Startseite 2018-07-20T13:12:04+00:00

Im Anschluss an eine Matinee „Völkermorde erinnern, Kriege verhindern“ am 15. April in Köln haben die Initiative „Völkermord erinnern“ und Besucherinnen und Besucher ein Mahnmal enthüllt. Es erinnert nicht nur an den Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915-1918, sondern auch an die deutsche Beteiligung daran und fordert grundsätzlich dazu auf, Rassismus und Nationalismus als Ursachen von Völkermorden zu ächten.

Das Mahnmal ist an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke errichtet worden, gegenüber dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II., Verantwortlicher für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904 und Unterstützer des Genozids an den Armeniern.

Das Genozid-Mahnmal wurde von der Stadt Köln am 19. April 2018 abgerissen. Es habe an einer Genehmigung gefehlt. Die Stadt hat in ihrem Schriftsatz gegenüber dem Verwaltungsgericht Köln, das wir angerufen hatten, außerdem argumentiert, das Mahnmal müsse noch vor dem 24. April, dem internationalen Gedenktag an den Genozid, beseitigt werden, weil sonst die Gefahr bestehe, dass sich „zahlreiche Gegendemonstranten einfinden“ und „die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs an dieser Stelle zeitnah stark beeinträchtigt“ sei. „Angesichts der Vielzahl türkischer Mitbürger in Köln“ sei auch schon 2017, bei der Erlaubnis für den Kreuzstein der armenischen Gemeinde „auf eine Aufstellung im öffentlichen Straßenland aufgrund des hohen Konfliktpotentials bewusst verzichtet worden“. Das Verwaltungsgericht Köln hat die sofortige Entfernung des Genozidmahnmals an der Hohenzollernbrücke nicht beanstandet.

In unserer Antwort beim Verwaltungsgericht hielten wir fest, dass wir diese Argumentation für ein erinnerungspolitisches Armutszeugnis und ein Ausweichen vor Genozidleugnern halten. Sie widerspricht diametral der Aufforderung des Bundestags, der in seiner Resolution vom 2. Juni 2016 die Zivilgesellschaft auffordert, das Gedenken an den armenischen Genozid zu thematisieren.

Zahlreiche Organisationen und Prominente haben sich mittlerweile als PatInnen und UnterstützerInnen für das Mahnmal und für seine Wiedererrichtung ausgesprochen.

Wir richten unsere Anstrengungen weiterhin darauf, möglichst viele zivilgesellschaftliche Kräfte in dem Bemühen zu vereinen, die Stadt Köln solle das Genozid-Mahnmal wieder aufstellen.

Das Mahnmal muss an seinen Platz zurück!

L’initiative « Rappeler le Génocide » ainsi que les visiteurs ont inauguré le 15 avril 2018 à Cologne un monument à la suite d’une matinée sur le thème « Rappeler le génocide, Empêcher les guerres ». Il rappelle non seulement le génocide commis dans les années 1915 – 1918 aux Arméniens mais également la participation allemande et exige de proscrire le racisme et le nationalisme comme la cause des génocides.

Le monument a été érigé sur le bord gauche du pont sur le Rhin, le« Hohenzollernbrücke » en face de la statue du Kaiser Wilhelm II, responsable du génocide des OvaroHerero et Nama en 1904 et soutien du génocide des Arméniens.

Le Monument a été enlevé par la ville de Cologne le 19 avril 2018, pour manque d’autorisation préalable. La ville de Cologne a également argumenté, dans le cadre d’une procédure devant le tribunal administratif de Cologne entamée par nous, que le monument devrait être enlevé avant le 24 avril 2018, jour de la commémoration internationale du génocide aux Arméniens, afin d’éviter « le rassemblement de nombreux contre-manifestants » présentant un fort risque pour « la sécurité et la facilité du trafic à cet endroit ». Au vu de la présence de nombreux citoyens turcs à Cologne, la ville aurait déjà en 2017, lors de la mise en place du « Kreuzstein » de la communauté arménienne, refusé expressément une permission de la mise en place dans le domaine public à cause du potentiel de conflit élevé.

Le tribunal administratif de Cologne n’a pas contesté l’enlèvement immédiat du monument du génocide près de la «Hohenzollernbrücke».

Dans notre réponse au tribunal administratif nous avons souligné que nous jugeons cette argumentation comme insulte à une politique de mémorisation et un recul devant ceux qui nient le génocide. Elle contredit diamétralement la demande du Bundestag qui dans sa résolution du 2 juin 2016 demande à la société civile de thématiser la mémoire du génocide aux Arméniens.

Un grand nombre d’organisations et de personnes importantes de la vie culturelle et intellectuelle se sont déclarées parrain ou soutien pour le monument et sa réinstallation.

Nos efforts continuent afin qu’un grand nombre de personnes de la vie civile se réunisse pour exiger de la ville de Cologne la réinstallation du monument du génocide.

LE MONUMENT DOIT RETOURNER A SA PLACE!

Radio Köln/Studio ECK e.V.: Mahnmal Genozid an den Armeniern (Audio)

Radiobeitrag »Mahnmal Genozid an den Armeniern«

Die Initiative „Völkermord erinnern“ enthüllte Mitte April an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke eine Skulptur, die an den Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915-1918 – und die deutsche Beteiligung daran – erinnern soll.
Die dreiseitige Stahlpyramide, auf deren Spitze ein seitlich geschlitzter Granatapfel aus Bronze ruht, trägt den Titel „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ und wurde sehr prominent platziert: Zwischen dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm dem II. und dem Environment Ma’alot des israelischen Landart-Künstlers Dani Karavan. Christina Löw sprach mit Martin Bock, dem Leiter der Melanchthon-Akademie über das Mahnmal, das bereits nach nur vier Tagen von der Stadt Köln abgerissen wurde.

Artikel lesen (Studio ECK e.V.)
19. Juli 2018|

Kundgebung am 4. Juni 2018 zu Kaiser Wilhelm II.

Kundgebung am 4. Juni 2018 zum Todestag von Kaiser Wilhelm II.

Am 4. Juni 2018 jährte sich zum 77. Mal der Tod des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. 1941 verschied auf unverdient friedliche Weise dieser Herrscher, der in den Kolonien „Deutsch-Südwest“ (heutiges Namibia) und „Südost“ (u.a. das heutige Tanzania) zwei Völkermorde befehligt hat. Außerdem war sein Regime mit über 600 Offizieren am Völkermord an den Armeniern im damaligen Osmanischen Reich beteiligt. Wilhelm II. war ein Militarist, ein Antisemit und ein übler Rassist, der es wahrlich nicht verdient hat, dass die Stadt Köln seiner ehrenvoll gedenkt.

Die Initiative „Völkermord erinnern“ hat an diesem Tag das Reiterstandbild Wilhelms II. mit einem Transparent versehen und den Dokumentarfilm „AGHET – Ein Völkermord“ auf dem Sockel des Standbilds gezeigt.

Wir haben außerdem unsere Forderung vorgetragen, das am 15. April in unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild errichtete Genozid-Mahnmal nach seinem Abriss durch die Stadtverwaltung Köln genau an diesem Ort wieder aufzubauen. Um diese Forderung zu unterstreichen, wurden zwanzig Statements von Organisationen und Einzelpersonen verlesen, die sich diese Forderung zu eigen gemacht haben. Nachzulesen sind sie auf unserer Homepage unter den Rubriken Pat*innen und Unterstützer.

6. Juni 2018|

Pontischen Vereine aus Baden-Württemberg protestieren gegen die Entscheidung der Oberbürgermeisterin von Köln, Frau Henriette Reker

Pontischen Vereine aus Baden-Württemberg protestieren gegen die Entscheidung der Oberbürgermeisterin von Köln, Frau Henriette Reker

„DODECAPOLIS“ …Pontischen Vereine aus Baden-Württemberg

»Die mutige Anerkennung eines i n der Vergangenheit verübten Völkermordes (wie die Anerkennung des Holocaust von Deutschland) ist heute keine Bedrohung, sondern Ehre, für das Land das den Völkermord zugibt, und tendenziell beschwichtigt es die Nachkommen der überlebenden Opfer und stärkt den Frieden.!« Prof. Dr. Enepekidis, Stuttgart 20.04.2018

***

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker,

hiermit protestieren wir schriftlich gegen den Entschluss der Stadt Köln das Mahnmal des armenischen Völkermordes vom Heinrich-Böll-Platz zu entfernen.

Wir verheimlichen nicht dass wir als Bürger dieses Staates uns moralisch dazu verpflichtet fühlen in unserer öffentlichen Gesellschaft gemeinsam daran zu arbeiten damit sich die schwarzen Seiten unserer Geschichte nicht wiederholen werden. Die kommenden Generationen sollen nicht das Drama des Genozids erleben. Wir, aus unserer Seite, treiben immer die Werte des Respekts, des Friedens und der Nicht-Gewalt voran.

Dieses Denkmal das vor weiteren Gewalt-und Verbrechenstaten mahnen wird, bildet zusammen mit dem kollektiven Gedenken und die Sicherung der Abkommen den besten Tribut den wir an alle Opfer der Verbrechen gegen die Menschheit zollen können.

Jedesmal wenn eine Gewalttat leider begangen wird und wir nicht darüber sprechen, begegnen wir eine Hekatombe einer Schande. Jedesmal wenn wir für die Vergessenheit Platz machen oder den Blick von den Bestialitäten abwenden, passiert das nächste Massaker. Wer erinnert sich noch an den armenischen Völkermord? An den Völkermord der Pontosgriechen oder den der Assyrer? Wer denkt noch an die Invasion der Türken auf Zypern 1974? Den Genozid an Jesiden oder in Afrin in unseren Tagen?

Sehr verehrte Frau Henriette Reker, der Frieden darf nicht auf den Grundlagen der Vergessenheit geschaffen werden. Wir schließen Frieden indem wir als Menschen, als Gesellschaft, als Völker und als Staat die gleichen Fehler vermeiden können.

Die einzige Gewährleistung ist diese Ziele zu erreichen.
Im Namen der Vereine der Pontosgriechen in Baden-Württemberg.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ioannis Moisidis – Eleni Sidiropoulou – Ioannis Intzes

Artikel lesen
25. Mai 2018|

Kundgebung vor dem Kaiser-Wilhelm- Reiterstandbild Hohenzollernbrücke

Kundgebung am 4. Juni vor dem Kaiser-Wilhelm-Reiterstandbild Hohenzollernbrücke

Vor 77 Jahren, am 4. Juni 1941, starb Kaiser Wilhelm II. im Nazi-besetzten Holland eines natürlichen Todes. Er hatte Hunderttausende Tote auf dem Gewissen. Als Oberster Heerführer war er verantwortlich für den Völkermord an den Ovaherero und Nama 1904 bis 1908 im heutigen Namibia und am Völkermord im damaligen Deutsch-Südost-Afrika (heutiges Tansania), dem zwischen 1905 und 1908 bis zu 300.000 Menschen zum Opfer fielen. Mitverantwortung trug er für den Genozid an den Armeniern von 1915-1918.

Wir nehmen den Todestag dieses bis heute nicht geächteten Völkermörders zum Anlass, um die Wiederrichtung des Genozid-Mahnmals zu fordern, das wir am 15. April 2018 in unmittelbarer Nähe zum Kaiser-Wilhelm-Reiterstandbild errichtet hatten und das die Stadtverwaltung Köln am 19. April beseitigen ließ.

20. Mai 2018|

TÜDAY Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V.: Offener Brief an die Stadt Köln

Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V.: Offener Brief an die Stadt Köln

Am 15. April 2018 stellte die Initiative „Völkermord Erinnern“ im Anschluss an eine Veranstaltung eine Skulptur auf mit dem Titel »Dieser Schmerz betrifft uns alle«. Das Mahnmal erinnerte an den Völkermord während des 1. Weltkrieges im osmanischen Reich und an die deutsche Beteiligung daran. Die Stadt Köln ließ das Mahnmal vier Tage später entfernen.

Der Umgang der türkischen Regierung und ihr nahestehender Verbände mit dem Genozid besteht bis heute aus Leugnen und Abstreiten. Das bedeutet nicht nur eine zusätzliche Herabwürdigung der Opfer, sondern prägt auch bis heute den Umgang der Türkei mit Minderheiten. Wer sich in Köln für die Anerkennung des Genozids an den Armenier*innen ausspricht, ruft die Reaktion dieser Verbände hervor. Die Aufstellung einer Stele auf dem Brücker Friedhof zum Gedenken an den Genozid ist ein Beispiel für diesen Druck. Regierungsnahe und nationalistische türkische Verbände sorgten trotz Zustimmung über alle Parteien hinweg für einen fünfzehnmonatigen Stillstand im Genehmigungsverfahren. Insgesamt brauchte es fünf Jahre kontinuierlichen Werbens, bis die Stele schließlich aufgestellt wurde.

Wir können nachvollziehen, dass die Initiative „Völkermord Erinnern“ das Mahnmal diesem Druck nicht aussetzen wollte. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass Initiativen, die durch ehrenamtliches Engagement getragen werden, langwierige Genehmigungsverfahren unter solchen Umständen nicht leisten können. Das Erschaffen von Erinnerungsorten allein von solchen Verfahren abhängig zu machen hieße, die Arbeit dieser Initiativen unmöglich zu machen. Wir appellieren an die Stadt Köln, die besonderen Bedingungen dieses Anliegens und die Besonderheit von Initiativenarbeit zu berücksichtigen.

Dass die deutsche Mitverantwortung thematisiert wird, macht deutlich, dass der Genozid an den Armenier*innen auch unabhängig von den hier lebenden Migrant*innen ein deutsches Anliegen ist und in das öffentliche Bewusstsein gehört. Insofern stellt das Mahnmal eine sinnvolle und notwendige Ergänzung zum Kreuzstein auf dem Brücker Friedhof dar. Der von der Initiative gewählte Platz neben dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II wird diesem Umstand gerecht.

Wir verstehen den Wunsch der Stadt Köln, Konflikte im öffentlichen Raum zu vermeiden. Doch in diesem Fall bedeutet diese Konfliktvermeidung, dass diejenigen, die den Genozid an den Armenier*innen leugnen, in ihrer Haltung bestärkt werden und den öffentlichen Raum bestimmen. Eine Vermeidung von Konflikten darf nicht dazu führen, dass Völkermorde im öffentlichen Bewusstsein keinen Platz haben sollen. Es gab in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Anerkennung des Genozids, und auch wenn die offizielle Regierungslinie der Türkei noch immer aus einem Abstreiten besteht, hat sich das Bewusstsein vieler Menschen in dieser Frage gewandelt. Es ist auch im langfristigen Interesse der Stadt Köln, dass dieser Wandel fortgesetzt wird bis aus dem Konflikt eine Verständigung wird.

Der Hinweis auf mangelnde Genehmigungsverfahren ist weder dem Thema noch der besonderen Situation in Köln angemessen und das dauerhafte Entfernen des Mahnmals sendet aus unserer Sicht ein fatales Signal aus. Wir würden es sehr begrüßen, wenn die Stadt Köln das Anliegen der Initiative »Völkermord Erinnern« würdigen und das Mahnmal wieder an seinem Platz aufstellen würde.

TÜDAY

Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V.
Türkiye Almanya İnsan Hakları Derneği
Human Rights Association Turkey/Germany
Komeleya Mafên Mirovan Tirkiye/Almanya

Melchiorstraße. 3, 50670 Köln
Tel: +49221724077
Telefax: +4932226483001
Mail: info@tuday.de
Web: www.tuday.de – www.facebook.com/Tuday.e.V

10. Mai 2018|
Weitere Unterstützer-Briefe lesen

Im Anschluss an eine Matinee „Völkermorde erinnern, Kriege verhindern“ am 15. April in Köln haben die Initiative „Völkermord erinnern“ und Besucherinnen und Besucher ein Mahnmal enthüllt. Es erinnert nicht nur an den Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915-1918, sondern auch an die deutsche Beteiligung daran und fordert grundsätzlich dazu auf, Rassismus und Nationalismus als Ursachen von Völkermorden zu ächten.

Das Mahnmal ist an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke errichtet worden, gegenüber dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II., Verantwortlicher für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904 und Unterstützer des Genozids an den Armeniern.

Das Genozid-Mahnmal wurde von der Stadt Köln am 19. April 2018 abgerissen. Es habe an einer Genehmigung gefehlt. Die Stadt hat in ihrem Schriftsatz gegenüber dem Verwaltungsgericht Köln, das wir angerufen hatten, außerdem argumentiert, das Mahnmal müsse noch vor dem 24. April, dem internationalen Gedenktag an den Genozid, beseitigt werden, weil sonst die Gefahr bestehe, dass sich „zahlreiche Gegendemonstranten einfinden“ und „die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs an dieser Stelle zeitnah stark beeinträchtigt“ sei. „Angesichts der Vielzahl türkischer Mitbürger in Köln“ sei auch schon 2017, bei der Erlaubnis für den Kreuzstein der armenischen Gemeinde „auf eine Aufstellung im öffentlichen Straßenland aufgrund des hohen Konfliktpotentials bewusst verzichtet worden“. Das Verwaltungsgericht Köln hat die sofortige Entfernung des Genozidmahnmals an der Hohenzollernbrücke nicht beanstandet.

In unserer Antwort beim Verwaltungsgericht hielten wir fest, dass wir diese Argumentation für ein erinnerungspolitisches Armutszeugnis und ein Ausweichen vor Genozidleugnern halten. Sie widerspricht diametral der Aufforderung des Bundestags, der in seiner Resolution vom 2. Juni 2016 die Zivilgesellschaft auffordert, das Gedenken an den armenischen Genozid zu thematisieren.

Zahlreiche Organisationen und Prominente haben sich mittlerweile als PatInnen und UnterstützerInnen für das Mahnmal und für seine Wiedererrichtung ausgesprochen.

Wir richten unsere Anstrengungen weiterhin darauf, möglichst viele zivilgesellschaftliche Kräfte in dem Bemühen zu vereinen, die Stadt Köln solle das Genozid-Mahnmal wieder aufstellen.

Das Mahnmal muss an seinen Platz zurück!

L’initiative « Rappeler le Génocide » ainsi que les visiteurs ont inauguré le 15 avril 2018 à Cologne un monument à la suite d’une matinée sur le thème « Rappeler le génocide, Empêcher les guerres ». Il rappelle non seulement le génocide commis dans les années 1915 – 1918 aux Arméniens mais également la participation allemande et exige de proscrire le racisme et le nationalisme comme la cause des génocides.

Le monument a été érigé sur le bord gauche du pont sur le Rhin, le« Hohenzollernbrücke » en face de la statue du Kaiser Wilhelm II, responsable du génocide des OvaroHerero et Nama en 1904 et soutien du génocide des Arméniens.

Le Monument a été enlevé par la ville de Cologne le 19 avril 2018, pour manque d’autorisation préalable. La ville de Cologne a également argumenté, dans le cadre d’une procédure devant le tribunal administratif de Cologne entamée par nous, que le monument devrait être enlevé avant le 24 avril 2018, jour de la commémoration internationale du génocide aux Arméniens, afin d’éviter « le rassemblement de nombreux contre-manifestants » présentant un fort risque pour « la sécurité et la facilité du trafic à cet endroit ». Au vu de la présence de nombreux citoyens turcs à Cologne, la ville aurait déjà en 2017, lors de la mise en place du « Kreuzstein » de la communauté arménienne, refusé expressément une permission de la mise en place dans le domaine public à cause du potentiel de conflit élevé.

Le tribunal administratif de Cologne n’a pas contesté l’enlèvement immédiat du monument du génocide près de la «Hohenzollernbrücke».

Dans notre réponse au tribunal administratif nous avons souligné que nous jugeons cette argumentation comme insulte à une politique de mémorisation et un recul devant ceux qui nient le génocide. Elle contredit diamétralement la demande du Bundestag qui dans sa résolution du 2 juin 2016 demande à la société civile de thématiser la mémoire du génocide aux Arméniens.

Un grand nombre d’organisations et de personnes importantes de la vie culturelle et intellectuelle se sont déclarées parrain ou soutien pour le monument et sa réinstallation.

Nos efforts continuent afin qu’un grand nombre de personnes de la vie civile se réunisse pour exiger de la ville de Cologne la réinstallation du monument du génocide.

LE MONUMENT DOIT RETOURNER A SA PLACE!

Radio Köln/Studio ECK e.V.: Mahnmal Genozid an den Armeniern (Audio)

Radiobeitrag »Mahnmal Genozid an den Armeniern«

Die Initiative „Völkermord erinnern“ enthüllte Mitte April an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke eine Skulptur, die an den Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915-1918 – und die deutsche Beteiligung daran – erinnern soll.
Die dreiseitige Stahlpyramide, auf deren Spitze ein seitlich geschlitzter Granatapfel aus Bronze ruht, trägt den Titel „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ und wurde sehr prominent platziert: Zwischen dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm dem II. und dem Environment Ma’alot des israelischen Landart-Künstlers Dani Karavan. Christina Löw sprach mit Martin Bock, dem Leiter der Melanchthon-Akademie über das Mahnmal, das bereits nach nur vier Tagen von der Stadt Köln abgerissen wurde.

Artikel lesen (Studio ECK e.V.)
19. Juli 2018|

Kundgebung am 4. Juni 2018 zu Kaiser Wilhelm II.

Kundgebung am 4. Juni 2018 zum Todestag von Kaiser Wilhelm II.

Am 4. Juni 2018 jährte sich zum 77. Mal der Tod des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. 1941 verschied auf unverdient friedliche Weise dieser Herrscher, der in den Kolonien „Deutsch-Südwest“ (heutiges Namibia) und „Südost“ (u.a. das heutige Tanzania) zwei Völkermorde befehligt hat. Außerdem war sein Regime mit über 600 Offizieren am Völkermord an den Armeniern im damaligen Osmanischen Reich beteiligt. Wilhelm II. war ein Militarist, ein Antisemit und ein übler Rassist, der es wahrlich nicht verdient hat, dass die Stadt Köln seiner ehrenvoll gedenkt.

Die Initiative „Völkermord erinnern“ hat an diesem Tag das Reiterstandbild Wilhelms II. mit einem Transparent versehen und den Dokumentarfilm „AGHET – Ein Völkermord“ auf dem Sockel des Standbilds gezeigt.

Wir haben außerdem unsere Forderung vorgetragen, das am 15. April in unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild errichtete Genozid-Mahnmal nach seinem Abriss durch die Stadtverwaltung Köln genau an diesem Ort wieder aufzubauen. Um diese Forderung zu unterstreichen, wurden zwanzig Statements von Organisationen und Einzelpersonen verlesen, die sich diese Forderung zu eigen gemacht haben. Nachzulesen sind sie auf unserer Homepage unter den Rubriken Pat*innen und Unterstützer.

6. Juni 2018|

Pontischen Vereine aus Baden-Württemberg protestieren gegen die Entscheidung der Oberbürgermeisterin von Köln, Frau Henriette Reker

Pontischen Vereine aus Baden-Württemberg protestieren gegen die Entscheidung der Oberbürgermeisterin von Köln, Frau Henriette Reker

„DODECAPOLIS“ …Pontischen Vereine aus Baden-Württemberg

»Die mutige Anerkennung eines i n der Vergangenheit verübten Völkermordes (wie die Anerkennung des Holocaust von Deutschland) ist heute keine Bedrohung, sondern Ehre, für das Land das den Völkermord zugibt, und tendenziell beschwichtigt es die Nachkommen der überlebenden Opfer und stärkt den Frieden.!« Prof. Dr. Enepekidis, Stuttgart 20.04.2018

***

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker,

hiermit protestieren wir schriftlich gegen den Entschluss der Stadt Köln das Mahnmal des armenischen Völkermordes vom Heinrich-Böll-Platz zu entfernen.

Wir verheimlichen nicht dass wir als Bürger dieses Staates uns moralisch dazu verpflichtet fühlen in unserer öffentlichen Gesellschaft gemeinsam daran zu arbeiten damit sich die schwarzen Seiten unserer Geschichte nicht wiederholen werden. Die kommenden Generationen sollen nicht das Drama des Genozids erleben. Wir, aus unserer Seite, treiben immer die Werte des Respekts, des Friedens und der Nicht-Gewalt voran.

Dieses Denkmal das vor weiteren Gewalt-und Verbrechenstaten mahnen wird, bildet zusammen mit dem kollektiven Gedenken und die Sicherung der Abkommen den besten Tribut den wir an alle Opfer der Verbrechen gegen die Menschheit zollen können.

Jedesmal wenn eine Gewalttat leider begangen wird und wir nicht darüber sprechen, begegnen wir eine Hekatombe einer Schande. Jedesmal wenn wir für die Vergessenheit Platz machen oder den Blick von den Bestialitäten abwenden, passiert das nächste Massaker. Wer erinnert sich noch an den armenischen Völkermord? An den Völkermord der Pontosgriechen oder den der Assyrer? Wer denkt noch an die Invasion der Türken auf Zypern 1974? Den Genozid an Jesiden oder in Afrin in unseren Tagen?

Sehr verehrte Frau Henriette Reker, der Frieden darf nicht auf den Grundlagen der Vergessenheit geschaffen werden. Wir schließen Frieden indem wir als Menschen, als Gesellschaft, als Völker und als Staat die gleichen Fehler vermeiden können.

Die einzige Gewährleistung ist diese Ziele zu erreichen.
Im Namen der Vereine der Pontosgriechen in Baden-Württemberg.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ioannis Moisidis – Eleni Sidiropoulou – Ioannis Intzes

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25. Mai 2018|

Kundgebung vor dem Kaiser-Wilhelm- Reiterstandbild Hohenzollernbrücke

Kundgebung am 4. Juni vor dem Kaiser-Wilhelm-Reiterstandbild Hohenzollernbrücke

Vor 77 Jahren, am 4. Juni 1941, starb Kaiser Wilhelm II. im Nazi-besetzten Holland eines natürlichen Todes. Er hatte Hunderttausende Tote auf dem Gewissen. Als Oberster Heerführer war er verantwortlich für den Völkermord an den Ovaherero und Nama 1904 bis 1908 im heutigen Namibia und am Völkermord im damaligen Deutsch-Südost-Afrika (heutiges Tansania), dem zwischen 1905 und 1908 bis zu 300.000 Menschen zum Opfer fielen. Mitverantwortung trug er für den Genozid an den Armeniern von 1915-1918.

Wir nehmen den Todestag dieses bis heute nicht geächteten Völkermörders zum Anlass, um die Wiederrichtung des Genozid-Mahnmals zu fordern, das wir am 15. April 2018 in unmittelbarer Nähe zum Kaiser-Wilhelm-Reiterstandbild errichtet hatten und das die Stadtverwaltung Köln am 19. April beseitigen ließ.

20. Mai 2018|

TÜDAY Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V.: Offener Brief an die Stadt Köln

Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V.: Offener Brief an die Stadt Köln

Am 15. April 2018 stellte die Initiative „Völkermord Erinnern“ im Anschluss an eine Veranstaltung eine Skulptur auf mit dem Titel »Dieser Schmerz betrifft uns alle«. Das Mahnmal erinnerte an den Völkermord während des 1. Weltkrieges im osmanischen Reich und an die deutsche Beteiligung daran. Die Stadt Köln ließ das Mahnmal vier Tage später entfernen.

Der Umgang der türkischen Regierung und ihr nahestehender Verbände mit dem Genozid besteht bis heute aus Leugnen und Abstreiten. Das bedeutet nicht nur eine zusätzliche Herabwürdigung der Opfer, sondern prägt auch bis heute den Umgang der Türkei mit Minderheiten. Wer sich in Köln für die Anerkennung des Genozids an den Armenier*innen ausspricht, ruft die Reaktion dieser Verbände hervor. Die Aufstellung einer Stele auf dem Brücker Friedhof zum Gedenken an den Genozid ist ein Beispiel für diesen Druck. Regierungsnahe und nationalistische türkische Verbände sorgten trotz Zustimmung über alle Parteien hinweg für einen fünfzehnmonatigen Stillstand im Genehmigungsverfahren. Insgesamt brauchte es fünf Jahre kontinuierlichen Werbens, bis die Stele schließlich aufgestellt wurde.

Wir können nachvollziehen, dass die Initiative „Völkermord Erinnern“ das Mahnmal diesem Druck nicht aussetzen wollte. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass Initiativen, die durch ehrenamtliches Engagement getragen werden, langwierige Genehmigungsverfahren unter solchen Umständen nicht leisten können. Das Erschaffen von Erinnerungsorten allein von solchen Verfahren abhängig zu machen hieße, die Arbeit dieser Initiativen unmöglich zu machen. Wir appellieren an die Stadt Köln, die besonderen Bedingungen dieses Anliegens und die Besonderheit von Initiativenarbeit zu berücksichtigen.

Dass die deutsche Mitverantwortung thematisiert wird, macht deutlich, dass der Genozid an den Armenier*innen auch unabhängig von den hier lebenden Migrant*innen ein deutsches Anliegen ist und in das öffentliche Bewusstsein gehört. Insofern stellt das Mahnmal eine sinnvolle und notwendige Ergänzung zum Kreuzstein auf dem Brücker Friedhof dar. Der von der Initiative gewählte Platz neben dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II wird diesem Umstand gerecht.

Wir verstehen den Wunsch der Stadt Köln, Konflikte im öffentlichen Raum zu vermeiden. Doch in diesem Fall bedeutet diese Konfliktvermeidung, dass diejenigen, die den Genozid an den Armenier*innen leugnen, in ihrer Haltung bestärkt werden und den öffentlichen Raum bestimmen. Eine Vermeidung von Konflikten darf nicht dazu führen, dass Völkermorde im öffentlichen Bewusstsein keinen Platz haben sollen. Es gab in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Anerkennung des Genozids, und auch wenn die offizielle Regierungslinie der Türkei noch immer aus einem Abstreiten besteht, hat sich das Bewusstsein vieler Menschen in dieser Frage gewandelt. Es ist auch im langfristigen Interesse der Stadt Köln, dass dieser Wandel fortgesetzt wird bis aus dem Konflikt eine Verständigung wird.

Der Hinweis auf mangelnde Genehmigungsverfahren ist weder dem Thema noch der besonderen Situation in Köln angemessen und das dauerhafte Entfernen des Mahnmals sendet aus unserer Sicht ein fatales Signal aus. Wir würden es sehr begrüßen, wenn die Stadt Köln das Anliegen der Initiative »Völkermord Erinnern« würdigen und das Mahnmal wieder an seinem Platz aufstellen würde.

TÜDAY

Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V.
Türkiye Almanya İnsan Hakları Derneği
Human Rights Association Turkey/Germany
Komeleya Mafên Mirovan Tirkiye/Almanya

Melchiorstraße. 3, 50670 Köln
Tel: +49221724077
Telefax: +4932226483001
Mail: info@tuday.de
Web: www.tuday.de – www.facebook.com/Tuday.e.V

10. Mai 2018|
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