Startseite2022-04-28T12:35:50+02:00

Im Anschluss an eine Matinee „Völkermorde erinnern, Kriege verhindern“ am 15. April 2018 in Köln haben die Initiative „Völkermord erinnern“ und Besucherinnen und Besucher ein Mahnmal enthüllt. Es erinnert nicht nur an den Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915-1918, sondern auch an die deutsche Beteiligung daran und fordert grundsätzlich dazu auf, Rassismus und Nationalismus als Ursachen von Völkermorden zu ächten.

Das Mahnmal ist an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke errichtet worden, gegenüber dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II., Verantwortlicher für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904 und Unterstützer des Genozids an den Armeniern.

Das Genozid-Mahnmal wurde von der Stadt Köln am 19. April 2018 abgerissen. Es habe an einer Genehmigung gefehlt. Die Stadt hat in ihrem Schriftsatz gegenüber dem Verwaltungsgericht Köln, das wir angerufen hatten, außerdem argumentiert, das Mahnmal müsse noch vor dem 24. April, dem internationalen Gedenktag an den Genozid, beseitigt werden, weil sonst die Gefahr bestehe, dass sich „zahlreiche Gegendemonstranten einfinden“ und „die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs an dieser Stelle zeitnah stark beeinträchtigt“ sei. „Angesichts der Vielzahl türkischer Mitbürger in Köln“ sei auch schon 2017, bei der Erlaubnis für den Kreuzstein der armenischen Gemeinde „auf eine Aufstellung im öffentlichen Straßenland aufgrund des hohen Konfliktpotentials bewusst verzichtet worden“. Das Verwaltungsgericht Köln hat die sofortige Entfernung des Genozidmahnmals an der Hohenzollernbrücke nicht beanstandet.

In unserer Antwort beim Verwaltungsgericht hielten wir fest, dass wir diese Argumentation für ein erinnerungspolitisches Armutszeugnis und ein Ausweichen vor Genozidleugnern halten. Sie widerspricht diametral der Aufforderung des Bundestags, der in seiner Resolution vom 2. Juni 2016 die Zivilgesellschaft auffordert, das Gedenken an den armenischen Genozid zu thematisieren.

Zahlreiche Organisationen und Prominente haben sich mittlerweile als PatInnen und UnterstützerInnen für das Mahnmal und für seine Wiedererrichtung ausgesprochen.

Wir richten unsere Anstrengungen weiterhin darauf, möglichst viele zivilgesellschaftliche Kräfte in dem Bemühen zu vereinen, die Stadt Köln solle das Genozid-Mahnmal wieder aufstellen.

Das Mahnmal muss an seinen Platz zurück!

L’initiative « Rappeler le Génocide » ainsi que les visiteurs ont inauguré le 15 avril 2018 à Cologne un monument à la suite d’une matinée sur le thème « Rappeler le génocide, Empêcher les guerres ». Il rappelle non seulement le génocide commis dans les années 1915 – 1918 aux Arméniens mais également la participation allemande et exige de proscrire le racisme et le nationalisme comme la cause des génocides.

Le monument a été érigé sur le bord gauche du pont sur le Rhin, le« Hohenzollernbrücke » en face de la statue du Kaiser Wilhelm II, responsable du génocide des OvaroHerero et Nama en 1904 et soutien du génocide des Arméniens.

Le Monument a été enlevé par la ville de Cologne le 19 avril 2018, pour manque d’autorisation préalable. La ville de Cologne a également argumenté, dans le cadre d’une procédure devant le tribunal administratif de Cologne entamée par nous, que le monument devrait être enlevé avant le 24 avril 2018, jour de la commémoration internationale du génocide aux Arméniens, afin d’éviter « le rassemblement de nombreux contre-manifestants » présentant un fort risque pour « la sécurité et la facilité du trafic à cet endroit ». Au vu de la présence de nombreux citoyens turcs à Cologne, la ville aurait déjà en 2017, lors de la mise en place du « Kreuzstein » de la communauté arménienne, refusé expressément une permission de la mise en place dans le domaine public à cause du potentiel de conflit élevé.

Le tribunal administratif de Cologne n’a pas contesté l’enlèvement immédiat du monument du génocide près de la «Hohenzollernbrücke».

Dans notre réponse au tribunal administratif nous avons souligné que nous jugeons cette argumentation comme insulte à une politique de mémorisation et un recul devant ceux qui nient le génocide. Elle contredit diamétralement la demande du Bundestag qui dans sa résolution du 2 juin 2016 demande à la société civile de thématiser la mémoire du génocide aux Arméniens.

Un grand nombre d’organisations et de personnes importantes de la vie culturelle et intellectuelle se sont déclarées parrain ou soutien pour le monument et sa réinstallation.

Nos efforts continuent afin qu’un grand nombre de personnes de la vie civile se réunisse pour exiger de la ville de Cologne la réinstallation du monument du génocide.

LE MONUMENT DOIT RETOURNER A SA PLACE!

Domradio.de: Streit ums Mahnmal gegen den Völkermord an den Armeniern

Streit ums Mahnmal gegen den Völkermord an den Armeniern

Das Mahnmal gegen den Völkermord an den Armeniern in Köln ist eine umstrittene Angelegenheit. Mit einer Veranstaltung an diesem Freitag, den 24. Juni, will die Initiative Völkermord erinnern noch einmal erklären, warum die Erinnerungsskulptur in der Nähe des Doms so wichtig ist.

(Quelle: DOMRADIO.DE)
Zum Artikel (domradio.de)

Streit ums Mahnmal gegen den Völkermord an den Armeniern

Das Mahnmal gegen den Völkermord an den Armeniern in Köln ist eine umstrittene Angelegenheit. Mit einer Veranstaltung an diesem Freitag, den 24. Juni, will die Initiative Völkermord erinnern noch einmal erklären, warum die Erinnerungsskulptur in der Nähe des Doms so wichtig ist.

(Quelle: DOMRADIO.DE)
Zum Artikel (domradio.de)
24. Juni 2022|

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt | 24. Juni

Auch für den 24. Tag im Juni laden wir wieder herzlich ein, an der „Leerstelle“ vor der Hohenzollernbrücke Blumen niederzulegen und gemeinsam zu fordern: Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ muss an diesen Platz zurück! Ab 17 Uhr gibt dort der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde Köln ein Bnefizkonzert. Wir informieren über das Gespräch mit der Amtsleiterin Integration und Vielfalt, Bettina Baum. Außerdem wird von den Folgen der Kritik des „Expert*innengremiums“ im städtischen Projekt „postkoloniales Erbe Kölns“ an der Abräumung des Mahnmals berichtet. Wir hören ein Grußwort von Dr. Rainer Will, Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Köln und von Vertreter*innen des Vereins Elde-Haus. Wir freuen uns über Euer Kommen!

(Wir suchen gern noch Spenden! Von 5.000 benötigten Euro sind 3.000 eingegangen.)

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt | 24. Juni

Auch für den 24. Tag im Juni laden wir wieder herzlich ein, an der „Leerstelle“ vor der Hohenzollernbrücke Blumen niederzulegen und gemeinsam zu fordern: Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ muss an diesen Platz zurück! Ab 17 Uhr gibt dort der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde Köln ein Bnefizkonzert. Wir informieren über das Gespräch mit der Amtsleiterin Integration und Vielfalt, Bettina Baum. Außerdem wird von den Folgen der Kritik des „Expert*innengremiums“ im städtischen Projekt „postkoloniales Erbe Kölns“ an der Abräumung des Mahnmals berichtet. Wir hören ein Grußwort von Dr. Rainer Will, Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Köln und von Vertreter*innen des Vereins Elde-Haus. Wir freuen uns über Euer Kommen!

(Wir suchen gern noch Spenden! Von 5.000 benötigten Euro sind 3.000 eingegangen.)

20. Juni 2022|

EL-DE-INFO Nr. 94: Dieser Schmerz betrifft uns alle! #dasmahnmalbleibt

Dieser Schmerz betrifft uns alle! #dasmahnmalbleibt

Auszug aus EL-DE-INFO Nr. 94, Seite 14. – Als »Schande von Köln« betitelte das jüdische Onlinemagazin haGalil.com die Abräumaktion des Mahnmals »Dieser Schmerz betrifft uns alle« durch die Stadt Köln. Tagesschau, Zeit, WDR, Jungle World, t-online – die nationalen Medien berichteten ausgiebig, mit welcher Sensibilität in Köln die Erinnerungskultur gepflegt wird. Seit 2018 kämpft die Initiative »Völkermord erinnern« beharrlich um die Aufstellung des Mahnmals. Damit knüpft die Initiative an die sog. Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages vom 2. Juni 2016 an, welche auch die historische Mitverantwortung Deutschlands eingeräumt hat. In der Resolution heißt es: »Die Bundesrepublik Deutschland sieht sich in der Verantwortung, die Aufarbeitung dieses Verbrechens zu fördern und die Erinnerung daran wachzuhalten.« Konkret wolle man »innerhalb Deutschlands Initiativen und Projekte in Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kultur fördern, die eine Auseinandersetzung mit den Geschehnissen von 1915/1916 zum Thema haben.«

Die Demontage des Mahnmals im Jahr 2022 hat nicht nur Unverständnis bei zahlreichen Medien hervorgerufen; auch das von der Stadt Köln berufene »Expert*innengremium« im städtischen Projekt »postkoloniales Erbe Kölns« sah sich zu einer klaren Stellungnahme veranlasst, die in deutlichen Worten die Abräumung des Mahnmals kritisiert und seine sofortige Wiederaufstellung fordert. Zwar ist der Gesprächsfaden mit der Stadt wieder geknüpft worden, doch wenn die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, so die bisherige Erfahrung der Initiative, könnte auch dieser Weg im Nichts enden. Bis zur tatsächlichen Aufstellung des Mahnmals wird die Initiative zum jeden 24. eines Monats an der Leer-Stelle des Mahnmals auf der Hohenzollernbrücke Veranstaltungen abhalten. Bis das Mahnmal wieder errichtet ist.

Zur nächsten Veranstaltung am Freitag, den 24. Juni 2022 um 17.00 Uhr wird der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde Köln ein Konzert geben, zu der alle Kölnerinnen und Kölner eingeladen sind.

Artikel lesen (EL-DE-INFO Nr. 94, Seite 14)

Dieser Schmerz betrifft uns alle! #dasmahnmalbleibt

Auszug aus EL-DE-INFO Nr. 94, Seite 14. – Als »Schande von Köln« betitelte das jüdische Onlinemagazin haGalil.com die Abräumaktion des Mahnmals »Dieser Schmerz betrifft uns alle« durch die Stadt Köln. Tagesschau, Zeit, WDR, Jungle World, t-online – die nationalen Medien berichteten ausgiebig, mit welcher Sensibilität in Köln die Erinnerungskultur gepflegt wird. Seit 2018 kämpft die Initiative »Völkermord erinnern« beharrlich um die Aufstellung des Mahnmals. Damit knüpft die Initiative an die sog. Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages vom 2. Juni 2016 an, welche auch die historische Mitverantwortung Deutschlands eingeräumt hat. In der Resolution heißt es: »Die Bundesrepublik Deutschland sieht sich in der Verantwortung, die Aufarbeitung dieses Verbrechens zu fördern und die Erinnerung daran wachzuhalten.« Konkret wolle man »innerhalb Deutschlands Initiativen und Projekte in Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kultur fördern, die eine Auseinandersetzung mit den Geschehnissen von 1915/1916 zum Thema haben.«

Die Demontage des Mahnmals im Jahr 2022 hat nicht nur Unverständnis bei zahlreichen Medien hervorgerufen; auch das von der Stadt Köln berufene »Expert*innengremium« im städtischen Projekt »postkoloniales Erbe Kölns« sah sich zu einer klaren Stellungnahme veranlasst, die in deutlichen Worten die Abräumung des Mahnmals kritisiert und seine sofortige Wiederaufstellung fordert. Zwar ist der Gesprächsfaden mit der Stadt wieder geknüpft worden, doch wenn die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, so die bisherige Erfahrung der Initiative, könnte auch dieser Weg im Nichts enden. Bis zur tatsächlichen Aufstellung des Mahnmals wird die Initiative zum jeden 24. eines Monats an der Leer-Stelle des Mahnmals auf der Hohenzollernbrücke Veranstaltungen abhalten. Bis das Mahnmal wieder errichtet ist.

Zur nächsten Veranstaltung am Freitag, den 24. Juni 2022 um 17.00 Uhr wird der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde Köln ein Konzert geben, zu der alle Kölnerinnen und Kölner eingeladen sind.

Artikel lesen (EL-DE-INFO Nr. 94, Seite 14)
16. Juni 2022|

Mahnmal-Treffen

Mahnmal-Treffen am 24. Mai 2022

Am 24. Mai haben wir an der Hohenzollernbrücke erneut gefordert, dass das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ an diesen Platz zurückkehren muss. Berichtet wurde über ein Gespräch zwischen der Oberbürgermeisterin Henriette Reker am 19. Mai und der Initiative „Völkermord erinnern“. Darin wurde erörtert, wie das Mahnmal an der Hohenzollernbrücke wieder errichtet werden kann. Ein Folgegespräch zur Abstimmung über das weitere Vorgehen ist dabei zeitnah mit der Amtsleiterin Frau Braun vereinbart worden. Entschieden ist allerdings noch nichts. Wenn die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, so befürchten wir, könnte auch dieser Weg im Nichts enden.

Ein Mitglied des „Expert*innengremiums“ im städitschen Projekt „postkoloniales Erbe Kölns“ trug eine dort verabschiedete Stellungnahme vor, die in deutlichen Worten die Abräumung des Mahnmals kritisiert und seine sofortige Wiederaufstellung fordert (s.u.). Schließlich wurde von „Gerechten“ im osmanischen Reich berichtet, die sich dem Genozid von 1915 entgegengestellt haben (s.u.).

Wir laden für den 24. Juni um 18 Uhr für die nächste Veranstaltung an der Hohenzollernbrücke ein. Dann wird der Chor der Armenischen Gemeinde singen.

Beschluss des Expert*innenrates
Gerechte im Osmanischen Reich

Mahnmal-Treffen am 24. Mai 2022

Am 24. Mai haben wir an der Hohenzollernbrücke erneut gefordert, dass das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ an diesen Platz zurückkehren muss. Berichtet wurde über ein Gespräch zwischen der Oberbürgermeisterin Henriette Reker am 19. Mai und der Initiative „Völkermord erinnern“. Darin wurde erörtert, wie das Mahnmal an der Hohenzollernbrücke wieder errichtet werden kann. Ein Folgegespräch zur Abstimmung über das weitere Vorgehen ist dabei zeitnah mit der Amtsleiterin Frau Braun vereinbart worden. Entschieden ist allerdings noch nichts. Wenn die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, so befürchten wir, könnte auch dieser Weg im Nichts enden.

Ein Mitglied des „Expert*innengremiums“ im städitschen Projekt „postkoloniales Erbe Kölns“ trug eine dort verabschiedete Stellungnahme vor, die in deutlichen Worten die Abräumung des Mahnmals kritisiert und seine sofortige Wiederaufstellung fordert (s.u.). Schließlich wurde von „Gerechten“ im osmanischen Reich berichtet, die sich dem Genozid von 1915 entgegengestellt haben (s.u.).

Wir laden für den 24. Juni um 18 Uhr für die nächste Veranstaltung an der Hohenzollernbrücke ein. Dann wird der Chor der Armenischen Gemeinde singen.

Beschluss des ExpertInnenrates
Gerechte im Osmanischen Reich
25. Mai 2022|

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt.

Am 24. Mai um 18 Uhr erinnern wir gemeinsam daran, dass auf dem Heinrich-Boll-Platz an der Hohenzollernbrücke etwas Entscheidendes fehlt: Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“. Wir legen Blumen an dieser Leerstelle nieder. Wir informieren zum aktuellen Stand über die Rückkehr des Mahnmals. Wir hören einen Beitrag zu den „Oskar Schindlers“ unter osmanischen Bürger*innen zur Zeit des Genozids. Wir planen die nächsten Aktivitäten. Wir wollen uns zum jeden 24. eines Monats dort versammeln, bis das Mahnmal wieder errichtet ist. Am 24. Juni singt der Komitas Chor der Armenischen Gemeinde Köln. Ihr seid herzlich willkommen!

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt.

Am 24. Mai um 18 Uhr erinnern wir gemeinsam daran, dass auf dem Heinrich-Boll-Platz an der Hohenzollernbrücke etwas Entscheidendes fehlt: Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“. Wir legen Blumen an dieser Leerstelle nieder. Wir informieren zum aktuellen Stand über die Rückkehr des Mahnmals. Wir hören einen Beitrag zu den „Oskar Schindlers“ unter osmanischen Bürger*innen zur Zeit des Genozids. Wir planen die nächsten Aktivitäten. Wir wollen uns zum jeden 24. eines Monats dort versammeln, bis das Mahnmal wieder errichtet ist. Am 24. Juni singt der Komitas Chor der Armenischen Gemeinde Köln. Ihr seid herzlich willkommen!

22. Mai 2022|
Redebeiträge
Medienberichte
Unterstützerbriefe
Im Anschluss an eine Matinee „Völkermorde erinnern, Kriege verhindern“ am 15. April in Köln haben die Initiative „Völkermord erinnern“ und Besucherinnen und Besucher ein Mahnmal enthüllt. Es erinnert nicht nur an den Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915-1918, sondern auch an die deutsche Beteiligung daran und fordert grundsätzlich dazu auf, Rassismus und Nationalismus als Ursachen von Völkermorden zu ächten.

Das Mahnmal ist an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke errichtet worden, gegenüber dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II., Verantwortlicher für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904 und Unterstützer des Genozids an den Armeniern.

Das Genozid-Mahnmal wurde von der Stadt Köln am 19. April 2018 abgerissen. Es habe an einer Genehmigung gefehlt. Die Stadt hat in ihrem Schriftsatz gegenüber dem Verwaltungsgericht Köln, das wir angerufen hatten, außerdem argumentiert, das Mahnmal müsse noch vor dem 24. April, dem internationalen Gedenktag an den Genozid, beseitigt werden, weil sonst die Gefahr bestehe, dass sich „zahlreiche Gegendemonstranten einfinden“ und „die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs an dieser Stelle zeitnah stark beeinträchtigt“ sei. „Angesichts der Vielzahl türkischer Mitbürger in Köln“ sei auch schon 2017, bei der Erlaubnis für den Kreuzstein der armenischen Gemeinde „auf eine Aufstellung im öffentlichen Straßenland aufgrund des hohen Konfliktpotentials bewusst verzichtet worden“. Das Verwaltungsgericht Köln hat die sofortige Entfernung des Genozidmahnmals an der Hohenzollernbrücke nicht beanstandet.

In unserer Antwort beim Verwaltungsgericht hielten wir fest, dass wir diese Argumentation für ein erinnerungspolitisches Armutszeugnis und ein Ausweichen vor Genozidleugnern halten. Sie widerspricht diametral der Aufforderung des Bundestags, der in seiner Resolution vom 2. Juni 2016 die Zivilgesellschaft auffordert, das Gedenken an den armenischen Genozid zu thematisieren.

Zahlreiche Organisationen und Prominente haben sich mittlerweile als PatInnen und UnterstützerInnen für das Mahnmal und für seine Wiedererrichtung ausgesprochen.

Wir richten unsere Anstrengungen weiterhin darauf, möglichst viele zivilgesellschaftliche Kräfte in dem Bemühen zu vereinen, die Stadt Köln solle das Genozid-Mahnmal wieder aufstellen.

Das Mahnmal muss an seinen Platz zurück!

L’initiative « Rappeler le Génocide » ainsi que les visiteurs ont inauguré le 15 avril 2018 à Cologne un monument à la suite d’une matinée sur le thème « Rappeler le génocide, Empêcher les guerres ». Il rappelle non seulement le génocide commis dans les années 1915 – 1918 aux Arméniens mais également la participation allemande et exige de proscrire le racisme et le nationalisme comme la cause des génocides.

Le monument a été érigé sur le bord gauche du pont sur le Rhin, le« Hohenzollernbrücke » en face de la statue du Kaiser Wilhelm II, responsable du génocide des OvaroHerero et Nama en 1904 et soutien du génocide des Arméniens.

Le Monument a été enlevé par la ville de Cologne le 19 avril 2018, pour manque d’autorisation préalable. La ville de Cologne a également argumenté, dans le cadre d’une procédure devant le tribunal administratif de Cologne entamée par nous, que le monument devrait être enlevé avant le 24 avril 2018, jour de la commémoration internationale du génocide aux Arméniens, afin d’éviter « le rassemblement de nombreux contre-manifestants » présentant un fort risque pour « la sécurité et la facilité du trafic à cet endroit ». Au vu de la présence de nombreux citoyens turcs à Cologne, la ville aurait déjà en 2017, lors de la mise en place du « Kreuzstein » de la communauté arménienne, refusé expressément une permission de la mise en place dans le domaine public à cause du potentiel de conflit élevé.

Le tribunal administratif de Cologne n’a pas contesté l’enlèvement immédiat du monument du génocide près de la «Hohenzollernbrücke».

Dans notre réponse au tribunal administratif nous avons souligné que nous jugeons cette argumentation comme insulte à une politique de mémorisation et un recul devant ceux qui nient le génocide. Elle contredit diamétralement la demande du Bundestag qui dans sa résolution du 2 juin 2016 demande à la société civile de thématiser la mémoire du génocide aux Arméniens.

Un grand nombre d’organisations et de personnes importantes de la vie culturelle et intellectuelle se sont déclarées parrain ou soutien pour le monument et sa réinstallation.

Nos efforts continuent afin qu’un grand nombre de personnes de la vie civile se réunisse pour exiger de la ville de Cologne la réinstallation du monument du génocide.

LE MONUMENT DOIT RETOURNER A SA PLACE!

Domradio.de: Streit ums Mahnmal gegen den Völkermord an den Armeniern

Streit ums Mahnmal gegen den Völkermord an den Armeniern

Das Mahnmal gegen den Völkermord an den Armeniern in Köln ist eine umstrittene Angelegenheit. Mit einer Veranstaltung an diesem Freitag, den 24. Juni, will die Initiative Völkermord erinnern noch einmal erklären, warum die Erinnerungsskulptur in der Nähe des Doms so wichtig ist.

(Quelle: DOMRADIO.DE)
Zum Artikel (domradio.de)

Streit ums Mahnmal gegen den Völkermord an den Armeniern

Das Mahnmal gegen den Völkermord an den Armeniern in Köln ist eine umstrittene Angelegenheit. Mit einer Veranstaltung an diesem Freitag, den 24. Juni, will die Initiative Völkermord erinnern noch einmal erklären, warum die Erinnerungsskulptur in der Nähe des Doms so wichtig ist.

(Quelle: DOMRADIO.DE)
Zum Artikel (domradio.de)
24. Juni 2022|

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt | 24. Juni

Auch für den 24. Tag im Juni laden wir wieder herzlich ein, an der „Leerstelle“ vor der Hohenzollernbrücke Blumen niederzulegen und gemeinsam zu fordern: Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ muss an diesen Platz zurück! Ab 17 Uhr gibt dort der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde Köln ein Bnefizkonzert. Wir informieren über das Gespräch mit der Amtsleiterin Integration und Vielfalt, Bettina Baum. Außerdem wird von den Folgen der Kritik des „Expert*innengremiums“ im städtischen Projekt „postkoloniales Erbe Kölns“ an der Abräumung des Mahnmals berichtet. Wir hören ein Grußwort von Dr. Rainer Will, Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Köln und von Vertreter*innen des Vereins Elde-Haus. Wir freuen uns über Euer Kommen!

(Wir suchen gern noch Spenden! Von 5.000 benötigten Euro sind 3.000 eingegangen.)

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt | 24. Juni

Auch für den 24. Tag im Juni laden wir wieder herzlich ein, an der „Leerstelle“ vor der Hohenzollernbrücke Blumen niederzulegen und gemeinsam zu fordern: Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ muss an diesen Platz zurück! Ab 17 Uhr gibt dort der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde Köln ein Bnefizkonzert. Wir informieren über das Gespräch mit der Amtsleiterin Integration und Vielfalt, Bettina Baum. Außerdem wird von den Folgen der Kritik des „Expert*innengremiums“ im städtischen Projekt „postkoloniales Erbe Kölns“ an der Abräumung des Mahnmals berichtet. Wir hören ein Grußwort von Dr. Rainer Will, Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Köln und von Vertreter*innen des Vereins Elde-Haus. Wir freuen uns über Euer Kommen!

(Wir suchen gern noch Spenden! Von 5.000 benötigten Euro sind 3.000 eingegangen.)

20. Juni 2022|

EL-DE-INFO Nr. 94: Dieser Schmerz betrifft uns alle! #dasmahnmalbleibt

Dieser Schmerz betrifft uns alle! #dasmahnmalbleibt

Auszug aus EL-DE-INFO Nr. 94, Seite 14. – Als »Schande von Köln« betitelte das jüdische Onlinemagazin haGalil.com die Abräumaktion des Mahnmals »Dieser Schmerz betrifft uns alle« durch die Stadt Köln. Tagesschau, Zeit, WDR, Jungle World, t-online – die nationalen Medien berichteten ausgiebig, mit welcher Sensibilität in Köln die Erinnerungskultur gepflegt wird. Seit 2018 kämpft die Initiative »Völkermord erinnern« beharrlich um die Aufstellung des Mahnmals. Damit knüpft die Initiative an die sog. Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages vom 2. Juni 2016 an, welche auch die historische Mitverantwortung Deutschlands eingeräumt hat. In der Resolution heißt es: »Die Bundesrepublik Deutschland sieht sich in der Verantwortung, die Aufarbeitung dieses Verbrechens zu fördern und die Erinnerung daran wachzuhalten.« Konkret wolle man »innerhalb Deutschlands Initiativen und Projekte in Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kultur fördern, die eine Auseinandersetzung mit den Geschehnissen von 1915/1916 zum Thema haben.«

Die Demontage des Mahnmals im Jahr 2022 hat nicht nur Unverständnis bei zahlreichen Medien hervorgerufen; auch das von der Stadt Köln berufene »Expert*innengremium« im städtischen Projekt »postkoloniales Erbe Kölns« sah sich zu einer klaren Stellungnahme veranlasst, die in deutlichen Worten die Abräumung des Mahnmals kritisiert und seine sofortige Wiederaufstellung fordert. Zwar ist der Gesprächsfaden mit der Stadt wieder geknüpft worden, doch wenn die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, so die bisherige Erfahrung der Initiative, könnte auch dieser Weg im Nichts enden. Bis zur tatsächlichen Aufstellung des Mahnmals wird die Initiative zum jeden 24. eines Monats an der Leer-Stelle des Mahnmals auf der Hohenzollernbrücke Veranstaltungen abhalten. Bis das Mahnmal wieder errichtet ist.

Zur nächsten Veranstaltung am Freitag, den 24. Juni 2022 um 17.00 Uhr wird der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde Köln ein Konzert geben, zu der alle Kölnerinnen und Kölner eingeladen sind.

Artikel lesen (EL-DE-INFO Nr. 94, Seite 14)

Dieser Schmerz betrifft uns alle! #dasmahnmalbleibt

Auszug aus EL-DE-INFO Nr. 94, Seite 14. – Als »Schande von Köln« betitelte das jüdische Onlinemagazin haGalil.com die Abräumaktion des Mahnmals »Dieser Schmerz betrifft uns alle« durch die Stadt Köln. Tagesschau, Zeit, WDR, Jungle World, t-online – die nationalen Medien berichteten ausgiebig, mit welcher Sensibilität in Köln die Erinnerungskultur gepflegt wird. Seit 2018 kämpft die Initiative »Völkermord erinnern« beharrlich um die Aufstellung des Mahnmals. Damit knüpft die Initiative an die sog. Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages vom 2. Juni 2016 an, welche auch die historische Mitverantwortung Deutschlands eingeräumt hat. In der Resolution heißt es: »Die Bundesrepublik Deutschland sieht sich in der Verantwortung, die Aufarbeitung dieses Verbrechens zu fördern und die Erinnerung daran wachzuhalten.« Konkret wolle man »innerhalb Deutschlands Initiativen und Projekte in Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kultur fördern, die eine Auseinandersetzung mit den Geschehnissen von 1915/1916 zum Thema haben.«

Die Demontage des Mahnmals im Jahr 2022 hat nicht nur Unverständnis bei zahlreichen Medien hervorgerufen; auch das von der Stadt Köln berufene »Expert*innengremium« im städtischen Projekt »postkoloniales Erbe Kölns« sah sich zu einer klaren Stellungnahme veranlasst, die in deutlichen Worten die Abräumung des Mahnmals kritisiert und seine sofortige Wiederaufstellung fordert. Zwar ist der Gesprächsfaden mit der Stadt wieder geknüpft worden, doch wenn die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, so die bisherige Erfahrung der Initiative, könnte auch dieser Weg im Nichts enden. Bis zur tatsächlichen Aufstellung des Mahnmals wird die Initiative zum jeden 24. eines Monats an der Leer-Stelle des Mahnmals auf der Hohenzollernbrücke Veranstaltungen abhalten. Bis das Mahnmal wieder errichtet ist.

Zur nächsten Veranstaltung am Freitag, den 24. Juni 2022 um 17.00 Uhr wird der Komitas-Chor der Armenischen Gemeinde Köln ein Konzert geben, zu der alle Kölnerinnen und Kölner eingeladen sind.

Artikel lesen (EL-DE-INFO Nr. 94, Seite 14)
16. Juni 2022|

Mahnmal-Treffen

Mahnmal-Treffen am 24. Mai 2022

Am 24. Mai haben wir an der Hohenzollernbrücke erneut gefordert, dass das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ an diesen Platz zurückkehren muss. Berichtet wurde über ein Gespräch zwischen der Oberbürgermeisterin Henriette Reker am 19. Mai und der Initiative „Völkermord erinnern“. Darin wurde erörtert, wie das Mahnmal an der Hohenzollernbrücke wieder errichtet werden kann. Ein Folgegespräch zur Abstimmung über das weitere Vorgehen ist dabei zeitnah mit der Amtsleiterin Frau Braun vereinbart worden. Entschieden ist allerdings noch nichts. Wenn die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, so befürchten wir, könnte auch dieser Weg im Nichts enden.

Ein Mitglied des „Expert*innengremiums“ im städitschen Projekt „postkoloniales Erbe Kölns“ trug eine dort verabschiedete Stellungnahme vor, die in deutlichen Worten die Abräumung des Mahnmals kritisiert und seine sofortige Wiederaufstellung fordert (s.u.). Schließlich wurde von „Gerechten“ im osmanischen Reich berichtet, die sich dem Genozid von 1915 entgegengestellt haben (s.u.).

Wir laden für den 24. Juni um 18 Uhr für die nächste Veranstaltung an der Hohenzollernbrücke ein. Dann wird der Chor der Armenischen Gemeinde singen.

Beschluss des Expert*innenrates
Gerechte im Osmanischen Reich

Mahnmal-Treffen am 24. Mai 2022

Am 24. Mai haben wir an der Hohenzollernbrücke erneut gefordert, dass das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“ an diesen Platz zurückkehren muss. Berichtet wurde über ein Gespräch zwischen der Oberbürgermeisterin Henriette Reker am 19. Mai und der Initiative „Völkermord erinnern“. Darin wurde erörtert, wie das Mahnmal an der Hohenzollernbrücke wieder errichtet werden kann. Ein Folgegespräch zur Abstimmung über das weitere Vorgehen ist dabei zeitnah mit der Amtsleiterin Frau Braun vereinbart worden. Entschieden ist allerdings noch nichts. Wenn die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, so befürchten wir, könnte auch dieser Weg im Nichts enden.

Ein Mitglied des „Expert*innengremiums“ im städitschen Projekt „postkoloniales Erbe Kölns“ trug eine dort verabschiedete Stellungnahme vor, die in deutlichen Worten die Abräumung des Mahnmals kritisiert und seine sofortige Wiederaufstellung fordert (s.u.). Schließlich wurde von „Gerechten“ im osmanischen Reich berichtet, die sich dem Genozid von 1915 entgegengestellt haben (s.u.).

Wir laden für den 24. Juni um 18 Uhr für die nächste Veranstaltung an der Hohenzollernbrücke ein. Dann wird der Chor der Armenischen Gemeinde singen.

Beschluss des ExpertInnenrates
Gerechte im Osmanischen Reich
25. Mai 2022|

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt.

Am 24. Mai um 18 Uhr erinnern wir gemeinsam daran, dass auf dem Heinrich-Boll-Platz an der Hohenzollernbrücke etwas Entscheidendes fehlt: Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“. Wir legen Blumen an dieser Leerstelle nieder. Wir informieren zum aktuellen Stand über die Rückkehr des Mahnmals. Wir hören einen Beitrag zu den „Oskar Schindlers“ unter osmanischen Bürger*innen zur Zeit des Genozids. Wir planen die nächsten Aktivitäten. Wir wollen uns zum jeden 24. eines Monats dort versammeln, bis das Mahnmal wieder errichtet ist. Am 24. Juni singt der Komitas Chor der Armenischen Gemeinde Köln. Ihr seid herzlich willkommen!

Wir laden ein: #dasmahnmal bleibt.

Am 24. Mai um 18 Uhr erinnern wir gemeinsam daran, dass auf dem Heinrich-Boll-Platz an der Hohenzollernbrücke etwas Entscheidendes fehlt: Das Mahnmal „Dieser Schmerz betrifft uns alle“. Wir legen Blumen an dieser Leerstelle nieder. Wir informieren zum aktuellen Stand über die Rückkehr des Mahnmals. Wir hören einen Beitrag zu den „Oskar Schindlers“ unter osmanischen Bürger*innen zur Zeit des Genozids. Wir planen die nächsten Aktivitäten. Wir wollen uns zum jeden 24. eines Monats dort versammeln, bis das Mahnmal wieder errichtet ist. Am 24. Juni singt der Komitas Chor der Armenischen Gemeinde Köln. Ihr seid herzlich willkommen!

22. Mai 2022|
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