersetzen, mit dem Mahnmal hier in Köln, mit Armin T. Wegener, mit der Verwicklung des deutschen Kaiserreichs in den Völkermord, mit den Berichten von Überlebenden, mit Hrant Dink und mit der türkischen Zivilgesellschaft, die noch heute ihre Freiheit und ihr Leben riskiert, wenn sie den Völkermord anerkennt und dafür eintritt.
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Ich möchte eine kleine Geschichte aus der Schule erzählen, eine ermutigende Geschichte, wie ich finde.
Am Hölderlin-Gymnasium hat sie sich ereignet, hier in Köln, in Mühleim, initiiert von einem Lehrer, ausgeführt von seinen Schülerinnen und Schülern.
Am Ende hatten sie ein Dutzend eindrucksvolle Tafeln hergestellt, die sich mit der Geschichte des Genozids auseinandersetzen, mit dem Mahnmal hier in Köln, mit Armin T. Wegener, mit der Verwicklung des deutschen Kaiserreichs in den Völkermord, mit den Berichten von Überlebenden, mit Hrant Dink und mit der türkischen Zivilgesellschaft, die noch heute ihre Freiheit und ihr Leben riskiert, wenn sie den Völkermord anerkennt und dafür eintritt.
Weiterlesen →Wir laden ein: Internationaler Gedenktag zum Genozid an den Armeniern
Internationaler Gedenktag zum Genozid an den Armeniern
Wir laden herzlich ein, sich am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ an der Hohenzollernbrücke zu versammeln.
Am 24. April 2026 werden wir wieder des Genozids an den Armeniern und anderer christlicher Minderheiten gedenken und uns ab 17.00 Uhr am Mahnmal treffen, um an das Menschheitsverbrechen 1915-1917 im Osmanischen Reich zu erinnern. Dem Völkermord fielen über 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Das deutsche Kaiserreich war an diesem Genozid beteiligt. Es besteht die Gelegenheit, Blumen am Mahnmal niederzulegen. Der Chor der Armenischen Gemeinde Köln wird das Gedenken begleiten. RednerInnen werden die aktuelle Lage in der Erinnerungspolitik in Deutschland und Armenien darstellen und reflektieren:
Dr. Tessa Hofmann, Menschenrechtlerin und Wissenschaftlerin: „Schlussstrich? – Erinnern und Gedenken. Zehn Jahre nach der Bundestagsresolution von 2016“.
Dr. Jeanette Ehrmann, Humboldt-Universität spricht über ihre Rückkehr zum Dorf ihrer Mutter am Musa Dag (Berg im Süden der Türkei) im Rahmen eines Filmprojekts: „Welche Spuren sind sichtbar: Spuren der Vernichtung, Spuren des Widerstands?“
Albrecht Kieser, Initiative Völkermord Erinnern: „Der Genozid an den Armeniern im Unterricht an deutschen Schulen. Ein nicht eingelöstes Versprechen.“ Wir freuen uns über Eure und Ihre Teilnahme und über die Weiterleitung unserer Einladung.
Internationaler Gedenktag zum Genozid an den Armeniern
Wir laden herzlich ein, sich am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ an der Hohenzollernbrücke zu versammeln.
Am 24. April 2026 werden wir wieder des Genozids an den Armeniern und anderer christlicher Minderheiten gedenken und uns ab 17.00 Uhr am Mahnmal treffen, um an das Menschheitsverbrechen 1915-1917 im Osmanischen Reich zu erinnern. Dem Völkermord fielen über 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Das deutsche Kaiserreich war an diesem Genozid beteiligt. Es besteht die Gelegenheit, Blumen am Mahnmal niederzulegen. Der Chor der Armenischen Gemeinde Köln wird das Gedenken begleiten. RednerInnen werden die aktuelle Lage in der Erinnerungspolitik in Deutschland und Armenien darstellen und reflektieren:
Dr. Tessa Hofmann, Menschenrechtlerin und Wissenschaftlerin: „Schlussstrich? – Erinnern und Gedenken. Zehn Jahre nach der Bundestagsresolution von 2016“.
Dr. Jeanette Ehrmann, Humboldt-Universität spricht über ihre Rückkehr zum Dorf ihrer Mutter am Musa Dag (Berg im Süden der Türkei) im Rahmen eines Filmprojekts: „Welche Spuren sind sichtbar: Spuren der Vernichtung, Spuren des Widerstands?“
Albrecht Kieser, Initiative Völkermord Erinnern: „Der Genozid an den Armeniern im Unterricht an deutschen Schulen. Ein nicht eingelöstes Versprechen.“ Wir freuen uns über Eure und Ihre Teilnahme und über die Weiterleitung unserer Einladung.
Rede von Talin Kalatas, Geschäftsführerin NaturFreunde NRW
Gedenktag 2025: Rede zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern 1915
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
***
„In den sozialen Medien gibt es derzeit ein Reel, das oft geteilt und nachgestellt wird:
Zu sehen sind 3 Wassergläser, zwei leere ein volles. In dem vollen ist verschmutztes Wasser, das in eines der leeren Gläser gekippt wird und von diesem in das andere Leere.
Das letzte Glas wird dann solange mit klarem Wasser gespült, bis nichts von dem schmutzigen Wasser übrigbleibt.
Darüber in großen Buchstaben „generationales Trauma kannst du selbst stoppen“. – oder so etwas in der Art.
Was uns Social Media damit sagen möchte ist: optimiere dich selbst, DU kannst dafür sorgen, dass Traumata nicht weiter vererbt werden, wenn du nur gut genug an dir arbeitest, werden deine Kinder die Traumata der letzten Generationen nicht weiterleben.
Unabhängig davon, dass das überhaupt nicht so einfach ist und Menschen keine Gläser, die mit klarem Wasser gespült werden können, bis sie sauber sind – Was soll eigentlich dieses klare Wasser hier bedeuten? Fehlen neben den Traumata die in unseren Familiengeschichten stecken auch die guten Erinnerungen?Oder die Willenskraft von vorne beginnen zu können, nachdem man das unvorstellbare erlebt hat? Sind wir nicht funktional, wertig und besonders, wenn unser Wasser durch das Leid unserer Geliebten „getrübt“ wurde? Oder ist das klare Wasser im Kontext des Völkermords vielleicht sogar das Übernehmen der Nationalgeschichte der Täter*innen und damit die Aufgabe unserer eigenen Geschichte?
Gedenktag 2025: Rede zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern 1915
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
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„In den sozialen Medien gibt es derzeit ein Reel, das oft geteilt und nachgestellt wird:
Zu sehen sind 3 Wassergläser, zwei leere ein volles. In dem vollen ist verschmutztes Wasser, das in eines der leeren Gläser gekippt wird und von diesem in das andere Leere.
Das letzte Glas wird dann solange mit klarem Wasser gespült, bis nichts von dem schmutzigen Wasser übrigbleibt.
Darüber in großen Buchstaben „generationales Trauma kannst du selbst stoppen“. – oder so etwas in der Art.
Was uns Social Media damit sagen möchte ist: optimiere dich selbst, DU kannst dafür sorgen, dass Traumata nicht weiter vererbt werden, wenn du nur gut genug an dir arbeitest, werden deine Kinder die Traumata der letzten Generationen nicht weiterleben.
Unabhängig davon, dass das überhaupt nicht so einfach ist und Menschen keine Gläser, die mit klarem Wasser gespült werden können, bis sie sauber sind – Was soll eigentlich dieses klare Wasser hier bedeuten? Fehlen neben den Traumata die in unseren Familiengeschichten stecken auch die guten Erinnerungen?Oder die Willenskraft von vorne beginnen zu können, nachdem man das unvorstellbare erlebt hat? Sind wir nicht funktional, wertig und besonders, wenn unser Wasser durch das Leid unserer Geliebten „getrübt“ wurde? Oder ist das klare Wasser im Kontext des Völkermords vielleicht sogar das Übernehmen der Nationalgeschichte der Täter*innen und damit die Aufgabe unserer eigenen Geschichte?
Rede des Vorsitzenden der armenischen Gemeinde in Köln, Antranik Tabaker
Gedenktag 2025: Rede des Vorsitzenden der armenischen Gemeinde in Köln, Antranik Tabaker, zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern 1915
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
***
„Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde,
im Namen der Armenischen Gemeinde Köln begrüße ich Sie zu der heutigen Gedenkveranstaltung am Mahnmal auf der Hohenzollernbrücke.
Am heutigen Tag jährt sich zum 110. Mal ein Menschheitsverbrechen, das sich tief in das kollektive Gedächtnis eines Volkes eingebrannt hat. Der Völkermord an den Armenierinnen und Armeniern im Jahr 1915 ist nicht einfach nur ein historisches Ereignis – er war und ist eine blutige Zäsur, ein Riss in der jahrtausendealten armenischen Geschichte, der bis heute nicht verheilt ist.
Bis zu jenem Schicksalsjahr waren die Armenierinnen und Armenier ein unverzichtbarer Bestandteil der osmanischen Gesellschaft. Über Jahrhunderte hinweg lebten sie im Vielvölkerstaat des Osmanischen Reiches und prägten Handel, Kultur, Bildung und Wissenschaft. Ihre Spuren finden sich in allen gesellschaftlichen Bereichen. Und doch wurden all diese kulturellen Errungenschaften plötzlich in Frage gestellt. In einem Akt systematischer Gewalt wurden über 1,5 Millionen Armenierinnen und Armenier aus ihrer angestammten Heimat vertrieben, ausgeraubt, entrechtet und entmenschlicht.
Weiterlesen →Gedenktag 2025: Rede des Vorsitzenden der armenischen Gemeinde in Köln, Antranik Tabaker, zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern 1915
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
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„Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde,
im Namen der Armenischen Gemeinde Köln begrüße ich Sie zu der heutigen Gedenkveranstaltung am Mahnmal auf der Hohenzollernbrücke.
Am heutigen Tag jährt sich zum 110. Mal ein Menschheitsverbrechen, das sich tief in das kollektive Gedächtnis eines Volkes eingebrannt hat. Der Völkermord an den Armenierinnen und Armeniern im Jahr 1915 ist nicht einfach nur ein historisches Ereignis – er war und ist eine blutige Zäsur, ein Riss in der jahrtausendealten armenischen Geschichte, der bis heute nicht verheilt ist.
Bis zu jenem Schicksalsjahr waren die Armenierinnen und Armenier ein unverzichtbarer Bestandteil der osmanischen Gesellschaft. Über Jahrhunderte hinweg lebten sie im Vielvölkerstaat des Osmanischen Reiches und prägten Handel, Kultur, Bildung und Wissenschaft. Ihre Spuren finden sich in allen gesellschaftlichen Bereichen. Und doch wurden all diese kulturellen Errungenschaften plötzlich in Frage gestellt. In einem Akt systematischer Gewalt wurden über 1,5 Millionen Armenierinnen und Armenier aus ihrer angestammten Heimat vertrieben, ausgeraubt, entrechtet und entmenschlicht.
Weiterlesen →Rede von Wolfgang Heiermann, Initiative Völkermord erinnern
Gedenktag 2025: Die Beteiligung des deutschen Kaiserreichs am Völkermord an den Armeniern
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
***
„Heute an dem internationalen Jahrestag des Genozids an der armenischen Bevölkerung gedenken wir der Opfer der Verbrechen.
Den Opfern zu gedenken heißt auch, die Täter zu benennen. Der Genozid ist vom deutschen Bundestag vor 10 Jahren anerkannt worden, ohne die Beteiligung und Duldung von deutschen Offizieren durch Kaiser Wilhelm II aber ausdrücklich zu erwähnen.
Kein Unrecht kann vergehen, solange es nicht von seinen Verursachern, den Tätern anerkannt ist.
Große Bevölkerungsteile in der Türkei und Deutschland beschweigen dieses Verbrechen, wollen es nur ungern wahrhaben oder bekämpfen es aktiv. Die offizielle Politik in der Türkei verfolgt das Gedenken repressiv und bereitet immer wieder den Boden für Verbrechen wie die Ermordung von Harant Dink 2007 zeigte.
Weiterlesen →Gedenktag 2025: Die Beteiligung des deutschen Kaiserreichs am Völkermord an den Armeniern
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
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„Heute an dem internationalen Jahrestag des Genozids an der armenischen Bevölkerung gedenken wir der Opfer der Verbrechen.
Den Opfern zu gedenken heißt auch, die Täter zu benennen. Der Genozid ist vom deutschen Bundestag vor 10 Jahren anerkannt worden, ohne die Beteiligung und Duldung von deutschen Offizieren durch Kaiser Wilhelm II aber ausdrücklich zu erwähnen.
Kein Unrecht kann vergehen, solange es nicht von seinen Verursachern, den Tätern anerkannt ist.
Große Bevölkerungsteile in der Türkei und Deutschland beschweigen dieses Verbrechen, wollen es nur ungern wahrhaben oder bekämpfen es aktiv. Die offizielle Politik in der Türkei verfolgt das Gedenken repressiv und bereitet immer wieder den Boden für Verbrechen wie die Ermordung von Harant Dink 2007 zeigte.
Weiterlesen →Veranstaltungsreihe: 110 Jahre Genozid an den Armeniern
Veranstaltungsreihe aus Anlass 110 Jahre Völkermord an den Armeniern
Wir laden herzlich ein am
» Montag, 31. März: Filmvorführung: „Aghet – Ein Völkermord“
» Mittwoch, 16. April: Musikalisch-literarische Erinnerung in Tönen ohne Hass (Erstaufführung)
» Donnerstag, 24. April: Gedenken und Blumenniederlegung am Mahnmal.

Veranstaltungsreihe aus Anlass 110 Jahre Völkermord an den Armeniern
Wir laden herzlich ein am
» Montag, 31. März: Filmvorführung: „Aghet – Ein Völkermord“
» Mittwoch, 16. April: Musikalisch-literarische Erinnerung in Tönen ohne Hass (Erstaufführung)
» Donnerstag, 24. April: Gedenken und Blumenniederlegung am Mahnmal.

Ararat Kollektiv Berlin: Rede am Mahnmal zum Gedenktag am 24. April 2024
Der Umgang mit dem Mahnmal ist in Anbetracht Deutscher Beihilfe zum Genozid ein Skandal
Սիրելի ընկերուհիներ ու ընկերներ, liebe alle, die sich solidarisch mit uns zeigen!
Wir sind Arev und Sose und wir sind Teil vom Ararat Kollektiv Berlin. Mit unserer Arbeit wollen wir armenisches Leben aufrecht erhalten, wir wollen in der Deutschen Öffentlichkeit auf die Unterdrückung der Armenier*innen aufmerksam machen und den deutschen Staat in die Verantwortung ziehen. Und wir wollen Widerstand leisten, gegen den anhaltenden türkischen und aserbaidschanischen Faschismus, der nicht nur in unserer Heimat, sondern auch hier in Deutschland präsent ist. Wir sind fassungslos darüber, dass das Genozidmahnmal in Köln – auf den massiven Druck hin, der von türkisch-nationalistischen Vereinen aufkam –nun schon mehrmals auf- und abgebaut wurde. Gerade in Anbetracht der Deutschen Beihilfe zum Genozid und der damit einhergehenden Verantwortung ist das ein Skandal.
Das Deutsche Reich war gemeinsam mit Österreich-Ungarn engster Verbündeter des Osmanischen Reiches. Das bedeutet auch, dass es genauestens Bescheid wusste über die Deportationen und Massaker an den Armenier*innen. Es gibt etliche diplomatische Dokumente, aus denen das hervorgeht. So hat beispielsweise der deutsche Botschafter in Konstantinopel, Hans Freiherr von Wangenheim, einen Bericht an Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg nach Berlin geschickt, in dem es heißt: „Die Umstände und die Art, wie die Umsiedlung durchgeführt wird zeigen, dass die Regierung tatsächlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im türkischen Reiche zu vernichten.“ Und das Deutsche Reich war nicht nur indirekt, mit seinem bewussten Wegsehen in den Genozid verwickelt. Deutsche Militärs und Diplomaten teilten die rassistischen Vorstellungen der Jungtürken sogar und einige deutsche Soldaten waren aktiv am Morden beteiligt. Und was entschied Reichskanzler Bethman Hollweg schlussendlich? „Unser einziges Ziel ist es, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht“.
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Սիրելի ընկերուհիներ ու ընկերներ, liebe alle, die sich solidarisch mit uns zeigen!
Wir sind Arev und Sose und wir sind Teil vom Ararat Kollektiv Berlin. Mit unserer Arbeit wollen wir armenisches Leben aufrecht erhalten, wir wollen in der Deutschen Öffentlichkeit auf die Unterdrückung der Armenier*innen aufmerksam machen und den deutschen Staat in die Verantwortung ziehen. Und wir wollen Widerstand leisten, gegen den anhaltenden türkischen und aserbaidschanischen Faschismus, der nicht nur in unserer Heimat, sondern auch hier in Deutschland präsent ist. Wir sind fassungslos darüber, dass das Genozidmahnmal in Köln – auf den massiven Druck hin, der von türkisch-nationalistischen Vereinen aufkam –nun schon mehrmals auf- und abgebaut wurde. Gerade in Anbetracht der Deutschen Beihilfe zum Genozid und der damit einhergehenden Verantwortung ist das ein Skandal.
Das Deutsche Reich war gemeinsam mit Österreich-Ungarn engster Verbündeter des Osmanischen Reiches. Das bedeutet auch, dass es genauestens Bescheid wusste über die Deportationen und Massaker an den Armenier*innen. Es gibt etliche diplomatische Dokumente, aus denen das hervorgeht. So hat beispielsweise der deutsche Botschafter in Konstantinopel, Hans Freiherr von Wangenheim, einen Bericht an Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg nach Berlin geschickt, in dem es heißt: „Die Umstände und die Art, wie die Umsiedlung durchgeführt wird zeigen, dass die Regierung tatsächlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im türkischen Reiche zu vernichten.“ Und das Deutsche Reich war nicht nur indirekt, mit seinem bewussten Wegsehen in den Genozid verwickelt. Deutsche Militärs und Diplomaten teilten die rassistischen Vorstellungen der Jungtürken sogar und einige deutsche Soldaten waren aktiv am Morden beteiligt. Und was entschied Reichskanzler Bethman Hollweg schlussendlich? „Unser einziges Ziel ist es, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht“.
Weiterlesen →24. April: Internationaler Gedenktag zum Genozid an den Armeniern
Eindrucksvolle Erinnerungsfeier am Mahnmal
Erneut haben wir uns am 24. April, dem internationalen Gedenktag zum Genozid an den Armeniern, an der Hohenzollernbrücke versammelt. Am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ legten etwa 250 Menschen hunderte Blumen und Kränze nieder. In kurzen Ansprachen wurde der Opfer von 1915-1918 gedacht, der ermordeten Armenier, Aramäer, Assyrer und Pontosgriechen. Der Pfarrer der Armenischen Gemeinde sprach zu Anfang ein Gebet, die Vorsitzende der Gemeinde erläuterte in ihrer Ansprache die Notwendigkeit, das Erinnern an den Genozid wachzuhalten und aus den damaligen Gräueltaten Lehren für heute gegen rassistische Ausgrenzungen und Krieg zu ziehen.
Israel Kaunatjike, Herero-Aktivist aus Berlin erinnerte an den ersten Genozid, den das deutsche Kaiserreich im 20. Jahrhundert im damaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, verübt hatte. Ein Vertreter der Vereins der Völkermordgegner aus Frankfurt stellte sich der türkischen Verantwortung für den Genozid elf Jahre später im damaligen Osmanischen Reich, der vom Kaiserreich unterstützt wurde. Zwei junge Frauen des Berliner Kollektivs „Ararat“ machten deutlich, dass die Verfolgung der Armenierinnen und Armenier im Osmanischen Reich ihre Fortsetzung in der gewalttätigen Vertreibung der armenischen Bewohner*innen von Arzach/Berg-Karabach findet und in den angedrohten kriegerischen Übergriffen Aserbaidschans auf Armenien, die vom türkischen Erdogan-Regime offen unterstützt werden.
Die Initiative Völkermord erinnern bat alle Anwesenden, die Berichte über die weiteren Gespräche mit der Kulturverwaltung der Stadt Köln auf dieser Website zu verfolgen. Bisher ist nicht absehbar, welcher Art das geplante „große“ Mahnmal sein wird, für das der Rat der Stadt Köln Ende 2023 einen Betrag von 400.000 Euro beschlossen hat. Die Versammelten waren sich allerdings einig, dass es der Opfer des Genozids an den Armeniern gedenken und die Täter benennen muss. Ob es darüber hinaus ein weiteres Mahnmal geben wird, das an die Opfer des Genozids an den Nama und den Ova-Herero erinnert, ist noch gänzlich ungeklärt.
Die einstündige Veranstaltung wurde würdig eingerahmt von Liedern des armenisch-türkischen Musikers Yaşar Kurt.
Eindrucksvolle Erinnerungsfeier am Mahnmal
Erneut haben wir uns am 24. April, dem internationalen Gedenktag zum Genozid an den Armeniern, an der Hohenzollernbrücke versammelt. Am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ legten etwa 250 Menschen hunderte Blumen und Kränze nieder. In kurzen Ansprachen wurde der Opfer von 1915-1918 gedacht, der ermordeten Armenier, Aramäer, Assyrer und Pontosgriechen. Der Pfarrer der Armenischen Gemeinde sprach zu Anfang ein Gebet, die Vorsitzende der Gemeinde erläuterte in ihrer Ansprache die Notwendigkeit, das Erinnern an den Genozid wachzuhalten und aus den damaligen Gräueltaten Lehren für heute gegen rassistische Ausgrenzungen und Krieg zu ziehen.
Israel Kaunatjike, Herero-Aktivist aus Berlin erinnerte an den ersten Genozid, den das deutsche Kaiserreich im 20. Jahrhundert im damaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, verübt hatte. Ein Vertreter der Vereins der Völkermordgegner aus Frankfurt stellte sich der türkischen Verantwortung für den Genozid elf Jahre später im damaligen Osmanischen Reich, der vom Kaiserreich unterstützt wurde. Zwei junge Frauen des Berliner Kollektivs „Ararat“ machten deutlich, dass die Verfolgung der Armenierinnen und Armenier im Osmanischen Reich ihre Fortsetzung in der gewalttätigen Vertreibung der armenischen Bewohner*innen von Arzach/Berg-Karabach findet und in den angedrohten kriegerischen Übergriffen Aserbaidschans auf Armenien, die vom türkischen Erdogan-Regime offen unterstützt werden.
Die Initiative Völkermord erinnern bat alle Anwesenden, die Berichte über die weiteren Gespräche mit der Kulturverwaltung der Stadt Köln auf dieser Website zu verfolgen. Bisher ist nicht absehbar, welcher Art das geplante „große“ Mahnmal sein wird, für das der Rat der Stadt Köln Ende 2023 einen Betrag von 400.000 Euro beschlossen hat. Die Versammelten waren sich allerdings einig, dass es der Opfer des Genozids an den Armeniern gedenken und die Täter benennen muss. Ob es darüber hinaus ein weiteres Mahnmal geben wird, das an die Opfer des Genozids an den Nama und den Ova-Herero erinnert, ist noch gänzlich ungeklärt.
Die einstündige Veranstaltung wurde würdig eingerahmt von Liedern des armenisch-türkischen Musikers Yaşar Kurt.
Internationaler Gedenktag zum Genozid an den Armeniern
Wir laden herzlich ein, sich am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ zu versammeln.
24. April 2024, 17-18.30 Uhr
Am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern
Hohenzollernbrücke, 50679 Köln
Wir erinnern an die Opfer!
Wir nennen die Täter!
Wir stellen uns gegen Kriegspropaganda, Antisemitismus und Rassismus heute!
Es besteht die Gelegenheit, Blumen am Mahnmal niederzulegen.
Mit Beiträgen von
Israel Kaunatjike, Aktivist Herero/Nama, Berlin
Verein der Völkermordgegner, Frankfurt,
u.a.
Musik: Yaşar Kurt
Veranstalter:
Initiative Völkermord Erinnern
Unterstützt von:
Armenische Gemeinde Köln
TÜDAY Menschenrechtsverein Türkei Deutschland e.V
Kölner Friedensforum
Katholisches Bildungswerk Köln
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Köln
Verein EL-DE-Haus e.V.
KulturForum TürkeiDeutschland e.V.
Freundschaftsinitiative GriechenlandTürkei
Hrant Dink Forum Köln
Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland
Verein der Völkermordgegner e.V.
Attac Köln
Initiativkreis Erinnerungsort Afrikaviertel Köln-Nippes
ÊJD-NRW – Ezidische Jugend Deutschland Nordrhein-Westfalen e. V.
Katholisches Stadtdekanat Köln
Katholikenausschuss in der Stadt Köln
Melanchthon-Akademie Köln
***
Im April 2018 wurde das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ auf dem Kurt-Rossa-Platz errichtet. In unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild des Völkermörders Kaiser Wilhelm II erinnert es an das Menschheitsverbrechen 1915-1917 im Osmanischen Reich, dem über 1,5 Millionen Armenierinnen und Armenier zum Opfer fielen. Das deutsche Kaiserreich war an diesem Genozid beteiligt. Mit Unterstützung der Kölner Zivilgesellschaft, der Bezirksvertretung Innenstadt und des Rates der Stadt Köln steht das Mahnmal nun seit einem Jahr ununterbrochen an seinem Ort, während es zuvor immer wieder abgebaut wurde. Derzeit wird nach einem Weg gesucht, wie in Köln dauerhaft an den Genozid an den Armeniern erinnert und der anderen Völkermorde gedacht werden kann, die das Kaiserreich verübt hat. Angesichts der aktuellen Gemetzel in der Welt und nicht zuletzt der Kriege, die Aserbaidschan gegen die Armenier in Arzach und Armenien mit ausdrücklich positivem Bezug auf die Völkermörder von 1915 geführt hat und erneut vorbereitet, ist dieses Anliegen aktueller denn je.

Wir laden herzlich ein, sich am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ zu versammeln.
24. April 2024, 17-18.30 Uhr
24. April 2024, 17-18.30 Uhr
Am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern
Hohenzollernbrücke, 50679 Köln
Wir erinnern an die Opfer!
Wir nennen die Täter!
Wir stellen uns gegen Kriegspropaganda, Antisemitismus und Rassismus heute!
Es besteht die Gelegenheit, Blumen am Mahnmal niederzulegen.
Mit Beiträgen von
Israel Kaunatjike, Aktivist Herero/Nama, Berlin
Verein der Völkermordgegner, Frankfurt,
u.a.
Musik: Yaşar Kurt
Veranstalter:
Initiative Völkermord Erinnern
Unterstützt von:
Armenische Gemeinde Köln
TÜDAY Menschenrechtsverein Türkei Deutschland e.V
Kölner Friedensforum
Katholisches Bildungswerk Köln
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Köln
Verein EL-DE-Haus e.V.
KulturForum TürkeiDeutschland e.V.
Freundschaftsinitiative GriechenlandTürkei
Hrant Dink Forum Köln
Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland
Verein der Völkermordgegner e.V.
Attac Köln
Initiativkreis Erinnerungsort Afrikaviertel Köln-Nippes
ÊJD-NRW – Ezidische Jugend Deutschland Nordrhein-Westfalen e. V.
Katholisches Stadtdekanat Köln
Katholikenausschuss in der Stadt Köln
Melanchthon-Akademie Köln
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Im April 2018 wurde das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ auf dem Kurt-Rossa-Platz errichtet. In unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild des Völkermörders Kaiser Wilhelm II erinnert es an das Menschheitsverbrechen 1915-1917 im Osmanischen Reich, dem über 1,5 Millionen Armenierinnen und Armenier zum Opfer fielen. Das deutsche Kaiserreich war an diesem Genozid beteiligt. Mit Unterstützung der Kölner Zivilgesellschaft, der Bezirksvertretung Innenstadt und des Rates der Stadt Köln steht das Mahnmal nun seit einem Jahr ununterbrochen an seinem Ort, während es zuvor immer wieder abgebaut wurde. Derzeit wird nach einem Weg gesucht, wie in Köln dauerhaft an den Genozid an den Armeniern erinnert und der anderen Völkermorde gedacht werden kann, die das Kaiserreich verübt hat. Angesichts der aktuellen Gemetzel in der Welt und nicht zuletzt der Kriege, die Aserbaidschan gegen die Armenier in Arzach und Armenien mit ausdrücklich positivem Bezug auf die Völkermörder von 1915 geführt hat und erneut vorbereitet, ist dieses Anliegen aktueller denn je.

Hrant Dink Gedenkveranstaltung
Hrant Dink Gedenkveranstaltung am Mahnmal
19. Januar 2024, 19 Uhr
Am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern
Hohenzollernbrücke, 50679 Köln
Am 19. Januar jährt sich zum 24. Mal die Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink. Aus diesem Anlass findet am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern eine Gedenkveranstaltung statt, zu der TÜDAY, die Armenische Gemeinde Köln, die Initiative „Völkermord erinnern“, das KulturForum TürkeiDeutschland und die Mahnwache Köln „Stimmen der Solidarität“ aufgerufen haben.

Hrant Dink Gedenkveranstaltung am Mahnmal
19. Januar 2024, 19 Uhr
Am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern
Hohenzollernbrücke, 50679 Köln
Am 19. Januar jährt sich zum 24. Mal die Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink. Aus diesem Anlass findet am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern eine Gedenkveranstaltung statt, zu der TÜDAY, die Armenische Gemeinde Köln, die Initiative „Völkermord erinnern“, das KulturForum TürkeiDeutschland und die Mahnwache Köln „Stimmen der Solidarität“ aufgerufen haben.

Das Ende von Arzach
Ein Abend über die Vertreibung der Armenier:innen aus Bergkarabach
In Kooperation mit der Initiative »Völkermord erinnern«, dem Hrant Dink Forum Köln und dem KulturForum TürkeiDeutschland.
Wann? Mittwoch, 17. Januar um 20:00 Uhr im Schauspielhaus Köln.
Mit einer neunmonatigen Hungerblockade und einer anschließenden Militäraktion im September 2023 eroberte Aserbaidschan die Republik Arzach. Alle 120.000 dort lebenden indigenen Armenier*innen wurden aus Bergkarabach vertrieben. Die Auflösung aller Regierungsbehörden zum 1. Januar 2024 beendete offiziell das Bestehen der Republik Arzach.
Schlagzeilen verkündeten im September »Ein Tag Krieg« und wurden damit einer angemessenen Kontextualisierung nicht gerecht. Schon in den Monaten davor hatte Aserbaidschan den einzigen Zulieferungsweg von Armenien nach Bergkarabach blockiert. Den dort lebenden Armenier*innen fehlte es an Lebensmitteln, Treibstoff und Medizin, doch die deutsche und internationale Berichterstattung blieb überwiegend aus. Als Reaktion darauf stellt dieser Abend eine historische und politische Einordnung in der Vordergrund: Komponist und Gitarrist Marc Sinan spielt im Duo mit Cellist Anıl Eraslan ein Konzert gegen den Krieg, das den Vertriebenen eine Stimme geben soll. Ihre Musik rahmt die Diskussion zwischen der Historikerin Prof. Elyse Semerdjian vom Strassler Center for Holocaust and Genocide Studies der Clark University, Ilias Uyar, Rechtsanwalt und Mitinitiator der Kölner Initiative »Völkermord erinnern« und Umweltökonomin und Aktivistin Talin Kalatas. Es moderiert Mareike Götzinger.
Ausgehend von der Debatte um das Mahnmal der Initiative »Völkermord erinnern« in Köln wird Kontinuitäten seit dem Genozid an den Armenier*innen 1915–1918 nachgegangen und die aktuelle Situation in Bergkarabach diskutiert. Es wird dabei an die wichtige und unermüdliche Arbeit des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink erinnert, der am 19. Januar 2007 ermordet wurde. Dink setzte sich sein Leben lang für die Versöhnung zwischen Türk*innen und Armenier*innen und die Erinnerung an den armenischen Genozid ein.
Ein Abend über die Vertreibung der Armenier:innen aus Bergkarabach
In Kooperation mit der Initiative »Völkermord erinnern«, dem Hrant Dink Forum Köln und dem KulturForum TürkeiDeutschland.
Wann? Mittwoch, 17. Januar um 20:00 Uhr im Schauspielhaus Köln.
Mit einer neunmonatigen Hungerblockade und einer anschließenden Militäraktion im September 2023 eroberte Aserbaidschan die Republik Arzach. Alle 120.000 dort lebenden indigenen Armenier*innen wurden aus Bergkarabach vertrieben. Die Auflösung aller Regierungsbehörden zum 1. Januar 2024 beendete offiziell das Bestehen der Republik Arzach.
Schlagzeilen verkündeten im September »Ein Tag Krieg« und wurden damit einer angemessenen Kontextualisierung nicht gerecht. Schon in den Monaten davor hatte Aserbaidschan den einzigen Zulieferungsweg von Armenien nach Bergkarabach blockiert. Den dort lebenden Armenier*innen fehlte es an Lebensmitteln, Treibstoff und Medizin, doch die deutsche und internationale Berichterstattung blieb überwiegend aus. Als Reaktion darauf stellt dieser Abend eine historische und politische Einordnung in der Vordergrund: Komponist und Gitarrist Marc Sinan spielt im Duo mit Cellist Anıl Eraslan ein Konzert gegen den Krieg, das den Vertriebenen eine Stimme geben soll. Ihre Musik rahmt die Diskussion zwischen der Historikerin Prof. Elyse Semerdjian vom Strassler Center for Holocaust and Genocide Studies der Clark University, Ilias Uyar, Rechtsanwalt und Mitinitiator der Kölner Initiative »Völkermord erinnern« und Umweltökonomin und Aktivistin Talin Kalatas. Es moderiert Mareike Götzinger.
Ausgehend von der Debatte um das Mahnmal der Initiative »Völkermord erinnern« in Köln wird Kontinuitäten seit dem Genozid an den Armenier*innen 1915–1918 nachgegangen und die aktuelle Situation in Bergkarabach diskutiert. Es wird dabei an die wichtige und unermüdliche Arbeit des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink erinnert, der am 19. Januar 2007 ermordet wurde. Dink setzte sich sein Leben lang für die Versöhnung zwischen Türk*innen und Armenier*innen und die Erinnerung an den armenischen Genozid ein.
Frohes Neues Jahr
Frohes Neues Jahr 2024!
Das Mahnmal bleibt! Alles Gute zum Neuen Jahr wünschen wir Euch!
Eure Initiative Völkermord erinnern.

Frohes Neues Jahr 2024!
Das Mahnmal bleibt! Alles Gute zum Neuen Jahr wünschen wir Euch!
Eure Initiative Völkermord erinnern.

Adventssingen
Mitsing-Adventskonzert am Mahnmal
Lust auf eine besinnliche und musikalische Einstimmung auf Weihnachten? Dann komm zum Mitsing-Adventskonzert mit dem „Komitas Chor“ der Armenischen Gemeinde Köln!
Am 16.12 um 16.00 Uhr laden wir dich herzlich ein, mit uns armenische, deutsche und internationale Weihnachtslieder zu singen. Das Mitsing-Konzert findet am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke statt. Wir freuen uns auf dich und deine Freunde! Teile diese Veranstaltung mit allen, die gerne mitsingen möchten!

Mitsing-Adventskonzert am Mahnmal
Lust auf eine besinnliche und musikalische Einstimmung auf Weihnachten? Dann komm zum Mitsing-Adventskonzert mit dem „Komitas Chor“ der Armenischen Gemeinde Köln!
Am 16.12 um 16.00 Uhr laden wir dich herzlich ein, mit uns armenische, deutsche und internationale Weihnachtslieder zu singen. Das Mitsing-Konzert findet am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke statt. Wir freuen uns auf dich und deine Freunde! Teile diese Veranstaltung mit allen, die gerne mitsingen möchten!

Aktueller Stand zum Mahnmal
Aktueller Stand zum Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“
Am 29.11. 2023 meldete der Kölner Stadtanzeiger, das Mahnmal werde noch dieses Jahr von der Stadtverwaltung abgeräumt. Das ist nicht so. Hier ein Überblick über die aktuelle Lage:
- Die Stadtverwaltung hat sich offiziell von diesem behaupteten Ansinnen distanziert. Die Kölnische Rundschau hat die Korrektur gemeldet. Der Stadtanzeiger leider nicht.
- Der Rat hat in seiner Sitzung am 7.12. 23 beschlossen, dass ein Dialogprozess mit Vertreter*innen der Zivilgesellschaft eingeleitet wird, an dessen Ende eine Empfehlung stehen soll, wie in dieser Stadt der deutschen Kolonialverbrechen und des Genozids an den Armeniern gedacht werden soll (zum Ratsbeschluss »).
- Der Dialogprozess soll vermutlich im Februar oder März 2024 mit der Einberufung eines sogenannten Lenkungskreises beginnen, zu dem auch die Initiative Völkermord Erinnern und die Armenische Gemeinde gebeten wird. Politik und Verwaltung sitzen ebenfalls in diesem Gremium, wer noch und wie die Mandate verteilt sind, ist bislang nicht festgelegt.
- Auf der ersten Sitzung des Lenkungskreises kann über den weiteren Verbleib des Mahnmals diskutiert und der Verwaltung/dem Rat empfohlen werden, das Mahnmal so lange stehen zu lassen, bis eine konkrete Alternative auf dem Tisch liegt bzw. in die Realisierung geht.
- Für den gesamten Findungsprozess, wie der kaiserlichen Staatsverbrechen erinnert werden soll (inhaltlich ist das noch festzulegen) sowie für die Realisierung des in einem Wettbewerb zu prämierenden Kunstwerkes bzw. mehrerer Kunstwerke hat der Rat einen Gesamtbetrag von 527.500 Euro beschlossen (s. Ratsbeschluss oben unter Punkt 2).
- Dieser Prozess ist auf zwei Jahre anvisiert.
Aktueller Stand zum Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“
Am 29.11. 2023 meldete der Kölner Stadtanzeiger, das Mahnmal werde noch dieses Jahr von der Stadtverwaltung abgeräumt. Das ist nicht so. Hier ein Überblick über die aktuelle Lage:
- Die Stadtverwaltung hat sich offiziell von diesem behaupteten Ansinnen distanziert. Die Kölnische Rundschau hat die Korrektur gemeldet. Der Stadtanzeiger leider nicht.
- Der Rat hat in seiner Sitzung am 7.12. 23 beschlossen, dass ein Dialogprozess mit Vertreter*innen der Zivilgesellschaft eingeleitet wird, an dessen Ende eine Empfehlung stehen soll, wie in dieser Stadt der deutschen Kolonialverbrechen und des Genozids an den Armeniern gedacht werden soll (zum Ratsbeschluss »).
- Der Dialogprozess soll vermutlich im Februar oder März 2024 mit der Einberufung eines sogenannten Lenkungskreises beginnen, zu dem auch die Initiative Völkermord Erinnern und die Armenische Gemeinde gebeten wird. Politik und Verwaltung sitzen ebenfalls in diesem Gremium, wer noch und wie die Mandate verteilt sind, ist bislang nicht festgelegt.
- Auf der ersten Sitzung des Lenkungskreises kann über den weiteren Verbleib des Mahnmals diskutiert und der Verwaltung/dem Rat empfohlen werden, das Mahnmal so lange stehen zu lassen, bis eine konkrete Alternative auf dem Tisch liegt bzw. in die Realisierung geht.
- Für den gesamten Findungsprozess, wie der kaiserlichen Staatsverbrechen erinnert werden soll (inhaltlich ist das noch festzulegen) sowie für die Realisierung des in einem Wettbewerb zu prämierenden Kunstwerkes bzw. mehrerer Kunstwerke hat der Rat einen Gesamtbetrag von 527.500 Euro beschlossen (s. Ratsbeschluss oben unter Punkt 2).
- Dieser Prozess ist auf zwei Jahre anvisiert.
Hilf jetzt mit einer Spende
Flüchtlings-Nothilfe für Bergkarabach

Am 19. September 2023 hat die aserbaidschanische Armee Arzach/Bergkarabach angegriffen und Zivilobjekte sowie Wohngebiete zerstört. Die indigene armenische Bevölkerung der Region wird nun vertrieben und muss ihre Heimat zu verlassen. Der Genozid, vor dem internationale Organisationen schon seit Monaten warnen, setzt sich fort. 84.770 Menschen sind bereits in den ersten Tagen nach dem Angriff vor Morden, Vergewaltigungen und Zerstörungen geflohen.
Die Regierung in der Hauptstadt Stepanakert hat nach der 9-monatigen Hungerblockade und unter der militärischen Gewalt des diktatorischen Alijew-Regimes die Auflösung von der Republik Arzach zum 1. Januar 2024 erklärt.
Die angrenzenden Gebiete der Republik Armenien tun alles, um den Geflüchteten zu helfen und Nahrung, Medizin und Kleidung zur Verfügung zu stellen. Viele Geflüchtete werden wahrscheinlich über den Winter untergebracht werden müssen, weil sie nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können.
MitarbeiterInnen der lokalen gemeinnützigen Organisation Syunik-Development NGO und Freiwillige betreuen zahlreiche Geflüchtete. Allein im Jugendkamp „Siranusch“ im Dorf Hermon, das zur Diözese der Armenischen Kirche von Vayots Dzor gehört, sind bereits Hunderte kurzfristig gestrandet – viele von ihnen sind Kinder. Bereits 2020 wurden hier Geflüchtete versorgt.
In den ältesten Gebäuden des Camps, die sich in den Gebirgen der Region Vayotz Dzor befinden und aus sowjetischen Zeiten stammen, gibt es kein fließendes Wasser. Auch die Schlafzimmer in diesen Gebäuden sind nicht für die bald beginnende kalte Jahreszeit geeignet. Hier ist dringend Hilfe erforderlich! Die Ausstattung von provisorischen Klassenzimmern steht an.
Außerdem muss vor Ort wieder ein Kindergarten für Kinder im Vorschulalter eingerichtet werden. Mit umgerechnet 250 Euro im Monat (so der derzeitige Mindestlohn) kann eine sozialpädagogische Kraft für die Arbeit mit den Kindern oder eine Hilfskraft für die Versorgung der traumatisierten Menschen eingestellt werden. Mit 6.000 Euro können vier Personen angestellt werden, die in den nächsten 6 Monaten wichtige Arbeit mit den Kindern leisten. Hinzu kommen noch Kosten für die Verpflegung, medizinische Versorgung und psychologische Unterstützung. Wir hoffen auf Ihre Spende, um den Geflüchteten vor Ort helfen zu können!
***
Kontoverbindung: Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V.
IBAN DE41 1009 0000 2387 4600 07
BIC: BEVODEBB (Berliner Volksbank)
Verwendungszweck: Flüchtlingsnothilfe Arzach
(steuerabzugsfähige Spendenquittungen über die AGA e.V. sind möglich)
Flüchtlings-Nothilfe für Bergkarabach

Am 19. September 2023 hat die aserbaidschanische Armee Arzach/Bergkarabach angegriffen und Zivilobjekte sowie Wohngebiete zerstört. Die indigene armenische Bevölkerung der Region wird nun vertrieben und muss ihre Heimat zu verlassen. Der Genozid, vor dem internationale Organisationen schon seit Monaten warnen, setzt sich fort. 84.770 Menschen sind bereits in den ersten Tagen nach dem Angriff vor Morden, Vergewaltigungen und Zerstörungen geflohen.
Die Regierung in der Hauptstadt Stepanakert hat nach der 9-monatigen Hungerblockade und unter der militärischen Gewalt des diktatorischen Alijew-Regimes die Auflösung von der Republik Arzach zum 1. Januar 2024 erklärt.
Die angrenzenden Gebiete der Republik Armenien tun alles, um den Geflüchteten zu helfen und Nahrung, Medizin und Kleidung zur Verfügung zu stellen. Viele Geflüchtete werden wahrscheinlich über den Winter untergebracht werden müssen, weil sie nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können.
MitarbeiterInnen der lokalen gemeinnützigen Organisation Syunik-Development NGO und Freiwillige betreuen zahlreiche Geflüchtete. Allein im Jugendkamp „Siranusch“ im Dorf Hermon, das zur Diözese der Armenischen Kirche von Vayots Dzor gehört, sind bereits Hunderte kurzfristig gestrandet – viele von ihnen sind Kinder. Bereits 2020 wurden hier Geflüchtete versorgt.
In den ältesten Gebäuden des Camps, die sich in den Gebirgen der Region Vayotz Dzor befinden und aus sowjetischen Zeiten stammen, gibt es kein fließendes Wasser. Auch die Schlafzimmer in diesen Gebäuden sind nicht für die bald beginnende kalte Jahreszeit geeignet. Hier ist dringend Hilfe erforderlich! Die Ausstattung von provisorischen Klassenzimmern steht an.
Außerdem muss vor Ort wieder ein Kindergarten für Kinder im Vorschulalter eingerichtet werden. Mit umgerechnet 250 Euro im Monat (so der derzeitige Mindestlohn) kann eine sozialpädagogische Kraft für die Arbeit mit den Kindern oder eine Hilfskraft für die Versorgung der traumatisierten Menschen eingestellt werden. Mit 6.000 Euro können vier Personen angestellt werden, die in den nächsten 6 Monaten wichtige Arbeit mit den Kindern leisten. Hinzu kommen noch Kosten für die Verpflegung, medizinische Versorgung und psychologische Unterstützung. Wir hoffen auf Ihre Spende, um den Geflüchteten vor Ort helfen zu können!
***
Kontoverbindung: Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V.
IBAN DE41 1009 0000 2387 4600 07
BIC: BEVODEBB (Berliner Volksbank)
Verwendungszweck: Flüchtlingsnothilfe Arzach
(steuerabzugsfähige Spendenquittungen über die AGA e.V. sind möglich)
Der Krieg Aserbaidshans gegen Bergkarabach
Die deutsche Regierung muss die Vertreibung und Vernichtung der armenischen Bevölkerung von Bergkarabach verhindern!
Ein Aufruf
Im Schatten des russischen Krieges gegen die Ukraine blockiert der aserbaidschanische Diktator Alijew seit mehreren Monaten den Landweg der armenischen Enklave Berg Karabach (Arzach) im Kaukasus. Er hat die Hauptstadt von Arzach militärisch angegriffen und fordert jetzt von den dort lebenden Armenier*innen, die aserbaidschanische Staatsangehörigkeit anzunehmen oder das Land zu verlassen. Wer das nicht tut, wird offen mit Mord bedroht.
Dank großer fossiler Rohstoffe und der Unterstützung durch die Erdogan-Regierung konnte das Land seine militärische Stärke in den letzten Jahren massiv ausbauen, die nun die Hungerblockade und die Angriffe möglich macht. Auch Deutschland ersetzt Öl und Gas, das früher von Russland geliefert wurde, zu einem Teil mit Lieferungen aus Aserbaidschan.
Deutschland schwieg zu dem „Beginn eines Völkermordes“, wie wichtige internationale Institutionen, z.B. das Lemkin Institut for Genocide Prevention, diese Blockade Alijews qualifizieren.
Nun hat die Außenministerin Annalena Baerbock in feinen Worten die jüngsten Angriffe Aserbaidschans auf die ausgehungerte Bevölkerung verurteilt, es folgen aber keine Taten. Appelle und öffentliche Erklärungen retten keine Menschenleben und schützen nicht vor ethnischen Säuberungen.
Deutschland hätte allen Grund und auch die Mittel, Hilfe für die Bevölkerung durchzusetzen, besonders wegen der historischen Mitverantwortung des deutschen Kaiserreiches aufgrund der Duldung und teilweisen aktiven Beteiligung am Völkermord des osmanischen Reiches an den Armeniern 1915.
Der Deutsche Bundestag hat im Jahr 2016 dieses Menschheitsverbrechen als Völkermord anerkannt. Es ist eine Verpflichtung der Bundesregierung alles zu tun, die Nachfahren der Überlebenden vor den staatlichen Verbrechen und den ethnischen Säuberungen des Alijew-Regimes zu schützen.
Für eine Luftbrücke nach Berg Karabach zur Versorgung der dort noch lebenden Bevölkerung!
Schutz und internationale Kontrolle vor Menschenrechtsverletzungen in Berg Karabach!
Initiative Völkermord Erinnern, Köln
Zur Geschichte Berg-Karabach oder Arzach, wie die Armenier sagen, wurde von Stalin trotz einer armenischen Mehrheitsbevölkerung von 94% willkürlich Aserbaidschan zugesprochen und erhielt 1921 den Status als autonomes Gebiet im Staatenbund der Sowjetunion. Mit dem Zerfall der Sowjetunion begannen in der dann bald selbständigen Republik Aserbaidschan Pogrome gegen Armenier, die in einen Krieg gegen das autonome Berg-Karabach mündeten. An die Seite der Verteidiger stellte sich das ebenfalls selbständig gewordene Armenien. Der Krieg endete mit der Ausrufung der Republik Berg-Karabach, ein de-facto Staat, der alle völkerrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, in dem die Armenier selbstbestimmt leben. Er wurde völkerrechtlich dennoch nicht anerkannt. 2020 führte Aserbaidschan einen nächsten Krieg gegen Arzach und besetzte ein Drittel der Region. Die dortigen Siedlungen wurden vollständig von Armeniern gesäubert, ihre Kulturdenkmäler vernichtet. Der aktuelle Krieg hat nach Aliyevs Aussagen das Ende von Arzach zum Ziel.
Die deutsche Regierung muss die Vertreibung und Vernichtung der armenischen Bevölkerung von Bergkarabach verhindern!
Ein Aufruf
Im Schatten des russischen Krieges gegen die Ukraine blockiert der aserbaidschanische Diktator Alijew seit mehreren Monaten den Landweg der armenischen Enklave Berg Karabach (Arzach) im Kaukasus. Er hat die Hauptstadt von Arzach militärisch angegriffen und fordert jetzt von den dort lebenden Armenier*innen, die aserbaidschanische Staatsangehörigkeit anzunehmen oder das Land zu verlassen. Wer das nicht tut, wird offen mit Mord bedroht.
Dank großer fossiler Rohstoffe und der Unterstützung durch die Erdogan-Regierung konnte das Land seine militärische Stärke in den letzten Jahren massiv ausbauen, die nun die Hungerblockade und die Angriffe möglich macht. Auch Deutschland ersetzt Öl und Gas, das früher von Russland geliefert wurde, zu einem Teil mit Lieferungen aus Aserbaidschan.
Deutschland schwieg zu dem „Beginn eines Völkermordes“, wie wichtige internationale Institutionen, z.B. das Lemkin Institut for Genocide Prevention, diese Blockade Alijews qualifizieren.
Nun hat die Außenministerin Annalena Baerbock in feinen Worten die jüngsten Angriffe Aserbaidschans auf die ausgehungerte Bevölkerung verurteilt, es folgen aber keine Taten. Appelle und öffentliche Erklärungen retten keine Menschenleben und schützen nicht vor ethnischen Säuberungen.
Deutschland hätte allen Grund und auch die Mittel, Hilfe für die Bevölkerung durchzusetzen, besonders wegen der historischen Mitverantwortung des deutschen Kaiserreiches aufgrund der Duldung und teilweisen aktiven Beteiligung am Völkermord des osmanischen Reiches an den Armeniern 1915.
Der Deutsche Bundestag hat im Jahr 2016 dieses Menschheitsverbrechen als Völkermord anerkannt. Es ist eine Verpflichtung der Bundesregierung alles zu tun, die Nachfahren der Überlebenden vor den staatlichen Verbrechen und den ethnischen Säuberungen des Alijew-Regimes zu schützen.
Für eine Luftbrücke nach Berg Karabach zur Versorgung der dort noch lebenden Bevölkerung!
Schutz und internationale Kontrolle vor Menschenrechtsverletzungen in Berg Karabach!
Initiative Völkermord Erinnern, Köln
Zur Geschichte Berg-Karabach oder Arzach, wie die Armenier sagen, wurde von Stalin trotz einer armenischen Mehrheitsbevölkerung von 94% willkürlich Aserbaidschan zugesprochen und erhielt 1921 den Status als autonomes Gebiet im Staatenbund der Sowjetunion. Mit dem Zerfall der Sowjetunion begannen in der dann bald selbständigen Republik Aserbaidschan Pogrome gegen Armenier, die in einen Krieg gegen das autonome Berg-Karabach mündeten. An die Seite der Verteidiger stellte sich das ebenfalls selbständig gewordene Armenien. Der Krieg endete mit der Ausrufung der Republik Berg-Karabach, ein de-facto Staat, der alle völkerrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, in dem die Armenier selbstbestimmt leben. Er wurde völkerrechtlich dennoch nicht anerkannt. 2020 führte Aserbaidschan einen nächsten Krieg gegen Arzach und besetzte ein Drittel der Region. Die dortigen Siedlungen wurden vollständig von Armeniern gesäubert, ihre Kulturdenkmäler vernichtet. Der aktuelle Krieg hat nach Aliyevs Aussagen das Ende von Arzach zum Ziel.
Das Mahnmal an der Hohenzollernbrücke: Verschlungene Wege der Kölner Erinnerungspolitik
Das Mahnmal an der Hohenzollernbrücke: Verschlungene Wege der Kölner Erinnerungspolitik
Donnerstag, 14. September um 19:30 Uhr im Domforum, Köln.
Seit über fünf Jahren wird in Köln um eine angemessene Erinnerung an den Genozid an den Armeniern gerungen. Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ wurde mit breiter Unterstützung der Kölner Zivilgesellschaft und schließlich durch Beschlüsse der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt und des Kölner Rates zum ersten Mal in diesen Jahren für mehrere Monate an der Hohenzollernbrücke aufgestellt. Widerstände mussten dabei überwunden werden. Und Widerstände gibt es noch heute. In Köln tut sich die mit der Umsetzung der Beschlüsse beauftragte Stadtverwaltung schwer, die Anregungen aus der Zivilgesellschaft umzusetzen. Berlin eröffnet den Aktivgruppen erheblich mehr Spielraum.
Über die Kölner Erfahrungen und mögliche Alternativen diskutieren: Ciler Firtina (Vorstand Verein ELDE-Haus), Yaw Malcom (Expert*innengremium Postkolonial Köln), Ilias Uyar (Initiative Völkermord erinnern).
Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Köln, Initiative Völkermord erinnern
Das Mahnmal an der Hohenzollernbrücke: Verschlungene Wege der Kölner Erinnerungspolitik
Donnerstag, 14. September um 19:30 Uhr im Domforum, Köln.
Seit über fünf Jahren wird in Köln um eine angemessene Erinnerung an den Genozid an den Armeniern gerungen. Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ wurde mit breiter Unterstützung der Kölner Zivilgesellschaft und schließlich durch Beschlüsse der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt und des Kölner Rates zum ersten Mal in diesen Jahren für mehrere Monate an der Hohenzollernbrücke aufgestellt. Widerstände mussten dabei überwunden werden. Und Widerstände gibt es noch heute. In Köln tut sich die mit der Umsetzung der Beschlüsse beauftragte Stadtverwaltung schwer, die Anregungen aus der Zivilgesellschaft umzusetzen. Berlin eröffnet den Aktivgruppen erheblich mehr Spielraum.
Über die Kölner Erfahrungen und mögliche Alternativen diskutieren: Ciler Firtina (Vorstand Verein ELDE-Haus), Yaw Malcom (Expert*innengremium Postkolonial Köln), Ilias Uyar (Initiative Völkermord erinnern).
Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Köln, Initiative Völkermord erinnern
Das Mahnmal ist an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke errichtet worden, gegenüber dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II., Verantwortlicher für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904 und Unterstützer des Genozids an den Armeniern.
Das Genozid-Mahnmal wurde von der Stadt Köln am 19. April 2018 abgerissen. Es habe an einer Genehmigung gefehlt. Die Stadt hat in ihrem Schriftsatz gegenüber dem Verwaltungsgericht Köln, das wir angerufen hatten, außerdem argumentiert, das Mahnmal müsse noch vor dem 24. April, dem internationalen Gedenktag an den Genozid, beseitigt werden, weil sonst die Gefahr bestehe, dass sich „zahlreiche Gegendemonstranten einfinden“ und „die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs an dieser Stelle zeitnah stark beeinträchtigt“ sei. „Angesichts der Vielzahl türkischer Mitbürger in Köln“ sei auch schon 2017, bei der Erlaubnis für den Kreuzstein der armenischen Gemeinde „auf eine Aufstellung im öffentlichen Straßenland aufgrund des hohen Konfliktpotentials bewusst verzichtet worden“. Das Verwaltungsgericht Köln hat die sofortige Entfernung des Genozidmahnmals an der Hohenzollernbrücke nicht beanstandet.
In unserer Antwort beim Verwaltungsgericht hielten wir fest, dass wir diese Argumentation für ein erinnerungspolitisches Armutszeugnis und ein Ausweichen vor Genozidleugnern halten. Sie widerspricht diametral der Aufforderung des Bundestags, der in seiner Resolution vom 2. Juni 2016 die Zivilgesellschaft auffordert, das Gedenken an den armenischen Genozid zu thematisieren.
Zahlreiche Organisationen und Prominente haben sich mittlerweile als PatInnen und UnterstützerInnen für das Mahnmal und für seine Wiedererrichtung ausgesprochen.
Wir richten unsere Anstrengungen weiterhin darauf, möglichst viele zivilgesellschaftliche Kräfte in dem Bemühen zu vereinen, die Stadt Köln solle das Genozid-Mahnmal wieder aufstellen.
Das Mahnmal muss an seinen Platz zurück!
L’initiative « Rappeler le Génocide » ainsi que les visiteurs ont inauguré le 15 avril 2018 à Cologne un monument à la suite d’une matinée sur le thème « Rappeler le génocide, Empêcher les guerres ». Il rappelle non seulement le génocide commis dans les années 1915 – 1918 aux Arméniens mais également la participation allemande et exige de proscrire le racisme et le nationalisme comme la cause des génocides.
Le monument a été érigé sur le bord gauche du pont sur le Rhin, le« Hohenzollernbrücke » en face de la statue du Kaiser Wilhelm II, responsable du génocide des OvaroHerero et Nama en 1904 et soutien du génocide des Arméniens.
Le Monument a été enlevé par la ville de Cologne le 19 avril 2018, pour manque d’autorisation préalable. La ville de Cologne a également argumenté, dans le cadre d’une procédure devant le tribunal administratif de Cologne entamée par nous, que le monument devrait être enlevé avant le 24 avril 2018, jour de la commémoration internationale du génocide aux Arméniens, afin d’éviter « le rassemblement de nombreux contre-manifestants » présentant un fort risque pour « la sécurité et la facilité du trafic à cet endroit ». Au vu de la présence de nombreux citoyens turcs à Cologne, la ville aurait déjà en 2017, lors de la mise en place du « Kreuzstein » de la communauté arménienne, refusé expressément une permission de la mise en place dans le domaine public à cause du potentiel de conflit élevé.
Le tribunal administratif de Cologne n’a pas contesté l’enlèvement immédiat du monument du génocide près de la «Hohenzollernbrücke».
Dans notre réponse au tribunal administratif nous avons souligné que nous jugeons cette argumentation comme insulte à une politique de mémorisation et un recul devant ceux qui nient le génocide. Elle contredit diamétralement la demande du Bundestag qui dans sa résolution du 2 juin 2016 demande à la société civile de thématiser la mémoire du génocide aux Arméniens.
Un grand nombre d’organisations et de personnes importantes de la vie culturelle et intellectuelle se sont déclarées parrain ou soutien pour le monument et sa réinstallation.
Nos efforts continuent afin qu’un grand nombre de personnes de la vie civile se réunisse pour exiger de la ville de Cologne la réinstallation du monument du génocide.
LE MONUMENT DOIT RETOURNER A SA PLACE!
Um unsere Aktivitäten fortlaufend finanzieren zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Diese sind für Sie steuerabzugsfähig. Wir freuen uns über jede Unterstützung!
Genozid-Gedenken am Mahnmal
Genozid-Gedenken am Mahnmal
Bei strahlendem Sonnenschein gedachten auch in diesem Jahr am 24. April über hundert Menschen des Genozids an den Armeniern und anderen Minderheiten im Osmanischen Reich. Am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ führte Atranik Tabaker vom Gemeindevorstand Armenische Gemeinde Köln in die Veranstaltung ein, Pfarrer Archimandrit Yeghishe Avetisyan sprach ein Gebet und der Chor der Armenischen Gemeinde trug mit mehreren Lieder zum Gelingen bei.
Dr. Jeanette Ehrmann, Politikwissenschaftlicher an der HU Berlin, berichtete von ihrer Reise an den Musa Dagh, von der ihre Großeltern und ihre Mutter stammen. Der Musa Dagh ging in die Geschichte des Widerstands ein, weil sich dort tausende Armenierinnen und Armenier mehrere Wochen gegen die Angriffe osmanischer Truppen erfolgreich zur Wehr setzten und schließlich von französischen und US-amerikanischen Schiffen gerettet wurden.
Dr. Tessa Hofmann, die letztes Jahr für ihre unermüdlichen Anstrengungen mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, Deutschland solle sich seiner Verantwortung für den Genozid zwischen 1915 und 1917 stellen, setzte sich mit der unabgeschlossenen Geschichte der Erinnerung an dies Menschheitsverbrechen sowohl in Deutschland wie auch in Armenien auseinander.
Albrecht Kieser von der Initiative Völkermord Erinnern berichtete von einem erfolgreichen Schulprojekt am Hölderlin-Gymnasium Köln-Mülheim, in dem die Schüler*innen sich mit der Geschichte des Genozids und seiner Aufarbeitung in Deutschland und der Türkei auseinandersetzten. Durch die Gedenkstunde führte Maria Baumeister von der Initiative Völkermord Erinnern.
Genozid-Gedenken am Mahnmal
Bei strahlendem Sonnenschein gedachten auch in diesem Jahr am 24. April über hundert Menschen des Genozids an den Armeniern und anderen Minderheiten im Osmanischen Reich. Am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ führte Atranik Tabaker vom Gemeindevorstand Armenische Gemeinde Köln in die Veranstaltung ein, Pfarrer Archimandrit Yeghishe Avetisyan sprach ein Gebet und der Chor der Armenischen Gemeinde trug mit mehreren Lieder zum Gelingen bei.
Dr. Jeanette Ehrmann, Politikwissenschaftlicher an der HU Berlin, berichtete von ihrer Reise an den Musa Dagh, von der ihre Großeltern und ihre Mutter stammen. Der Musa Dagh ging in die Geschichte des Widerstands ein, weil sich dort tausende Armenierinnen und Armenier mehrere Wochen gegen die Angriffe osmanischer Truppen erfolgreich zur Wehr setzten und schließlich von französischen und US-amerikanischen Schiffen gerettet wurden.
Dr. Tessa Hofmann, die letztes Jahr für ihre unermüdlichen Anstrengungen mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, Deutschland solle sich seiner Verantwortung für den Genozid zwischen 1915 und 1917 stellen, setzte sich mit der unabgeschlossenen Geschichte der Erinnerung an dies Menschheitsverbrechen sowohl in Deutschland wie auch in Armenien auseinander.
Albrecht Kieser von der Initiative Völkermord Erinnern berichtete von einem erfolgreichen Schulprojekt am Hölderlin-Gymnasium Köln-Mülheim, in dem die Schüler*innen sich mit der Geschichte des Genozids und seiner Aufarbeitung in Deutschland und der Türkei auseinandersetzten. Durch die Gedenkstunde führte Maria Baumeister von der Initiative Völkermord Erinnern.
Tessa Hofmann: Rede am Mahnmal zum Gedenktag am 24. April 2026
Erinnern und Gedenken – zehn Jahre nach der Bundestagsresolution von 2016
Liebe Freundinnen und Freunde,
leider kann ich heute nicht persönlich bei Ihnen sein. Um so mehr danke ich für die Einladung, meine Gedanken anlässlich des 110. Jahresgedenkens an den Genozid an den Armeniern mit Ihnen zu teilen. Armenierinnen und Armenier waren im Verlauf der letzten 111 Jahre wiederholt Völkermord und anderen Verbrechen gegen die Menschheit ausgesetzt, zuletzt 2023 in Arzach. Sie haben in diesem Zeitraum über neun Zehntel ihres Siedlungsgebiets verloren. Und das winzige Restgebiet im Südkaukasus ist weiterhin bedroht. Unter dem Begriff Westaserbaidschan firmierende Interessengruppen erheben immer wieder die Forderung auf Sjunik, die südlichste Provinz der Republik Armenien, die sie Sangesur nennen. Über zwei Drittel der schätzungsweise zehn Millionen Menschen, die sich als Armenier definieren, leben außerhalb ihrer Heimat, im Ergebnis von Verfolgung und Genoziderfahrungen.
Die Verbrechen, die die beiden spätosmanischen Regime der in Europa so genannten Jungtürken und ab 1919 der Kemalisten an den Christinnen und Christen des Osmanischen Reiches begingen, blieben strafrechtlich weitgehend ungesühnt, insbesondere die der Kemalisten, die in der Türkei und weit darüber hinaus bis heute als Modernisierer und Fortschrittsbringer gelten. Mustafa Kemal war es auch, der die Urteile osmanischer Militärgerichtshöfe aufhob, die 1919 eine Reihe hochrangiger Jungtürken zum Tode verurteilt hatten, in den meisten Fällen in deren Abwesenheit.
Weiterlesen →Erinnern und Gedenken – zehn Jahre nach der Bundestagsresolution von 2016
Liebe Freundinnen und Freunde,
leider kann ich heute nicht persönlich bei Ihnen sein. Um so mehr danke ich für die Einladung, meine Gedanken anlässlich des 110. Jahresgedenkens an den Genozid an den Armeniern mit Ihnen zu teilen. Armenierinnen und Armenier waren im Verlauf der letzten 111 Jahre wiederholt Völkermord und anderen Verbrechen gegen die Menschheit ausgesetzt, zuletzt 2023 in Arzach. Sie haben in diesem Zeitraum über neun Zehntel ihres Siedlungsgebiets verloren. Und das winzige Restgebiet im Südkaukasus ist weiterhin bedroht. Unter dem Begriff Westaserbaidschan firmierende Interessengruppen erheben immer wieder die Forderung auf Sjunik, die südlichste Provinz der Republik Armenien, die sie Sangesur nennen. Über zwei Drittel der schätzungsweise zehn Millionen Menschen, die sich als Armenier definieren, leben außerhalb ihrer Heimat, im Ergebnis von Verfolgung und Genoziderfahrungen.
Die Verbrechen, die die beiden spätosmanischen Regime der in Europa so genannten Jungtürken und ab 1919 der Kemalisten an den Christinnen und Christen des Osmanischen Reiches begingen, blieben strafrechtlich weitgehend ungesühnt, insbesondere die der Kemalisten, die in der Türkei und weit darüber hinaus bis heute als Modernisierer und Fortschrittsbringer gelten. Mustafa Kemal war es auch, der die Urteile osmanischer Militärgerichtshöfe aufhob, die 1919 eine Reihe hochrangiger Jungtürken zum Tode verurteilt hatten, in den meisten Fällen in deren Abwesenheit.
Weiterlesen →Ansprache über Lehrpläne zu Armenien zum Genozid-Gedenktag am 24. April 2026
Ansprache über Lehrpläne zu Armenien
Ich möchte eine kleine Geschichte aus der Schule erzählen, eine ermutigende Geschichte, wie ich finde.
Am Hölderlin-Gymnasium hat sie sich ereignet, hier in Köln, in Mühleim, initiiert von einem Lehrer, ausgeführt von seinen Schülerinnen und Schülern.
Am Ende hatten sie ein Dutzend eindrucksvolle Tafeln hergestellt, die sich mit der Geschichte des Genozids auseinandersetzen, mit dem Mahnmal hier in Köln, mit Armin T. Wegener, mit der Verwicklung des deutschen Kaiserreichs in den Völkermord, mit den Berichten von Überlebenden, mit Hrant Dink und mit der türkischen Zivilgesellschaft, die noch heute ihre Freiheit und ihr Leben riskiert, wenn sie den Völkermord anerkennt und dafür eintritt.
Weiterlesen →Ansprache über Lehrpläne zu Armenien
Ich möchte eine kleine Geschichte aus der Schule erzählen, eine ermutigende Geschichte, wie ich finde.
Am Hölderlin-Gymnasium hat sie sich ereignet, hier in Köln, in Mühleim, initiiert von einem Lehrer, ausgeführt von seinen Schülerinnen und Schülern.
Am Ende hatten sie ein Dutzend eindrucksvolle Tafeln hergestellt, die sich mit der Geschichte des Genozids auseinandersetzen, mit dem Mahnmal hier in Köln, mit Armin T. Wegener, mit der Verwicklung des deutschen Kaiserreichs in den Völkermord, mit den Berichten von Überlebenden, mit Hrant Dink und mit der türkischen Zivilgesellschaft, die noch heute ihre Freiheit und ihr Leben riskiert, wenn sie den Völkermord anerkennt und dafür eintritt.
Weiterlesen →Wir laden ein: Internationaler Gedenktag zum Genozid an den Armeniern
Internationaler Gedenktag zum Genozid an den Armeniern
Wir laden herzlich ein, sich am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ an der Hohenzollernbrücke zu versammeln.
Am 24. April 2026 werden wir wieder des Genozids an den Armeniern und anderer christlicher Minderheiten gedenken und uns ab 17.00 Uhr am Mahnmal treffen, um an das Menschheitsverbrechen 1915-1917 im Osmanischen Reich zu erinnern. Dem Völkermord fielen über 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Das deutsche Kaiserreich war an diesem Genozid beteiligt. Es besteht die Gelegenheit, Blumen am Mahnmal niederzulegen. Der Chor der Armenischen Gemeinde Köln wird das Gedenken begleiten. RednerInnen werden die aktuelle Lage in der Erinnerungspolitik in Deutschland und Armenien darstellen und reflektieren:
Dr. Tessa Hofmann, Menschenrechtlerin und Wissenschaftlerin: „Schlussstrich? – Erinnern und Gedenken. Zehn Jahre nach der Bundestagsresolution von 2016“.
Dr. Jeanette Ehrmann, Humboldt-Universität spricht über ihre Rückkehr zum Dorf ihrer Mutter am Musa Dag (Berg im Süden der Türkei) im Rahmen eines Filmprojekts: „Welche Spuren sind sichtbar: Spuren der Vernichtung, Spuren des Widerstands?“
Albrecht Kieser, Initiative Völkermord Erinnern: „Der Genozid an den Armeniern im Unterricht an deutschen Schulen. Ein nicht eingelöstes Versprechen.“ Wir freuen uns über Eure und Ihre Teilnahme und über die Weiterleitung unserer Einladung.
Internationaler Gedenktag zum Genozid an den Armeniern
Wir laden herzlich ein, sich am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ an der Hohenzollernbrücke zu versammeln.
Am 24. April 2026 werden wir wieder des Genozids an den Armeniern und anderer christlicher Minderheiten gedenken und uns ab 17.00 Uhr am Mahnmal treffen, um an das Menschheitsverbrechen 1915-1917 im Osmanischen Reich zu erinnern. Dem Völkermord fielen über 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Das deutsche Kaiserreich war an diesem Genozid beteiligt. Es besteht die Gelegenheit, Blumen am Mahnmal niederzulegen. Der Chor der Armenischen Gemeinde Köln wird das Gedenken begleiten. RednerInnen werden die aktuelle Lage in der Erinnerungspolitik in Deutschland und Armenien darstellen und reflektieren:
Dr. Tessa Hofmann, Menschenrechtlerin und Wissenschaftlerin: „Schlussstrich? – Erinnern und Gedenken. Zehn Jahre nach der Bundestagsresolution von 2016“.
Dr. Jeanette Ehrmann, Humboldt-Universität spricht über ihre Rückkehr zum Dorf ihrer Mutter am Musa Dag (Berg im Süden der Türkei) im Rahmen eines Filmprojekts: „Welche Spuren sind sichtbar: Spuren der Vernichtung, Spuren des Widerstands?“
Albrecht Kieser, Initiative Völkermord Erinnern: „Der Genozid an den Armeniern im Unterricht an deutschen Schulen. Ein nicht eingelöstes Versprechen.“ Wir freuen uns über Eure und Ihre Teilnahme und über die Weiterleitung unserer Einladung.
Rede von Talin Kalatas, Geschäftsführerin NaturFreunde NRW
Gedenktag 2025: Rede zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern 1915
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
***
„In den sozialen Medien gibt es derzeit ein Reel, das oft geteilt und nachgestellt wird:
Zu sehen sind 3 Wassergläser, zwei leere ein volles. In dem vollen ist verschmutztes Wasser, das in eines der leeren Gläser gekippt wird und von diesem in das andere Leere.
Das letzte Glas wird dann solange mit klarem Wasser gespült, bis nichts von dem schmutzigen Wasser übrigbleibt.
Darüber in großen Buchstaben „generationales Trauma kannst du selbst stoppen“. – oder so etwas in der Art.
Was uns Social Media damit sagen möchte ist: optimiere dich selbst, DU kannst dafür sorgen, dass Traumata nicht weiter vererbt werden, wenn du nur gut genug an dir arbeitest, werden deine Kinder die Traumata der letzten Generationen nicht weiterleben.
Unabhängig davon, dass das überhaupt nicht so einfach ist und Menschen keine Gläser, die mit klarem Wasser gespült werden können, bis sie sauber sind – Was soll eigentlich dieses klare Wasser hier bedeuten? Fehlen neben den Traumata die in unseren Familiengeschichten stecken auch die guten Erinnerungen?Oder die Willenskraft von vorne beginnen zu können, nachdem man das unvorstellbare erlebt hat? Sind wir nicht funktional, wertig und besonders, wenn unser Wasser durch das Leid unserer Geliebten „getrübt“ wurde? Oder ist das klare Wasser im Kontext des Völkermords vielleicht sogar das Übernehmen der Nationalgeschichte der Täter*innen und damit die Aufgabe unserer eigenen Geschichte?
Gedenktag 2025: Rede zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern 1915
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
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„In den sozialen Medien gibt es derzeit ein Reel, das oft geteilt und nachgestellt wird:
Zu sehen sind 3 Wassergläser, zwei leere ein volles. In dem vollen ist verschmutztes Wasser, das in eines der leeren Gläser gekippt wird und von diesem in das andere Leere.
Das letzte Glas wird dann solange mit klarem Wasser gespült, bis nichts von dem schmutzigen Wasser übrigbleibt.
Darüber in großen Buchstaben „generationales Trauma kannst du selbst stoppen“. – oder so etwas in der Art.
Was uns Social Media damit sagen möchte ist: optimiere dich selbst, DU kannst dafür sorgen, dass Traumata nicht weiter vererbt werden, wenn du nur gut genug an dir arbeitest, werden deine Kinder die Traumata der letzten Generationen nicht weiterleben.
Unabhängig davon, dass das überhaupt nicht so einfach ist und Menschen keine Gläser, die mit klarem Wasser gespült werden können, bis sie sauber sind – Was soll eigentlich dieses klare Wasser hier bedeuten? Fehlen neben den Traumata die in unseren Familiengeschichten stecken auch die guten Erinnerungen?Oder die Willenskraft von vorne beginnen zu können, nachdem man das unvorstellbare erlebt hat? Sind wir nicht funktional, wertig und besonders, wenn unser Wasser durch das Leid unserer Geliebten „getrübt“ wurde? Oder ist das klare Wasser im Kontext des Völkermords vielleicht sogar das Übernehmen der Nationalgeschichte der Täter*innen und damit die Aufgabe unserer eigenen Geschichte?
Rede des Vorsitzenden der armenischen Gemeinde in Köln, Antranik Tabaker
Gedenktag 2025: Rede des Vorsitzenden der armenischen Gemeinde in Köln, Antranik Tabaker, zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern 1915
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
***
„Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde,
im Namen der Armenischen Gemeinde Köln begrüße ich Sie zu der heutigen Gedenkveranstaltung am Mahnmal auf der Hohenzollernbrücke.
Am heutigen Tag jährt sich zum 110. Mal ein Menschheitsverbrechen, das sich tief in das kollektive Gedächtnis eines Volkes eingebrannt hat. Der Völkermord an den Armenierinnen und Armeniern im Jahr 1915 ist nicht einfach nur ein historisches Ereignis – er war und ist eine blutige Zäsur, ein Riss in der jahrtausendealten armenischen Geschichte, der bis heute nicht verheilt ist.
Bis zu jenem Schicksalsjahr waren die Armenierinnen und Armenier ein unverzichtbarer Bestandteil der osmanischen Gesellschaft. Über Jahrhunderte hinweg lebten sie im Vielvölkerstaat des Osmanischen Reiches und prägten Handel, Kultur, Bildung und Wissenschaft. Ihre Spuren finden sich in allen gesellschaftlichen Bereichen. Und doch wurden all diese kulturellen Errungenschaften plötzlich in Frage gestellt. In einem Akt systematischer Gewalt wurden über 1,5 Millionen Armenierinnen und Armenier aus ihrer angestammten Heimat vertrieben, ausgeraubt, entrechtet und entmenschlicht.
Weiterlesen →Gedenktag 2025: Rede des Vorsitzenden der armenischen Gemeinde in Köln, Antranik Tabaker, zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern 1915
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
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„Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde,
im Namen der Armenischen Gemeinde Köln begrüße ich Sie zu der heutigen Gedenkveranstaltung am Mahnmal auf der Hohenzollernbrücke.
Am heutigen Tag jährt sich zum 110. Mal ein Menschheitsverbrechen, das sich tief in das kollektive Gedächtnis eines Volkes eingebrannt hat. Der Völkermord an den Armenierinnen und Armeniern im Jahr 1915 ist nicht einfach nur ein historisches Ereignis – er war und ist eine blutige Zäsur, ein Riss in der jahrtausendealten armenischen Geschichte, der bis heute nicht verheilt ist.
Bis zu jenem Schicksalsjahr waren die Armenierinnen und Armenier ein unverzichtbarer Bestandteil der osmanischen Gesellschaft. Über Jahrhunderte hinweg lebten sie im Vielvölkerstaat des Osmanischen Reiches und prägten Handel, Kultur, Bildung und Wissenschaft. Ihre Spuren finden sich in allen gesellschaftlichen Bereichen. Und doch wurden all diese kulturellen Errungenschaften plötzlich in Frage gestellt. In einem Akt systematischer Gewalt wurden über 1,5 Millionen Armenierinnen und Armenier aus ihrer angestammten Heimat vertrieben, ausgeraubt, entrechtet und entmenschlicht.
Weiterlesen →Rede von Wolfgang Heiermann, Initiative Völkermord erinnern
Gedenktag 2025: Die Beteiligung des deutschen Kaiserreichs am Völkermord an den Armeniern
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
***
„Heute an dem internationalen Jahrestag des Genozids an der armenischen Bevölkerung gedenken wir der Opfer der Verbrechen.
Den Opfern zu gedenken heißt auch, die Täter zu benennen. Der Genozid ist vom deutschen Bundestag vor 10 Jahren anerkannt worden, ohne die Beteiligung und Duldung von deutschen Offizieren durch Kaiser Wilhelm II aber ausdrücklich zu erwähnen.
Kein Unrecht kann vergehen, solange es nicht von seinen Verursachern, den Tätern anerkannt ist.
Große Bevölkerungsteile in der Türkei und Deutschland beschweigen dieses Verbrechen, wollen es nur ungern wahrhaben oder bekämpfen es aktiv. Die offizielle Politik in der Türkei verfolgt das Gedenken repressiv und bereitet immer wieder den Boden für Verbrechen wie die Ermordung von Harant Dink 2007 zeigte.
Weiterlesen →Gedenktag 2025: Die Beteiligung des deutschen Kaiserreichs am Völkermord an den Armeniern
Auch am 24. April diesen Jahres versammelten sich über hundert Menschen am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“, um der Opfer des Genozids an den Armeniern zu erinnern, der vor 110 Jahren im damaligen Osmanischen Reich begann. Der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde rahmte die Feierstunde mit Liedern ein, Gemeindepfarrer Hayr Yeghishe Avetisyan begann mit einer Andacht, danach wurden Beiträge von Atranik Tabaker, Talin Kalatas und Wolfgang Heiermann vorgetragen:
***
„Heute an dem internationalen Jahrestag des Genozids an der armenischen Bevölkerung gedenken wir der Opfer der Verbrechen.
Den Opfern zu gedenken heißt auch, die Täter zu benennen. Der Genozid ist vom deutschen Bundestag vor 10 Jahren anerkannt worden, ohne die Beteiligung und Duldung von deutschen Offizieren durch Kaiser Wilhelm II aber ausdrücklich zu erwähnen.
Kein Unrecht kann vergehen, solange es nicht von seinen Verursachern, den Tätern anerkannt ist.
Große Bevölkerungsteile in der Türkei und Deutschland beschweigen dieses Verbrechen, wollen es nur ungern wahrhaben oder bekämpfen es aktiv. Die offizielle Politik in der Türkei verfolgt das Gedenken repressiv und bereitet immer wieder den Boden für Verbrechen wie die Ermordung von Harant Dink 2007 zeigte.
Weiterlesen →Veranstaltungsreihe: 110 Jahre Genozid an den Armeniern
Veranstaltungsreihe aus Anlass 110 Jahre Völkermord an den Armeniern
Wir laden herzlich ein am
» Montag, 31. März: Filmvorführung: „Aghet – Ein Völkermord“
» Mittwoch, 16. April: Musikalisch-literarische Erinnerung in Tönen ohne Hass (Erstaufführung)
» Donnerstag, 24. April: Gedenken und Blumenniederlegung am Mahnmal.

Veranstaltungsreihe aus Anlass 110 Jahre Völkermord an den Armeniern
Wir laden herzlich ein am
» Montag, 31. März: Filmvorführung: „Aghet – Ein Völkermord“
» Mittwoch, 16. April: Musikalisch-literarische Erinnerung in Tönen ohne Hass (Erstaufführung)
» Donnerstag, 24. April: Gedenken und Blumenniederlegung am Mahnmal.

Ararat Kollektiv Berlin: Rede am Mahnmal zum Gedenktag am 24. April 2024
Der Umgang mit dem Mahnmal ist in Anbetracht Deutscher Beihilfe zum Genozid ein Skandal
Սիրելի ընկերուհիներ ու ընկերներ, liebe alle, die sich solidarisch mit uns zeigen!
Wir sind Arev und Sose und wir sind Teil vom Ararat Kollektiv Berlin. Mit unserer Arbeit wollen wir armenisches Leben aufrecht erhalten, wir wollen in der Deutschen Öffentlichkeit auf die Unterdrückung der Armenier*innen aufmerksam machen und den deutschen Staat in die Verantwortung ziehen. Und wir wollen Widerstand leisten, gegen den anhaltenden türkischen und aserbaidschanischen Faschismus, der nicht nur in unserer Heimat, sondern auch hier in Deutschland präsent ist. Wir sind fassungslos darüber, dass das Genozidmahnmal in Köln – auf den massiven Druck hin, der von türkisch-nationalistischen Vereinen aufkam –nun schon mehrmals auf- und abgebaut wurde. Gerade in Anbetracht der Deutschen Beihilfe zum Genozid und der damit einhergehenden Verantwortung ist das ein Skandal.
Das Deutsche Reich war gemeinsam mit Österreich-Ungarn engster Verbündeter des Osmanischen Reiches. Das bedeutet auch, dass es genauestens Bescheid wusste über die Deportationen und Massaker an den Armenier*innen. Es gibt etliche diplomatische Dokumente, aus denen das hervorgeht. So hat beispielsweise der deutsche Botschafter in Konstantinopel, Hans Freiherr von Wangenheim, einen Bericht an Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg nach Berlin geschickt, in dem es heißt: „Die Umstände und die Art, wie die Umsiedlung durchgeführt wird zeigen, dass die Regierung tatsächlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im türkischen Reiche zu vernichten.“ Und das Deutsche Reich war nicht nur indirekt, mit seinem bewussten Wegsehen in den Genozid verwickelt. Deutsche Militärs und Diplomaten teilten die rassistischen Vorstellungen der Jungtürken sogar und einige deutsche Soldaten waren aktiv am Morden beteiligt. Und was entschied Reichskanzler Bethman Hollweg schlussendlich? „Unser einziges Ziel ist es, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht“.
Weiterlesen →Der Umgang mit dem Mahnmal ist in Anbetracht Deutscher Beihilfe zum Genozid ein Skandal
Սիրելի ընկերուհիներ ու ընկերներ, liebe alle, die sich solidarisch mit uns zeigen!
Wir sind Arev und Sose und wir sind Teil vom Ararat Kollektiv Berlin. Mit unserer Arbeit wollen wir armenisches Leben aufrecht erhalten, wir wollen in der Deutschen Öffentlichkeit auf die Unterdrückung der Armenier*innen aufmerksam machen und den deutschen Staat in die Verantwortung ziehen. Und wir wollen Widerstand leisten, gegen den anhaltenden türkischen und aserbaidschanischen Faschismus, der nicht nur in unserer Heimat, sondern auch hier in Deutschland präsent ist. Wir sind fassungslos darüber, dass das Genozidmahnmal in Köln – auf den massiven Druck hin, der von türkisch-nationalistischen Vereinen aufkam –nun schon mehrmals auf- und abgebaut wurde. Gerade in Anbetracht der Deutschen Beihilfe zum Genozid und der damit einhergehenden Verantwortung ist das ein Skandal.
Das Deutsche Reich war gemeinsam mit Österreich-Ungarn engster Verbündeter des Osmanischen Reiches. Das bedeutet auch, dass es genauestens Bescheid wusste über die Deportationen und Massaker an den Armenier*innen. Es gibt etliche diplomatische Dokumente, aus denen das hervorgeht. So hat beispielsweise der deutsche Botschafter in Konstantinopel, Hans Freiherr von Wangenheim, einen Bericht an Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg nach Berlin geschickt, in dem es heißt: „Die Umstände und die Art, wie die Umsiedlung durchgeführt wird zeigen, dass die Regierung tatsächlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im türkischen Reiche zu vernichten.“ Und das Deutsche Reich war nicht nur indirekt, mit seinem bewussten Wegsehen in den Genozid verwickelt. Deutsche Militärs und Diplomaten teilten die rassistischen Vorstellungen der Jungtürken sogar und einige deutsche Soldaten waren aktiv am Morden beteiligt. Und was entschied Reichskanzler Bethman Hollweg schlussendlich? „Unser einziges Ziel ist es, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht“.
Weiterlesen →24. April: Internationaler Gedenktag zum Genozid an den Armeniern
Eindrucksvolle Erinnerungsfeier am Mahnmal
Erneut haben wir uns am 24. April, dem internationalen Gedenktag zum Genozid an den Armeniern, an der Hohenzollernbrücke versammelt. Am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ legten etwa 250 Menschen hunderte Blumen und Kränze nieder. In kurzen Ansprachen wurde der Opfer von 1915-1918 gedacht, der ermordeten Armenier, Aramäer, Assyrer und Pontosgriechen. Der Pfarrer der Armenischen Gemeinde sprach zu Anfang ein Gebet, die Vorsitzende der Gemeinde erläuterte in ihrer Ansprache die Notwendigkeit, das Erinnern an den Genozid wachzuhalten und aus den damaligen Gräueltaten Lehren für heute gegen rassistische Ausgrenzungen und Krieg zu ziehen.
Israel Kaunatjike, Herero-Aktivist aus Berlin erinnerte an den ersten Genozid, den das deutsche Kaiserreich im 20. Jahrhundert im damaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, verübt hatte. Ein Vertreter der Vereins der Völkermordgegner aus Frankfurt stellte sich der türkischen Verantwortung für den Genozid elf Jahre später im damaligen Osmanischen Reich, der vom Kaiserreich unterstützt wurde. Zwei junge Frauen des Berliner Kollektivs „Ararat“ machten deutlich, dass die Verfolgung der Armenierinnen und Armenier im Osmanischen Reich ihre Fortsetzung in der gewalttätigen Vertreibung der armenischen Bewohner*innen von Arzach/Berg-Karabach findet und in den angedrohten kriegerischen Übergriffen Aserbaidschans auf Armenien, die vom türkischen Erdogan-Regime offen unterstützt werden.
Die Initiative Völkermord erinnern bat alle Anwesenden, die Berichte über die weiteren Gespräche mit der Kulturverwaltung der Stadt Köln auf dieser Website zu verfolgen. Bisher ist nicht absehbar, welcher Art das geplante „große“ Mahnmal sein wird, für das der Rat der Stadt Köln Ende 2023 einen Betrag von 400.000 Euro beschlossen hat. Die Versammelten waren sich allerdings einig, dass es der Opfer des Genozids an den Armeniern gedenken und die Täter benennen muss. Ob es darüber hinaus ein weiteres Mahnmal geben wird, das an die Opfer des Genozids an den Nama und den Ova-Herero erinnert, ist noch gänzlich ungeklärt.
Die einstündige Veranstaltung wurde würdig eingerahmt von Liedern des armenisch-türkischen Musikers Yaşar Kurt.
Eindrucksvolle Erinnerungsfeier am Mahnmal
Erneut haben wir uns am 24. April, dem internationalen Gedenktag zum Genozid an den Armeniern, an der Hohenzollernbrücke versammelt. Am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ legten etwa 250 Menschen hunderte Blumen und Kränze nieder. In kurzen Ansprachen wurde der Opfer von 1915-1918 gedacht, der ermordeten Armenier, Aramäer, Assyrer und Pontosgriechen. Der Pfarrer der Armenischen Gemeinde sprach zu Anfang ein Gebet, die Vorsitzende der Gemeinde erläuterte in ihrer Ansprache die Notwendigkeit, das Erinnern an den Genozid wachzuhalten und aus den damaligen Gräueltaten Lehren für heute gegen rassistische Ausgrenzungen und Krieg zu ziehen.
Israel Kaunatjike, Herero-Aktivist aus Berlin erinnerte an den ersten Genozid, den das deutsche Kaiserreich im 20. Jahrhundert im damaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, verübt hatte. Ein Vertreter der Vereins der Völkermordgegner aus Frankfurt stellte sich der türkischen Verantwortung für den Genozid elf Jahre später im damaligen Osmanischen Reich, der vom Kaiserreich unterstützt wurde. Zwei junge Frauen des Berliner Kollektivs „Ararat“ machten deutlich, dass die Verfolgung der Armenierinnen und Armenier im Osmanischen Reich ihre Fortsetzung in der gewalttätigen Vertreibung der armenischen Bewohner*innen von Arzach/Berg-Karabach findet und in den angedrohten kriegerischen Übergriffen Aserbaidschans auf Armenien, die vom türkischen Erdogan-Regime offen unterstützt werden.
Die Initiative Völkermord erinnern bat alle Anwesenden, die Berichte über die weiteren Gespräche mit der Kulturverwaltung der Stadt Köln auf dieser Website zu verfolgen. Bisher ist nicht absehbar, welcher Art das geplante „große“ Mahnmal sein wird, für das der Rat der Stadt Köln Ende 2023 einen Betrag von 400.000 Euro beschlossen hat. Die Versammelten waren sich allerdings einig, dass es der Opfer des Genozids an den Armeniern gedenken und die Täter benennen muss. Ob es darüber hinaus ein weiteres Mahnmal geben wird, das an die Opfer des Genozids an den Nama und den Ova-Herero erinnert, ist noch gänzlich ungeklärt.
Die einstündige Veranstaltung wurde würdig eingerahmt von Liedern des armenisch-türkischen Musikers Yaşar Kurt.
Internationaler Gedenktag zum Genozid an den Armeniern
Wir laden herzlich ein, sich am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ zu versammeln.
24. April 2024, 17-18.30 Uhr
Am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern
Hohenzollernbrücke, 50679 Köln
Wir erinnern an die Opfer!
Wir nennen die Täter!
Wir stellen uns gegen Kriegspropaganda, Antisemitismus und Rassismus heute!
Es besteht die Gelegenheit, Blumen am Mahnmal niederzulegen.
Mit Beiträgen von
Israel Kaunatjike, Aktivist Herero/Nama, Berlin
Verein der Völkermordgegner, Frankfurt,
u.a.
Musik: Yaşar Kurt
Veranstalter:
Initiative Völkermord Erinnern
Unterstützt von:
Armenische Gemeinde Köln
TÜDAY Menschenrechtsverein Türkei Deutschland e.V
Kölner Friedensforum
Katholisches Bildungswerk Köln
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Köln
Verein EL-DE-Haus e.V.
KulturForum TürkeiDeutschland e.V.
Freundschaftsinitiative GriechenlandTürkei
Hrant Dink Forum Köln
Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland
Verein der Völkermordgegner e.V.
Attac Köln
Initiativkreis Erinnerungsort Afrikaviertel Köln-Nippes
ÊJD-NRW – Ezidische Jugend Deutschland Nordrhein-Westfalen e. V.
Katholisches Stadtdekanat Köln
Katholikenausschuss in der Stadt Köln
Melanchthon-Akademie Köln
***
Im April 2018 wurde das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ auf dem Kurt-Rossa-Platz errichtet. In unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild des Völkermörders Kaiser Wilhelm II erinnert es an das Menschheitsverbrechen 1915-1917 im Osmanischen Reich, dem über 1,5 Millionen Armenierinnen und Armenier zum Opfer fielen. Das deutsche Kaiserreich war an diesem Genozid beteiligt. Mit Unterstützung der Kölner Zivilgesellschaft, der Bezirksvertretung Innenstadt und des Rates der Stadt Köln steht das Mahnmal nun seit einem Jahr ununterbrochen an seinem Ort, während es zuvor immer wieder abgebaut wurde. Derzeit wird nach einem Weg gesucht, wie in Köln dauerhaft an den Genozid an den Armeniern erinnert und der anderen Völkermorde gedacht werden kann, die das Kaiserreich verübt hat. Angesichts der aktuellen Gemetzel in der Welt und nicht zuletzt der Kriege, die Aserbaidschan gegen die Armenier in Arzach und Armenien mit ausdrücklich positivem Bezug auf die Völkermörder von 1915 geführt hat und erneut vorbereitet, ist dieses Anliegen aktueller denn je.

Wir laden herzlich ein, sich am Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ zu versammeln.
24. April 2024, 17-18.30 Uhr
24. April 2024, 17-18.30 Uhr
Am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern
Hohenzollernbrücke, 50679 Köln
Wir erinnern an die Opfer!
Wir nennen die Täter!
Wir stellen uns gegen Kriegspropaganda, Antisemitismus und Rassismus heute!
Es besteht die Gelegenheit, Blumen am Mahnmal niederzulegen.
Mit Beiträgen von
Israel Kaunatjike, Aktivist Herero/Nama, Berlin
Verein der Völkermordgegner, Frankfurt,
u.a.
Musik: Yaşar Kurt
Veranstalter:
Initiative Völkermord Erinnern
Unterstützt von:
Armenische Gemeinde Köln
TÜDAY Menschenrechtsverein Türkei Deutschland e.V
Kölner Friedensforum
Katholisches Bildungswerk Köln
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Köln
Verein EL-DE-Haus e.V.
KulturForum TürkeiDeutschland e.V.
Freundschaftsinitiative GriechenlandTürkei
Hrant Dink Forum Köln
Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland
Verein der Völkermordgegner e.V.
Attac Köln
Initiativkreis Erinnerungsort Afrikaviertel Köln-Nippes
ÊJD-NRW – Ezidische Jugend Deutschland Nordrhein-Westfalen e. V.
Katholisches Stadtdekanat Köln
Katholikenausschuss in der Stadt Köln
Melanchthon-Akademie Köln
***
Im April 2018 wurde das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle!“ auf dem Kurt-Rossa-Platz errichtet. In unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild des Völkermörders Kaiser Wilhelm II erinnert es an das Menschheitsverbrechen 1915-1917 im Osmanischen Reich, dem über 1,5 Millionen Armenierinnen und Armenier zum Opfer fielen. Das deutsche Kaiserreich war an diesem Genozid beteiligt. Mit Unterstützung der Kölner Zivilgesellschaft, der Bezirksvertretung Innenstadt und des Rates der Stadt Köln steht das Mahnmal nun seit einem Jahr ununterbrochen an seinem Ort, während es zuvor immer wieder abgebaut wurde. Derzeit wird nach einem Weg gesucht, wie in Köln dauerhaft an den Genozid an den Armeniern erinnert und der anderen Völkermorde gedacht werden kann, die das Kaiserreich verübt hat. Angesichts der aktuellen Gemetzel in der Welt und nicht zuletzt der Kriege, die Aserbaidschan gegen die Armenier in Arzach und Armenien mit ausdrücklich positivem Bezug auf die Völkermörder von 1915 geführt hat und erneut vorbereitet, ist dieses Anliegen aktueller denn je.

Hrant Dink Gedenkveranstaltung
Hrant Dink Gedenkveranstaltung am Mahnmal
19. Januar 2024, 19 Uhr
Am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern
Hohenzollernbrücke, 50679 Köln
Am 19. Januar jährt sich zum 24. Mal die Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink. Aus diesem Anlass findet am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern eine Gedenkveranstaltung statt, zu der TÜDAY, die Armenische Gemeinde Köln, die Initiative „Völkermord erinnern“, das KulturForum TürkeiDeutschland und die Mahnwache Köln „Stimmen der Solidarität“ aufgerufen haben.

Hrant Dink Gedenkveranstaltung am Mahnmal
19. Januar 2024, 19 Uhr
Am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern
Hohenzollernbrücke, 50679 Köln
Am 19. Januar jährt sich zum 24. Mal die Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink. Aus diesem Anlass findet am Mahnmal zum Genozid an den Armeniern eine Gedenkveranstaltung statt, zu der TÜDAY, die Armenische Gemeinde Köln, die Initiative „Völkermord erinnern“, das KulturForum TürkeiDeutschland und die Mahnwache Köln „Stimmen der Solidarität“ aufgerufen haben.

Das Ende von Arzach
Ein Abend über die Vertreibung der Armenier:innen aus Bergkarabach
In Kooperation mit der Initiative »Völkermord erinnern«, dem Hrant Dink Forum Köln und dem KulturForum TürkeiDeutschland.
Wann? Mittwoch, 17. Januar um 20:00 Uhr im Schauspielhaus Köln.
Mit einer neunmonatigen Hungerblockade und einer anschließenden Militäraktion im September 2023 eroberte Aserbaidschan die Republik Arzach. Alle 120.000 dort lebenden indigenen Armenier*innen wurden aus Bergkarabach vertrieben. Die Auflösung aller Regierungsbehörden zum 1. Januar 2024 beendete offiziell das Bestehen der Republik Arzach.
Schlagzeilen verkündeten im September »Ein Tag Krieg« und wurden damit einer angemessenen Kontextualisierung nicht gerecht. Schon in den Monaten davor hatte Aserbaidschan den einzigen Zulieferungsweg von Armenien nach Bergkarabach blockiert. Den dort lebenden Armenier*innen fehlte es an Lebensmitteln, Treibstoff und Medizin, doch die deutsche und internationale Berichterstattung blieb überwiegend aus. Als Reaktion darauf stellt dieser Abend eine historische und politische Einordnung in der Vordergrund: Komponist und Gitarrist Marc Sinan spielt im Duo mit Cellist Anıl Eraslan ein Konzert gegen den Krieg, das den Vertriebenen eine Stimme geben soll. Ihre Musik rahmt die Diskussion zwischen der Historikerin Prof. Elyse Semerdjian vom Strassler Center for Holocaust and Genocide Studies der Clark University, Ilias Uyar, Rechtsanwalt und Mitinitiator der Kölner Initiative »Völkermord erinnern« und Umweltökonomin und Aktivistin Talin Kalatas. Es moderiert Mareike Götzinger.
Ausgehend von der Debatte um das Mahnmal der Initiative »Völkermord erinnern« in Köln wird Kontinuitäten seit dem Genozid an den Armenier*innen 1915–1918 nachgegangen und die aktuelle Situation in Bergkarabach diskutiert. Es wird dabei an die wichtige und unermüdliche Arbeit des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink erinnert, der am 19. Januar 2007 ermordet wurde. Dink setzte sich sein Leben lang für die Versöhnung zwischen Türk*innen und Armenier*innen und die Erinnerung an den armenischen Genozid ein.
Ein Abend über die Vertreibung der Armenier:innen aus Bergkarabach
In Kooperation mit der Initiative »Völkermord erinnern«, dem Hrant Dink Forum Köln und dem KulturForum TürkeiDeutschland.
Wann? Mittwoch, 17. Januar um 20:00 Uhr im Schauspielhaus Köln.
Mit einer neunmonatigen Hungerblockade und einer anschließenden Militäraktion im September 2023 eroberte Aserbaidschan die Republik Arzach. Alle 120.000 dort lebenden indigenen Armenier*innen wurden aus Bergkarabach vertrieben. Die Auflösung aller Regierungsbehörden zum 1. Januar 2024 beendete offiziell das Bestehen der Republik Arzach.
Schlagzeilen verkündeten im September »Ein Tag Krieg« und wurden damit einer angemessenen Kontextualisierung nicht gerecht. Schon in den Monaten davor hatte Aserbaidschan den einzigen Zulieferungsweg von Armenien nach Bergkarabach blockiert. Den dort lebenden Armenier*innen fehlte es an Lebensmitteln, Treibstoff und Medizin, doch die deutsche und internationale Berichterstattung blieb überwiegend aus. Als Reaktion darauf stellt dieser Abend eine historische und politische Einordnung in der Vordergrund: Komponist und Gitarrist Marc Sinan spielt im Duo mit Cellist Anıl Eraslan ein Konzert gegen den Krieg, das den Vertriebenen eine Stimme geben soll. Ihre Musik rahmt die Diskussion zwischen der Historikerin Prof. Elyse Semerdjian vom Strassler Center for Holocaust and Genocide Studies der Clark University, Ilias Uyar, Rechtsanwalt und Mitinitiator der Kölner Initiative »Völkermord erinnern« und Umweltökonomin und Aktivistin Talin Kalatas. Es moderiert Mareike Götzinger.
Ausgehend von der Debatte um das Mahnmal der Initiative »Völkermord erinnern« in Köln wird Kontinuitäten seit dem Genozid an den Armenier*innen 1915–1918 nachgegangen und die aktuelle Situation in Bergkarabach diskutiert. Es wird dabei an die wichtige und unermüdliche Arbeit des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink erinnert, der am 19. Januar 2007 ermordet wurde. Dink setzte sich sein Leben lang für die Versöhnung zwischen Türk*innen und Armenier*innen und die Erinnerung an den armenischen Genozid ein.
Frohes Neues Jahr
Frohes Neues Jahr 2024!
Das Mahnmal bleibt! Alles Gute zum Neuen Jahr wünschen wir Euch!
Eure Initiative Völkermord erinnern.

Frohes Neues Jahr 2024!
Das Mahnmal bleibt! Alles Gute zum Neuen Jahr wünschen wir Euch!
Eure Initiative Völkermord erinnern.

Adventssingen
Mitsing-Adventskonzert am Mahnmal
Lust auf eine besinnliche und musikalische Einstimmung auf Weihnachten? Dann komm zum Mitsing-Adventskonzert mit dem „Komitas Chor“ der Armenischen Gemeinde Köln!
Am 16.12 um 16.00 Uhr laden wir dich herzlich ein, mit uns armenische, deutsche und internationale Weihnachtslieder zu singen. Das Mitsing-Konzert findet am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke statt. Wir freuen uns auf dich und deine Freunde! Teile diese Veranstaltung mit allen, die gerne mitsingen möchten!

Mitsing-Adventskonzert am Mahnmal
Lust auf eine besinnliche und musikalische Einstimmung auf Weihnachten? Dann komm zum Mitsing-Adventskonzert mit dem „Komitas Chor“ der Armenischen Gemeinde Köln!
Am 16.12 um 16.00 Uhr laden wir dich herzlich ein, mit uns armenische, deutsche und internationale Weihnachtslieder zu singen. Das Mitsing-Konzert findet am Mahnmal an der Hohenzollernbrücke statt. Wir freuen uns auf dich und deine Freunde! Teile diese Veranstaltung mit allen, die gerne mitsingen möchten!

Aktueller Stand zum Mahnmal
Aktueller Stand zum Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“
Am 29.11. 2023 meldete der Kölner Stadtanzeiger, das Mahnmal werde noch dieses Jahr von der Stadtverwaltung abgeräumt. Das ist nicht so. Hier ein Überblick über die aktuelle Lage:
- Die Stadtverwaltung hat sich offiziell von diesem behaupteten Ansinnen distanziert. Die Kölnische Rundschau hat die Korrektur gemeldet. Der Stadtanzeiger leider nicht.
- Der Rat hat in seiner Sitzung am 7.12. 23 beschlossen, dass ein Dialogprozess mit Vertreter*innen der Zivilgesellschaft eingeleitet wird, an dessen Ende eine Empfehlung stehen soll, wie in dieser Stadt der deutschen Kolonialverbrechen und des Genozids an den Armeniern gedacht werden soll (zum Ratsbeschluss »).
- Der Dialogprozess soll vermutlich im Februar oder März 2024 mit der Einberufung eines sogenannten Lenkungskreises beginnen, zu dem auch die Initiative Völkermord Erinnern und die Armenische Gemeinde gebeten wird. Politik und Verwaltung sitzen ebenfalls in diesem Gremium, wer noch und wie die Mandate verteilt sind, ist bislang nicht festgelegt.
- Auf der ersten Sitzung des Lenkungskreises kann über den weiteren Verbleib des Mahnmals diskutiert und der Verwaltung/dem Rat empfohlen werden, das Mahnmal so lange stehen zu lassen, bis eine konkrete Alternative auf dem Tisch liegt bzw. in die Realisierung geht.
- Für den gesamten Findungsprozess, wie der kaiserlichen Staatsverbrechen erinnert werden soll (inhaltlich ist das noch festzulegen) sowie für die Realisierung des in einem Wettbewerb zu prämierenden Kunstwerkes bzw. mehrerer Kunstwerke hat der Rat einen Gesamtbetrag von 527.500 Euro beschlossen (s. Ratsbeschluss oben unter Punkt 2).
- Dieser Prozess ist auf zwei Jahre anvisiert.
Aktueller Stand zum Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“
Am 29.11. 2023 meldete der Kölner Stadtanzeiger, das Mahnmal werde noch dieses Jahr von der Stadtverwaltung abgeräumt. Das ist nicht so. Hier ein Überblick über die aktuelle Lage:
- Die Stadtverwaltung hat sich offiziell von diesem behaupteten Ansinnen distanziert. Die Kölnische Rundschau hat die Korrektur gemeldet. Der Stadtanzeiger leider nicht.
- Der Rat hat in seiner Sitzung am 7.12. 23 beschlossen, dass ein Dialogprozess mit Vertreter*innen der Zivilgesellschaft eingeleitet wird, an dessen Ende eine Empfehlung stehen soll, wie in dieser Stadt der deutschen Kolonialverbrechen und des Genozids an den Armeniern gedacht werden soll (zum Ratsbeschluss »).
- Der Dialogprozess soll vermutlich im Februar oder März 2024 mit der Einberufung eines sogenannten Lenkungskreises beginnen, zu dem auch die Initiative Völkermord Erinnern und die Armenische Gemeinde gebeten wird. Politik und Verwaltung sitzen ebenfalls in diesem Gremium, wer noch und wie die Mandate verteilt sind, ist bislang nicht festgelegt.
- Auf der ersten Sitzung des Lenkungskreises kann über den weiteren Verbleib des Mahnmals diskutiert und der Verwaltung/dem Rat empfohlen werden, das Mahnmal so lange stehen zu lassen, bis eine konkrete Alternative auf dem Tisch liegt bzw. in die Realisierung geht.
- Für den gesamten Findungsprozess, wie der kaiserlichen Staatsverbrechen erinnert werden soll (inhaltlich ist das noch festzulegen) sowie für die Realisierung des in einem Wettbewerb zu prämierenden Kunstwerkes bzw. mehrerer Kunstwerke hat der Rat einen Gesamtbetrag von 527.500 Euro beschlossen (s. Ratsbeschluss oben unter Punkt 2).
- Dieser Prozess ist auf zwei Jahre anvisiert.
Hilf jetzt mit einer Spende
Flüchtlings-Nothilfe für Bergkarabach

Am 19. September 2023 hat die aserbaidschanische Armee Arzach/Bergkarabach angegriffen und Zivilobjekte sowie Wohngebiete zerstört. Die indigene armenische Bevölkerung der Region wird nun vertrieben und muss ihre Heimat zu verlassen. Der Genozid, vor dem internationale Organisationen schon seit Monaten warnen, setzt sich fort. 84.770 Menschen sind bereits in den ersten Tagen nach dem Angriff vor Morden, Vergewaltigungen und Zerstörungen geflohen.
Die Regierung in der Hauptstadt Stepanakert hat nach der 9-monatigen Hungerblockade und unter der militärischen Gewalt des diktatorischen Alijew-Regimes die Auflösung von der Republik Arzach zum 1. Januar 2024 erklärt.
Die angrenzenden Gebiete der Republik Armenien tun alles, um den Geflüchteten zu helfen und Nahrung, Medizin und Kleidung zur Verfügung zu stellen. Viele Geflüchtete werden wahrscheinlich über den Winter untergebracht werden müssen, weil sie nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können.
MitarbeiterInnen der lokalen gemeinnützigen Organisation Syunik-Development NGO und Freiwillige betreuen zahlreiche Geflüchtete. Allein im Jugendkamp „Siranusch“ im Dorf Hermon, das zur Diözese der Armenischen Kirche von Vayots Dzor gehört, sind bereits Hunderte kurzfristig gestrandet – viele von ihnen sind Kinder. Bereits 2020 wurden hier Geflüchtete versorgt.
In den ältesten Gebäuden des Camps, die sich in den Gebirgen der Region Vayotz Dzor befinden und aus sowjetischen Zeiten stammen, gibt es kein fließendes Wasser. Auch die Schlafzimmer in diesen Gebäuden sind nicht für die bald beginnende kalte Jahreszeit geeignet. Hier ist dringend Hilfe erforderlich! Die Ausstattung von provisorischen Klassenzimmern steht an.
Außerdem muss vor Ort wieder ein Kindergarten für Kinder im Vorschulalter eingerichtet werden. Mit umgerechnet 250 Euro im Monat (so der derzeitige Mindestlohn) kann eine sozialpädagogische Kraft für die Arbeit mit den Kindern oder eine Hilfskraft für die Versorgung der traumatisierten Menschen eingestellt werden. Mit 6.000 Euro können vier Personen angestellt werden, die in den nächsten 6 Monaten wichtige Arbeit mit den Kindern leisten. Hinzu kommen noch Kosten für die Verpflegung, medizinische Versorgung und psychologische Unterstützung. Wir hoffen auf Ihre Spende, um den Geflüchteten vor Ort helfen zu können!
***
Kontoverbindung: Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V.
IBAN DE41 1009 0000 2387 4600 07
BIC: BEVODEBB (Berliner Volksbank)
Verwendungszweck: Flüchtlingsnothilfe Arzach
(steuerabzugsfähige Spendenquittungen über die AGA e.V. sind möglich)
Flüchtlings-Nothilfe für Bergkarabach

Am 19. September 2023 hat die aserbaidschanische Armee Arzach/Bergkarabach angegriffen und Zivilobjekte sowie Wohngebiete zerstört. Die indigene armenische Bevölkerung der Region wird nun vertrieben und muss ihre Heimat zu verlassen. Der Genozid, vor dem internationale Organisationen schon seit Monaten warnen, setzt sich fort. 84.770 Menschen sind bereits in den ersten Tagen nach dem Angriff vor Morden, Vergewaltigungen und Zerstörungen geflohen.
Die Regierung in der Hauptstadt Stepanakert hat nach der 9-monatigen Hungerblockade und unter der militärischen Gewalt des diktatorischen Alijew-Regimes die Auflösung von der Republik Arzach zum 1. Januar 2024 erklärt.
Die angrenzenden Gebiete der Republik Armenien tun alles, um den Geflüchteten zu helfen und Nahrung, Medizin und Kleidung zur Verfügung zu stellen. Viele Geflüchtete werden wahrscheinlich über den Winter untergebracht werden müssen, weil sie nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können.
MitarbeiterInnen der lokalen gemeinnützigen Organisation Syunik-Development NGO und Freiwillige betreuen zahlreiche Geflüchtete. Allein im Jugendkamp „Siranusch“ im Dorf Hermon, das zur Diözese der Armenischen Kirche von Vayots Dzor gehört, sind bereits Hunderte kurzfristig gestrandet – viele von ihnen sind Kinder. Bereits 2020 wurden hier Geflüchtete versorgt.
In den ältesten Gebäuden des Camps, die sich in den Gebirgen der Region Vayotz Dzor befinden und aus sowjetischen Zeiten stammen, gibt es kein fließendes Wasser. Auch die Schlafzimmer in diesen Gebäuden sind nicht für die bald beginnende kalte Jahreszeit geeignet. Hier ist dringend Hilfe erforderlich! Die Ausstattung von provisorischen Klassenzimmern steht an.
Außerdem muss vor Ort wieder ein Kindergarten für Kinder im Vorschulalter eingerichtet werden. Mit umgerechnet 250 Euro im Monat (so der derzeitige Mindestlohn) kann eine sozialpädagogische Kraft für die Arbeit mit den Kindern oder eine Hilfskraft für die Versorgung der traumatisierten Menschen eingestellt werden. Mit 6.000 Euro können vier Personen angestellt werden, die in den nächsten 6 Monaten wichtige Arbeit mit den Kindern leisten. Hinzu kommen noch Kosten für die Verpflegung, medizinische Versorgung und psychologische Unterstützung. Wir hoffen auf Ihre Spende, um den Geflüchteten vor Ort helfen zu können!
***
Kontoverbindung: Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V.
IBAN DE41 1009 0000 2387 4600 07
BIC: BEVODEBB (Berliner Volksbank)
Verwendungszweck: Flüchtlingsnothilfe Arzach
(steuerabzugsfähige Spendenquittungen über die AGA e.V. sind möglich)
Der Krieg Aserbaidshans gegen Bergkarabach
Die deutsche Regierung muss die Vertreibung und Vernichtung der armenischen Bevölkerung von Bergkarabach verhindern!
Ein Aufruf
Im Schatten des russischen Krieges gegen die Ukraine blockiert der aserbaidschanische Diktator Alijew seit mehreren Monaten den Landweg der armenischen Enklave Berg Karabach (Arzach) im Kaukasus. Er hat die Hauptstadt von Arzach militärisch angegriffen und fordert jetzt von den dort lebenden Armenier*innen, die aserbaidschanische Staatsangehörigkeit anzunehmen oder das Land zu verlassen. Wer das nicht tut, wird offen mit Mord bedroht.
Dank großer fossiler Rohstoffe und der Unterstützung durch die Erdogan-Regierung konnte das Land seine militärische Stärke in den letzten Jahren massiv ausbauen, die nun die Hungerblockade und die Angriffe möglich macht. Auch Deutschland ersetzt Öl und Gas, das früher von Russland geliefert wurde, zu einem Teil mit Lieferungen aus Aserbaidschan.
Deutschland schwieg zu dem „Beginn eines Völkermordes“, wie wichtige internationale Institutionen, z.B. das Lemkin Institut for Genocide Prevention, diese Blockade Alijews qualifizieren.
Nun hat die Außenministerin Annalena Baerbock in feinen Worten die jüngsten Angriffe Aserbaidschans auf die ausgehungerte Bevölkerung verurteilt, es folgen aber keine Taten. Appelle und öffentliche Erklärungen retten keine Menschenleben und schützen nicht vor ethnischen Säuberungen.
Deutschland hätte allen Grund und auch die Mittel, Hilfe für die Bevölkerung durchzusetzen, besonders wegen der historischen Mitverantwortung des deutschen Kaiserreiches aufgrund der Duldung und teilweisen aktiven Beteiligung am Völkermord des osmanischen Reiches an den Armeniern 1915.
Der Deutsche Bundestag hat im Jahr 2016 dieses Menschheitsverbrechen als Völkermord anerkannt. Es ist eine Verpflichtung der Bundesregierung alles zu tun, die Nachfahren der Überlebenden vor den staatlichen Verbrechen und den ethnischen Säuberungen des Alijew-Regimes zu schützen.
Für eine Luftbrücke nach Berg Karabach zur Versorgung der dort noch lebenden Bevölkerung!
Schutz und internationale Kontrolle vor Menschenrechtsverletzungen in Berg Karabach!
Initiative Völkermord Erinnern, Köln
Zur Geschichte Berg-Karabach oder Arzach, wie die Armenier sagen, wurde von Stalin trotz einer armenischen Mehrheitsbevölkerung von 94% willkürlich Aserbaidschan zugesprochen und erhielt 1921 den Status als autonomes Gebiet im Staatenbund der Sowjetunion. Mit dem Zerfall der Sowjetunion begannen in der dann bald selbständigen Republik Aserbaidschan Pogrome gegen Armenier, die in einen Krieg gegen das autonome Berg-Karabach mündeten. An die Seite der Verteidiger stellte sich das ebenfalls selbständig gewordene Armenien. Der Krieg endete mit der Ausrufung der Republik Berg-Karabach, ein de-facto Staat, der alle völkerrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, in dem die Armenier selbstbestimmt leben. Er wurde völkerrechtlich dennoch nicht anerkannt. 2020 führte Aserbaidschan einen nächsten Krieg gegen Arzach und besetzte ein Drittel der Region. Die dortigen Siedlungen wurden vollständig von Armeniern gesäubert, ihre Kulturdenkmäler vernichtet. Der aktuelle Krieg hat nach Aliyevs Aussagen das Ende von Arzach zum Ziel.
Die deutsche Regierung muss die Vertreibung und Vernichtung der armenischen Bevölkerung von Bergkarabach verhindern!
Ein Aufruf
Im Schatten des russischen Krieges gegen die Ukraine blockiert der aserbaidschanische Diktator Alijew seit mehreren Monaten den Landweg der armenischen Enklave Berg Karabach (Arzach) im Kaukasus. Er hat die Hauptstadt von Arzach militärisch angegriffen und fordert jetzt von den dort lebenden Armenier*innen, die aserbaidschanische Staatsangehörigkeit anzunehmen oder das Land zu verlassen. Wer das nicht tut, wird offen mit Mord bedroht.
Dank großer fossiler Rohstoffe und der Unterstützung durch die Erdogan-Regierung konnte das Land seine militärische Stärke in den letzten Jahren massiv ausbauen, die nun die Hungerblockade und die Angriffe möglich macht. Auch Deutschland ersetzt Öl und Gas, das früher von Russland geliefert wurde, zu einem Teil mit Lieferungen aus Aserbaidschan.
Deutschland schwieg zu dem „Beginn eines Völkermordes“, wie wichtige internationale Institutionen, z.B. das Lemkin Institut for Genocide Prevention, diese Blockade Alijews qualifizieren.
Nun hat die Außenministerin Annalena Baerbock in feinen Worten die jüngsten Angriffe Aserbaidschans auf die ausgehungerte Bevölkerung verurteilt, es folgen aber keine Taten. Appelle und öffentliche Erklärungen retten keine Menschenleben und schützen nicht vor ethnischen Säuberungen.
Deutschland hätte allen Grund und auch die Mittel, Hilfe für die Bevölkerung durchzusetzen, besonders wegen der historischen Mitverantwortung des deutschen Kaiserreiches aufgrund der Duldung und teilweisen aktiven Beteiligung am Völkermord des osmanischen Reiches an den Armeniern 1915.
Der Deutsche Bundestag hat im Jahr 2016 dieses Menschheitsverbrechen als Völkermord anerkannt. Es ist eine Verpflichtung der Bundesregierung alles zu tun, die Nachfahren der Überlebenden vor den staatlichen Verbrechen und den ethnischen Säuberungen des Alijew-Regimes zu schützen.
Für eine Luftbrücke nach Berg Karabach zur Versorgung der dort noch lebenden Bevölkerung!
Schutz und internationale Kontrolle vor Menschenrechtsverletzungen in Berg Karabach!
Initiative Völkermord Erinnern, Köln
Zur Geschichte Berg-Karabach oder Arzach, wie die Armenier sagen, wurde von Stalin trotz einer armenischen Mehrheitsbevölkerung von 94% willkürlich Aserbaidschan zugesprochen und erhielt 1921 den Status als autonomes Gebiet im Staatenbund der Sowjetunion. Mit dem Zerfall der Sowjetunion begannen in der dann bald selbständigen Republik Aserbaidschan Pogrome gegen Armenier, die in einen Krieg gegen das autonome Berg-Karabach mündeten. An die Seite der Verteidiger stellte sich das ebenfalls selbständig gewordene Armenien. Der Krieg endete mit der Ausrufung der Republik Berg-Karabach, ein de-facto Staat, der alle völkerrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, in dem die Armenier selbstbestimmt leben. Er wurde völkerrechtlich dennoch nicht anerkannt. 2020 führte Aserbaidschan einen nächsten Krieg gegen Arzach und besetzte ein Drittel der Region. Die dortigen Siedlungen wurden vollständig von Armeniern gesäubert, ihre Kulturdenkmäler vernichtet. Der aktuelle Krieg hat nach Aliyevs Aussagen das Ende von Arzach zum Ziel.
Das Mahnmal an der Hohenzollernbrücke: Verschlungene Wege der Kölner Erinnerungspolitik
Das Mahnmal an der Hohenzollernbrücke: Verschlungene Wege der Kölner Erinnerungspolitik
Donnerstag, 14. September um 19:30 Uhr im Domforum, Köln.
Seit über fünf Jahren wird in Köln um eine angemessene Erinnerung an den Genozid an den Armeniern gerungen. Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ wurde mit breiter Unterstützung der Kölner Zivilgesellschaft und schließlich durch Beschlüsse der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt und des Kölner Rates zum ersten Mal in diesen Jahren für mehrere Monate an der Hohenzollernbrücke aufgestellt. Widerstände mussten dabei überwunden werden. Und Widerstände gibt es noch heute. In Köln tut sich die mit der Umsetzung der Beschlüsse beauftragte Stadtverwaltung schwer, die Anregungen aus der Zivilgesellschaft umzusetzen. Berlin eröffnet den Aktivgruppen erheblich mehr Spielraum.
Über die Kölner Erfahrungen und mögliche Alternativen diskutieren: Ciler Firtina (Vorstand Verein ELDE-Haus), Yaw Malcom (Expert*innengremium Postkolonial Köln), Ilias Uyar (Initiative Völkermord erinnern).
Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Köln, Initiative Völkermord erinnern
Das Mahnmal an der Hohenzollernbrücke: Verschlungene Wege der Kölner Erinnerungspolitik
Donnerstag, 14. September um 19:30 Uhr im Domforum, Köln.
Seit über fünf Jahren wird in Köln um eine angemessene Erinnerung an den Genozid an den Armeniern gerungen. Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ wurde mit breiter Unterstützung der Kölner Zivilgesellschaft und schließlich durch Beschlüsse der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt und des Kölner Rates zum ersten Mal in diesen Jahren für mehrere Monate an der Hohenzollernbrücke aufgestellt. Widerstände mussten dabei überwunden werden. Und Widerstände gibt es noch heute. In Köln tut sich die mit der Umsetzung der Beschlüsse beauftragte Stadtverwaltung schwer, die Anregungen aus der Zivilgesellschaft umzusetzen. Berlin eröffnet den Aktivgruppen erheblich mehr Spielraum.
Über die Kölner Erfahrungen und mögliche Alternativen diskutieren: Ciler Firtina (Vorstand Verein ELDE-Haus), Yaw Malcom (Expert*innengremium Postkolonial Köln), Ilias Uyar (Initiative Völkermord erinnern).
Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Köln, Initiative Völkermord erinnern








